Afrika-Cup Wettanbieter: Wer in Deutschland wetten darf und woran man sie misst

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, hat nicht die Qual der Wahl zwischen „gut“ und „schlecht“, sondern zwei Sorten von Fragen vor sich: Wer darf hier überhaupt Sportwetten anbieten? Und was kostet das den, der setzt? Diese Seite geht beides durch: zuerst die Einordnung des Turniers, dann die rechtliche Lage, dann den konkreten Vergleich der zehn Anbieter, die in der deutschen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen.

Ein sandiger Fußballplatz am Rand einer Stadt in warmem Abendlicht, Staub in der Luft und zwei Tore in der Ferne.
Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen; Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto'o mit 18 Toren.

Stand: Oktober 16, 2026 · Verifiziert gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Der Afrika-Cup als Wettbewerb: Wer spielt, wann, in welchem Format

Der Afrika-Cup ist das Turnier des afrikanischen Kontinentalverbands CAF. 1957 erstmals ausgetragen, hat er sich seit 2019 auf 24 Mannschaften vergrößert; Ägypten führt die Rekordliste mit sieben Titeln an, Samuel Eto’o hält mit 18 Toren den Torrekord. Bis 2027 wird der Wettbewerb im Turnus von zwei Jahren ausgetragen, danach nur noch alle vier Jahre.

Ein Fußball liegt auf einem Notizbuch mit handgezeichneten Skizzen von Spielzügen, aufgenommen von oben auf einem Holztisch.
Beim Afrika-Cup nehmen seit 2019 erstmals 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.

Die letzte Ausgabe: Afrika-Cup 2025 in Marokko

Die Ausgabe 2025/26 fiel aus dem üblichen Rhythmus: Sie wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer 2025 auf den Jahreswechsel verschoben und fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt. Sechs Vierergruppen, die Gruppenersten und -zweiten zogen in die K.-o.-Runde ein, dazu die vier besten Gruppendritten. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern, im Spiel um Platz 3 setzte sich Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2 durch.

Diese Seite schreibt über den nächsten Afrika-Cup, der vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden soll. Zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Was im Januar 2026 in Marokko noch kontrovers verlief, gehört dazu: Die CAF wertete das Finale zwei Monate nach Spielende mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler in der Nachspielzeit nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff vorübergehend den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Der deutsche Wettmarkt bleibt davon unberührt — Wetten werden nur auf Grundlage des offiziellen Endbefunds eines Events abgerechnet, und ein nachträglich verhängtes Spielergebnis ist für die meisten Buchmacher rechtlich eine andere Wertung als das ursprüngliche Endergebnis.

Eine Waage aus Messing steht neben einer Lupe auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Welche Märkte ein Buchmacher überhaupt anbieten darf

Wer ein Turnierprogramm aufmacht, sortiert seine Märkte in vier Körbe: Turniersieger, Gruppensieger, Gruppendritter, Einzelspiel. Hinter jeder Wette steht ein Buchmacher, der die Quoten setzt, und hinter jeder Quote eine Marge — der Anteil, den der Anbieter pro Euro Einsatz einbehält, egal wie das Spiel ausgeht. Eine Quote von 2,10 auf einen Außenseiter klingt großzügig, ist aber nur die halbe Information; was sie den Spieler kostet, zeigt erst der Vergleich über alle drei Ausgänge eines 1X2-Marktes. Dazu später mehr, in der Rechnung am Ende dieses Abschnitts.

Vierergruppen heißt auch: Drei Gruppenspiele pro Mannschaft, binnen neun Tagen. Der Buchmacher muss innerhalb weniger Stunden Quoten auf Dutzende Spiele liefern — der Vergleichbarkeit sind dadurch enge Grenzen gesetzt. Wer vor Turnierstart das gesamte Marktangebot nebeneinander legt, hat eine Momentaufnahme, die nach dem ersten Anstoß schon wieder veraltet ist.

Was „lizenziert“ in Deutschland heißt und was nicht

Deutsche Spielerinnen und Spieler können bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis wetten — und bei praktisch jedem Anbieter ohne diese Erlaubnis. Der Unterschied ist nicht akademisch.

Die Whitelist der GGL und warum sie das einzige zählt

Seit dem 1. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag in seiner neuen Fassung in Kraft. Er überträgt die Aufsicht über die Sportwetten einer gemeinsamen Behörde aller Länder, der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Wer in Deutschland Sportwetten im Internet anbieten will, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, ausgegeben und überwacht von dieser Behörde. Die GGL führt eine Liste, die Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV), und jeder Anbieter, der darauf steht, hat eine Erlaubnis. Auf dem Stand vom 2. Oktober 2026 sind es 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich für Pferdewetten) plus drei weitere nur für Pferdewetten. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre ausgestellt; auf der Liste stehen die Ausstellungsdaten, kein Enddatum.

Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan besagt für deutsche Spielerinnen und Spieler nichts. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 ausdrücklich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden. Eine Garantie ist das nicht: Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt, eine Entscheidung steht aus. In diesem Verfahren fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Seither haben mehrere deutsche Zivilgerichte offshore Anbieter zur Rückzahlung verurteilt — eine Linie, noch keine Regel, an der sich ein Prozess strategisch festmachen lässt.

Worauf es ankommt: Wer ohne Erlaubnis in Deutschland Sportwetten anbietet, macht sich nach § 4 Abs. 1 GlüStV strafbar; die GGL kann Verbotsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren durchsetzen. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Ansprechpartner, keinen Zugang zu OASIS, kein Einzahlungslimit über LUGAS.

Wettsteuer: Was 5,3 % wirklich heißen

Die Wettsteuer — im Gesetz „Sportwettensteuer“ — ist nach §§ 16-25 RennwLottG auf 5,3 % festgelegt, berechnet auf die Differenz zwischen Einsatz und der Steuer selbst: Einsatz × 5,3 / 105,3, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob und wie sie an die Kundschaft weitergegeben wird, ist Entscheidung des Anbieters. Das hat praktische Folgen:

Modell Auswirkung auf die Quote
Anbieter trägt die Steuer Quote sinkt nicht, Gewinn ist netto
Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab Bei gleichem Bruttoeinsatz weniger im Wettschein
Anbieter zieht die Steuer vom Gewinn ab Bruttoquote sichtbar, Nettoauszahlung geringer

Welche Variante ein Anbieter fährt, steht in dessen Geschäftsbedingungen. Winamax wirbt auf der eigenen Seite mit „0 % Wettsteuer“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie vom 1. April bis 30. August 2025 zu 2.967 Spielen, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Diese Eigenaussage ist eine einzelne Quelle; sie steht hier, weil sie auf der Anbieterseite selbst dokumentiert ist — sie ist keine unabhängige Garantie.

Was das alles praktisch heißt

Wer mit deutscher Erlaubnis spielt, ist in die Spielersperrdatei OASIS eingebunden, wird beim Login geprüft und kann sich mit einem Panikbutton (§ 6i Abs. 3) für 24 Stunden selbst sperren. Wer ohne Erlaubnis spielt, hat keinen Zugang zu diesen Schutzmechanismen und keine deutsche Beschwerdestelle — dafür meist höhere Limits und ein breiteres Livewetten-Angebot, weil der Anbieter an der deutschen Markt-Regulierung vorbei operiert. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Die Warnung steht hier als Hintergrund, nicht als einzelne Markenempfehlung — die Frage, ob ein Anbieter auf der Whitelist steht, prüft jede Leserin selbst, eine Liste wird hier nicht weitergegeben.

Spielerschutz: Was jedes lizenzierte Konto mitbringt

Sechs Punkte sind anbieterübergreifend gleich, weil das Gesetz sie vorschreibt. Sie gehören in jedes Gespräch über Wetten in Deutschland, nicht nur in eines zum Afrika-Cup.

Einzahlungslimit und LUGAS

Das gesetzliche Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1 GlüStV) liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, also kumulativ. Die Kontrolle läuft über die Limitdatei LUGAS, in die jeder lizenzierte Anbieter eingebunden ist. Wer mehr einzahlen will, braucht einen Antrag beim Anbieter mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbsterklärung reicht nicht. Ein Anbieter kann das Limit für einzelne Personen auf bis zu 10.000 € anheben, auf 10.000 bis 30.000 € sogar, allerdings für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden — eine Quote, die selten erreicht wird.

Senkungen greifen sofort. Eine Erhöhung wird nach sieben Tagen wirksam; die Karenzzeit ist kein Hindernis, sondern ein Schutz — sie verhindert, dass eine spontane Entscheidung am Sonntag das Limit langfristig hebt.

Verifizierung und Sofortspiel

Bis zur vollständigen Verifizierung gilt: maximal 72 Stunden Spielzeit, maximal 100 € Einzahlung, keine Auszahlung (§ 6a Abs. 1 GlüStV). Die Verifizierung fordert einen Ausweis und die Bestätigung der Bankverbindung oder Karte auf den eigenen Namen. Das klingt nach Bürokratie, ist aber die Voraussetzung dafür, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern — etwa gleichzeitig auf zwei Plattformen tippen — ist über die LUGAS-Aktivitätsdatei (§ 6h) ohnehin ausgeschlossen.

OASIS und Panikbutton

OASIS ist die bundesweite Sperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV). Bei Registrierung und bei jedem Login wird geprüft, ob eine Sperre vorliegt. Wer sich selbst sperrt, wählt eine Frist zwischen drei Monaten und unbegrenzt — ohne Frist mindestens ein Jahr. Fremdsperrungen, etwa durch Angehörige, sind ebenfalls möglich. Der Panikbutton in jedem lizenzierten Konto löst eine Sofortsperre von 24 Stunden aus. Drei Schutzmechanismen, die alleine dadurch wirken, dass OASIS angeschlossen ist: ein Anbieter auf der Whitelist teilt eine Sperre allen anderen mit.

Zahlungen und Auszahlung

Einzahlungen sind nur über Zahlungskonten erlaubt, die auf den eigenen Namen lauten und bei einem nach Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geführt werden (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Lösungen sind damit faktisch ausgeschlossen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Restguthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Werbebeschränkungen, die beim Afrika-Cup greifen

Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln (§ 5 GlüStV): keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Events auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen, Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Eine Werbezeitbeschränkung 06:00-21:00 Uhr, wie sie für Slots, Online-Poker und Online-Casino gilt, gibt es für Sportwetten nicht. Wer im deutschen Fernsehen während eines Afrika-Cup-Spiels eine Tipico-Werbung sieht, hat keine Regelverletzung vor sich — die Zeitbeschränkung greift hier nicht.

Wie sich Anbieter vergleichen lassen — die Vergleichslinien

Zehn Anbieter stehen mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist und sind hier namentlich aufgeführt. Was sie im Afrika-Cup-Geschäft trennt, sind nicht die Lizenzen — die sind alle da —, sondern die Art, wie sie ihr Angebot zuschneiden.

Turnierprogramm: Wer führt den Afrika-Cup, wer führt nur die Spitzenspiele

Turnierwetten unterscheiden sich von Einzelwetten: Eine Wette auf den Turniersieger gilt für die gesamte Dauer des Wettbewerbs, auf den Gruppensieger für sechs Spiele, auf das Finalpaar für ein einzelnes Spiel. Anbieter mit vollständigem Turnierprogramm listen alle 24 Mannschaften, alle sechs Gruppensieger-Märkte, alle K.-o.-Runden — inklusive der Spiel um Platz 3. Anbieter mit schlankerem Programm konzentrieren sich auf die Favoriten und die Top-Spiele. Wer beim Afrika-Cup auf Exoten tippen will, etwa auf die Qualifikanten aus kleinen Verbänden, braucht einen Anbieter mit vollständigem Programm. Wer nur Senegal, Nigeria, Marokko und Ägypten im Auge hat, kommt mit jedem aus.

Quotenniveau und Marge

Die Marge eines Buchmachers ist über alle Märkte dieselbe Logik: Quote einsetzen, Kehrwert summieren, von 1 abziehen. Bei einer Dreiwege-Wette mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) eine Auszahlungsquote von rund 0,945, also eine Marge von etwa 5,5 %. Das ist der Anteil, den der Anbieter pro eingesetztem Euro einbehält, egal wie das Spiel ausgeht.

Andere Märkte haben andere Margen: Turniersieger-Wetten über 24 Mannschaften liegen deutlich höher — oft zwischen 25 und 35 %, weil jedes zusätzliche Feld die Summe der Kehrwerte drückt. Handicap- und Over/Under-Märkte können dichter am Geschehen kalkuliert sein, manchmal unter 3 %, manchmal über 8 %. Eine pauschale Aussage über die „fairsten Quoten“ lässt sich aus einer einzelnen Zahl nicht ableiten; sinnvoll ist nur der konkrete Vergleich auf dem Wettschein.

Livewetten und was erlaubt ist

Livewetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) sind nur auf den Endstand eines laufenden Spiels oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt — und nur in Sportarten, wo solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball: nicht erlaubt. Wer auf nächste Minute, nächste Ecke oder nächsten Einwurf wetten will, sucht diese Märkte bei lizenzierten Anbietern vergebens.

Cash Out, Bet Builder, Live-Stream: Was die App-Beschreibungen verraten

Funktionen wie Cash Out, Bet Builder und Live-Streaming sind keine Pflicht des deutschen Rechts; sie stehen in der jeweiligen App-Beschreibung oder im Kleingedruckten. Cash Out heißt: Der Anbieter kauft dem Spielenden den Wettschein vor dem offiziellen Ende des Events ab — gegen einen selbst gesetzten Preis. Der Mechanismus ist nützlich, wenn eine Wette zu kippen droht; er kostet aber implizit eine Marge, weil der Anbieter den Spread breiter ansetzt, als die Quote ihm erlauben würde. Bet Builder kombiniert mehrere Märkte aus einem Spiel zu einer Quote; legal ist das, solange alle kombinierten Wetten aus dem erlaubten Sportwettprogramm stammen. Live-Streams im eigenen Kundenkonto funktionieren nur für Spiele, an denen der Anbieter die Übertragungsrechte hat; bei kleinen Verbänden und unbekannten Ligen fehlt das Bild oft.

Die Sportwettensteuer als Wettbewerbshebel

Ein Anbieter, der die Steuer selbst trägt, kann auf dem Papier eine höhere Quote anbieten. Ein Anbieter, der sie vom Gewinn abzieht, muss das transparent machen — steht es nicht im Kleingedruckten, ist es im Streitfall ungültig, weil es der Spielerin nicht erkennbar war. Beim konkreten Preisvergleich zählt die Nettorendite, nicht die Bruttoquote.

Einzahlungs- und Auszahlungsmethoden

Welche Methoden ein Anbieter im Konto anbietet, steht in dessen Zahlungsseite — Kreditkarte, Banküberweisung, Sofort, PayPal, manchmal PaySafeCard und Trustly. Bei Anbietern auf der Whitelist gilt die Pflicht zur Zahlung auf ein Konto im eigenen Namen; E-Wallets, die keine eindeutige Zuordnung erlauben, sind selten.

Der Vergleich der zehn Anbieter auf der Whitelist

Die folgende Übersicht zeigt die zehn Anbieter, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist standen. Die Reihenfolge folgt der zeitlichen Abfolge der ersten Erlaubnis. Die Tabelle nennt nur Lizenz und Erlaubnisdatum; alles, was ein Anbieter an Funktionen und Quoten liefert, steht in den anschließenden Einzelabschnitten.

Anbieter GGL-Whitelist Status Erlaubnisinhaber Erste Erlaubnis
AdmiralBet erlaubt, Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET erlaubt, Sportwetten ODDSET Sportwetten GmbH (RP Darmstadt, 15.12.2022) 18.11.2020
bet-at-home erlaubt, Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportingbet erlaubt, Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico erlaubt, Sportwetten Tipico Co. Limited 09.10.2020
888sport erlaubt, Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021
Winamax erlaubt, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Betway erlaubt, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
Betano erlaubt, Sportwetten Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
VBet erlaubt, Sportwetten SCGO Limited 05.12.2023

Wer wann die Erlaubnis bekam, sagt nichts über die Qualität des Afrika-Cup-Programms. Die folgende Einzelbetrachtung ordnet jeden Anbieter nach dem ein, was im Wettbewerb zählt.

AdmiralBet — solides Programm, kleines Bonusfenster

AdmiralBet steht seit 9. Oktober 2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, gefolgt von zwei Folgeerlaubnissen Ende 2022 und Mitte 2024. Der Anbieter ist Teil der Novomatic-Gruppe und führt neben dem Sportwetten-Angebot auch virtuelle Automatenspiele. Das Programm zum Afrika-Cup fällt üblicherweise schmaler aus als bei den großen Wettbewerbern: Die Standardmärkte — Spielausgang, Tore Über/Unter, Handicap — sind vollständig; Spezialmärkte wie Spielerstatistiken oder Halbzeit-Kombinationen nur eingeschränkt. Wer seinen Wettschein nicht überfrachtet, kommt hier zurecht.

Das Willkommensangebot variiert nach Aktionszeitraum; die Bedingungen bewegen sich am unteren Rand des Marktes. Bonus oder Gratiswette sind niemals risikolos — sie stehen an Umsatzbedingungen, die sich am Mindestumsatz messen lassen.

Urteil: Für Spielerinnen und Spieler, die bei einem klassischen Buchmacher mit deutscher Erlaubnis setzen und keine Spezialmärkte erwarten, ist AdmiralBet eine valable Wahl. Wer das breiteste Afrika-Cup-Programm sucht, schaut weiter.

ODDSET — der staatliche Anbieter mit Verwaltungs-Vergangenheit

ODDSET ist der Wettanbieter, der aus dem deutschen Lotto- und Toto-Block kommt. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der ODDSET Sportwetten GmbH am 15. Dezember 2022 die Erlaubnis erteilt; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle. Damit führt ODDSET im deutschen Markt das seltene Profil eines Anbieters mit staatlicher Verwurzelung und gleichzeitig vollständiger GGL-Erlaubnis — eine Konstellation, die sich nur bei wenigen Marken findet.

Das Sportwettenprogramm ist nüchtern: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball und die übrigen europäischen Hauptsportarten. Afrika-Cup-Wetten führt ODDSET in der Regel als Standardportfolio; ausgeprägte Spezialmärkte sind nicht die Stärke. Wer mit einem klassischen Drei-Wege-Schein unterwegs ist und auf Sicherheit beim Anbieter Wert legt, ist hier richtig. Wer Über/Unter-Tore auf 1,5 oder exakte Spielstände sucht, wird auch fündig — die Tiefe ist mit Mainstream-Buchmachern vergleichbar.

Urteil: ODDSET ist für Konsumentinnen und Konsumenten interessant, die einen Traditionsanbieter mit klarer behördlicher Anbindung suchen, ohne auf den vollen Livewetten-Umfang angewiesen zu sein.

bet-at-home — klassisch, schlank, österreichisch geprägt

Bet-at-home trägt seine Erlaubnis seit 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Die Marke ist im deutschsprachigen Raum seit den frühen 2000er Jahren aktiv und gilt als konservativ im Sportwetten-Portfolio. Das Afrika-Cup-Angebot entspricht dem Mainstream: Sieger, Gruppensieger, Spielausgang — mehr nicht. Livewetten sind verfügbar, allerdings ohne den Funktionsumfang, den die etwas jüngeren Buchmacher pflegen.

Das Willkommensangebot fiel in den letzten Jahren oft moderat aus, häufig in Form einer Gratiswette mit moderatem Umsatzfaktor. Die genauen Werte stehen in den Aktionsbedingungen zum Zeitpunkt der Anmeldung.

Urteil: Ein Anbieter ohne Schnörkel, der für Afrika-Cup-Wetten auf Standardmärkte ausreicht. Wer keine Spezialmärkte und keinen Live-Stream braucht, ist hier gut bedient. Wer beides sucht, vergleicht weiter.

Sportingbet — breites Portfolio, Livewetten im Fokus

Sportingbet trägt seine Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis Ende 2022. Der Anbieter wirbt mit einem „Konfigurator+“, also einem Kombinationstool für mehrere Spiele, sowie mit Livewetten über Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Das Afrika-Cup-Programm ist breit; Turniersieger, Gruppensieger und Spielausgang sind Standard, dazu kommen Handicap- und Über/Unter-Linien.

Das Livewetten-Angebot profitiert davon, dass Sportingbet auch in Südamerika und Afrika Lizenzen hält — entsprechend tiefer ist die Abdeckung kleinerer Ligen und Kontinentturniere.

Urteil: Für Spielende, die während eines Afrika-Cup-Spiels live mitgehen wollen und dafür ein poliertes Livewetten-Tool suchen, ist Sportingbet eine der besseren Optionen im deutschen Markt.

Tipico — der bekannteste Name, mit eigener Rechtsgeschichte

Tipico trägt seine Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Der Anbieter ist die sichtbarste deutsche Sportwetten-Marke und durch das laufende BGH-Verfahren (Az. I ZR 90/23) und den EuGH-Vorlagebeschluss auch juristisch präsent. Die App-Beschreibung nennt „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während laufender Fußballspiele.

Beim Afrika-Cup ist Tipico breit aufgestellt: Turniersieger, Gruppensieger, Torschützenkönig und das gesamte Spektrum an Einzelwetten. Spezialmärkte wie Ecken, Karten oder genaue Ergebnisse sind über die Standardlinie hinaus verfügbar.

Urteil: Wer einen Mainstream-Anbieter mit voller Funktionspalette und deutscher Markenführung sucht, landet bei Tipico. Der laufende Rechtsstreit ändert an der aktuellen Erlaubnis nichts — die Whitelist führt Tipico ohne Einschränkung.

888sport — börsennotierte Mutter, solides Programm

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar; die Holding ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis für 888sport wurde am 30. Juni 2021 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Afrika-Cup-Wetten führt 888sport üblicherweise im Standardformat; Spezialmärkte sind verfügbar, aber nicht das ganze Arsenal, das Betano oder Sportingbet bieten.

Urteil: 888sport ist für Spielende attraktiv, die auf einen börsennotierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis setzen und ein vollständiges Programm erwarten, ohne auf Bonus-Aktionen im Vordergrund zu schauen.

Winamax — der Quoten-Spezialist aus Frankreich

Winamax trägt seine deutsche Erlaubnis seit 29. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Der Anbieter bewirbt auf der eigenen Seite „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie vom 1. April bis 30. August 2025 zu 2.967 Spielen, nach der Winamax in 45 % der untersuchten Fälle auf Platz eins lag. Das ist eine Eigenangabe; sie steht hier, weil sie auf der Anbieterseite dokumentiert ist — sie ist keine unabhängige Garantie.

Beim Afrika-Cup bietet Winamax ein vollständiges Turnierprogramm inklusive Torschützenmarkt. Über das eigene Winamax TV sind Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS verfügbar, dazu alle vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere, NBA und NFL. Afrika-Cup-Spiele gehören in der Regel nicht zum Stream-Angebot; das ändert sich, wenn sich ein Rechtedeal mit einem Sub-Sahara-Sender verändert.

Urteil: Winamax ist für preisbewusste Spielende die erste Adresse, wenn es um die Wettsteuer geht. Wer Live-Bilder vom Afrika-Cup sucht, ist hier üblicherweise falsch.

Betway — Cash Out und Konfigurator+ als Verkaufsargumente

Betway trägt seine deutsche Erlaubnis seit 9. März 2021 mit Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Der Anbieter wirbt mit Cash Out über „Meine Wetten“ und einem Wettkonfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Spielen kombiniert. Afrika-Cup-Wetten sind im Standardportfolio; die Tiefe entspricht den Mainstream-Buchmachern.

Urteil: Betway ist für Spielende mit Interesse am Cash-Out-Feature interessant. Der Konfigurator+ funktioniert nur, wenn die Einzelbestandteile aus dem erlaubten Programm stammen — Afrika-Cup-Spiele sind das, also unproblematisch.

Betano — neuer Name, breites Programm, moderne App

Betano trägt seine deutsche Erlaubnis seit 19. Februar 2021 mit Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Der Anbieter wird international vom Mutterkonzern Kaizen Gaming geführt; die App-Beschreibung nennt einen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das Afrika-Cup-Programm ist breit; Torschützenmarkt und Gruppensieger sind Standard.

Urteil: Betano ist für Spielende interessant, die einen modernen Anbieter mit voll ausgestatteter App suchen. Beim Afrika-Cup ohne eigenes Rechtepaket fehlt der Stream auf den meisten Spielen — wer darauf Wert legt, prüft vorab den Spieltagskalender.

VBet — der späte Neue mit deutschem Pass

VBet trägt seine deutsche Erlaubnis erst seit 5. Dezember 2023 — jünger als alle anderen Anbieter auf der Liste. Der Anbieter ist Teil der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Das Afrika-Cup-Programm entspricht dem Mainstream; Livewetten sind vorhanden, eine Cash-Out-Funktion verfügbar.

Urteil: VBet ist für Spielende eine valide Option, die auf einen neuen Anbieter mit deutscher Erlaubnis setzen wollen. Wer auf eine langjährige Marktpräsenz Wert legt, schaut auf die älteren Erlaubnisse.

Rechenexempel: Was eine Quote den Spieler kostet

Die Differenz zwischen Brutto- und Nettorendite zeigt sich am besten an einem konkreten Markt. Nehmen wir ein 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60. Wer alle drei Ausgänge mit je einem Euro belegt, gibt 3 € aus und erhält im Erfolgsfall genau den Betrag zurück, den der Anbieter ausgezahlt hat.

Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Bei den im Rechenexempel genannten Quoten:

Eine Marge von rund 4,6 % auf einem 1X2-Markt ist für eine europäische Top-Liga normal; für einen Afrika-Cup-Schattenmarkt kann sie leicht höher liegen, für einen Favoriten-Heimsieg auch mal niedriger. Eine Quote von 2,10 hat also einen Preis — der Anbieter behält im Schnitt etwa 5 Cent pro Euro, und zwar bevor das Spiel angepfiffen wird.

Wer diese Beispiel-Quoten auf die deutsche Wettsteuer münzt: Bei einem Anbieter, der die Steuer selbst trägt, ändert sich nichts an der Auszahlungsquote. Bei einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht oder vom Gewinn, sinkt die Nettorendite um rund 5 % des Einsatzes. Wer keinen Vergleich anstellt, sieht diesen Verlust nicht.

Was eine Gratiswette oder ein Bonus wert ist

Der Begriff „risikofrei“ ist Werbevokabular. Was die Branche als „Freebet“, „Gratiswette“ oder „Willkommensbonus“ verkauft, ist fast immer an Bedingungen gebunden, die der Spieler zuerst erfüllen muss. Drei Punkte, die in jedem Angebot identisch sind:

  1. Einsatz wird nicht zurückgegeben. Bei einer typischen Gratiswette bleibt der Einsatz beim Anbieter; nur der Nettogewinn wird ausgezahlt. Aus einer 10-€-Gratiswette zu Quote 3,50 wird nicht 35 € ausgezahlt, sondern 25 €.
  2. Mindestquote. Die meisten Anbieter setzen eine Untergrenze — typischerweise zwischen 1,50 und 2,00. Wer unter dieser Quote wettet, lässt das Angebot verfallen.
  3. Umsatzfaktor. Wer einen Bonus oder eine Gratiswette zu Bargeld machen will, muss oft ein Mehrfaches des Bonusbetrages umsetzen. Ein 100-€-Bonus mit Faktor 5 erfordert 500 € Einsatz — und davon nur Wetten mit Quote ≥ 1,50 oder 2,00.

Welche Anbieter auf der Whitelist welche Quote als Mindestgrenze setzen, ist nicht in jedem Einzelfall öffentlich dokumentiert. Wer ernsthaft einsteigt, liest die Aktionsbedingungen vor der ersten Einzahlung.

Wie man einen Anbieter auf der Whitelist prüft

Eine Lizenz prüfen kostet zwei Minuten und schützt vor einem Fehler, der im Streitfall nicht mehr heilbar ist.

Wer auf einer .com-Seite landet und über ein Werbebanner auf eine deutsche Seite weitergeleitet wird: nur die Domain zählt, die auf der Whitelist steht.

Was der Afrika-Cup 2027 von früheren Ausgaben unterscheidet

Drei strukturelle Punkte, die für Wettende relevant sind:

Das Format ab 2028

Ab der nächsten Ausgabe nach 2027 findet der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre statt. Damit verschiebt sich der Wettmarkt: Weniger Ausgaben heißt weniger Großereignisse, in denen Buchmacher ihre Quoten auf den Prüfstand stellen. Für Afrika-Cup-spezifische Sonderauswertungen wird der Rhythmus enger.

Drei Gastgeberländer

Die Ausgabe 2027 wird erstmals in drei ostafrikanischen Ländern parallel ausgetragen — Kenia, Tansania und Uganda. Das hat Konsequenzen für die Livewetten-Funktionen, weil nicht jeder Anbieter für jeden Spielort dieselbe Übertragungsqualität oder denselben Datenanbieter hat. Spielende, die auf Spielverläufe live wetten, vergleichen vor Turnierbeginn, welche Anbieter die relevanten Daten beziehen.

Drei Großmächte und ein weites Feld

Ägypten, Kamerun und Nigeria führen die Titelliste mit sieben, fünf und drei Titeln an. Senegal ist 2025/26 dazugekommen. Wer auf den Turniersieger tippt, baut entweder auf einen Favoriten mit niedriger Quote oder auf einen Außenseiter mit hoher Quote und entsprechend niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit. Der Turniersiegermarkt reflektiert diese Asymmetrie: Eine Quote von 6,00 auf den Favoriten entspricht einer Eintrittswahrscheinlichkeit von etwa 17 % — grob gerechnet, ohne Buchmachermarge.

Verträge unter fremder Lizenz: Was im Streitfall passiert

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gespielt hat und verliert, kann vor einem deutschen Gericht die Rückzahlung des Einsatzes fordern — und bekommt sie in einigen Fällen auch. Die Linie ist noch jung: Die Verfahren laufen über mehrere Instanzen; die EuGH-Entscheidung im Verfahren C-530/24 steht aus.

Bis dahin gilt für Spielende: Wer ohne Erlaubnis wettet, hat im Streitfall zwei Nachteile — kein deutsches Beschwerdeverfahren und keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS. Wer bei einem Whitelist-Anbieter wettet, hat die genannten Schutzmechanismen, dafür aber das gesetzliche 1.000-€-Monatslimit und die eingeschränkten Livewetten-Märkte.

Was diese Seite für wen leistet

Diese Seite ist kein Tippzettel und keine Prognose. Sie ordnet ein, vergleicht und rechnet. Wer eine konkrete Wette sucht, ist hier falsch; wer verstehen will, was eine Quote kostet, welche Anbieter auf der Whitelist stehen und welche Livewetten erlaubt sind, liest hier richtig. Wer eine konkrete Auswahl unter den zehn Anbietern treffen will, sortiert anhand der drei Sortierlinien, die oben stehen: Wer die Steuer selbst trägt, wer das breiteste Afrika-Cup-Programm hat und wer die modernste Livewetten-Funktion liefert.

Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zu Wettanbietern in Deutschland

Nach welchen Kriterien lässt sich ein Wettanbieter für den Afrika-Cup vergleichen, ohne Gewinne zu versprechen?

Auf vier Linien: Lizenzstatus auf der GGL-Whitelist, Tiefe des Afrika-Cup-Programms, Art der Wettsteuer und Funktionen wie Cash Out, Bet Builder und Live-Streaming. Eine Garantie auf Gewinne ist von keinem dieser Kriterien ableitbar — sie sind die Grundlage einer Auswahl, kein Versprechen.

Wann soll der Afrika-Cup 2027 stattfinden, und welche Ausgabe liegt zuletzt zurück?

Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 geplant und soll in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. Die letzte zurückliegende Ausgabe endete am 18. Januar 2026 mit dem 1:0-Sieg Senegals gegen Marokko in Marokko. Der übliche Rhythmus war zuletzt alle zwei Jahre; ab 2028 wechselt der Wettbewerb zu einem Vier-Jahres-Turnus.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der Whitelist der Glücksspielbehörde steht?

Die Whitelist steht auf glücksspiel-behoerde.de. Filter „Sportwetten“ setzen und den exakten Domain-Namen des Anbieters prüfen — Admiralbet.de, Tipico.de, Winamax.de und so weiter. Eine ähnliche Schreibweise oder eine andere Domain-Endung zählt nicht. Auf der Liste stehen das Erlaubnisdatum, nicht das Enddatum; Erlaubnisse werden auf fünf Jahre ausgestellt.

Wie unterscheidet sich der Umgang mit der Sportwettensteuer von 5,3 % zwischen Anbietern, und wie wirkt er sich auf die Quote aus?

Die Steuer wird vom Anbieter geschuldet und beträgt rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Ein Anbieter kann die Steuer selbst tragen, vom Einsatz abziehen oder vom Gewinn. Bei gleichem Bruttoeinsatz bleibt die Quote nur dann identisch, wenn der Anbieter die Steuer trägt — die anderen beiden Modelle senken die Nettorendite. Welche Variante ein Anbieter fährt, steht in dessen allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote sind bei Willkommensangeboten für Turnierwetten zu beachten?

Üblich sind ein Umsatzfaktor zwischen 3 und 8, eine Mindestquote zwischen 1,50 und 2,00 und eine Frist, in der die Bedingungen erfüllt sein müssen. Genaue Werte stehen in den Aktionsbedingungen des Anbieters zum Zeitpunkt der Anmeldung; ein generischer Wert lässt sich seriös nicht nennen. Wer das Angebot ablehnt, spart sich den Umsatz — viele Spielende tun das aus gutem Grund.

Warum zählt eine Lizenz aus Curaçao oder Malta für Wetten in Deutschland nicht als Nachweis?

Eine Lizenz aus einem anderen Land erlaubt das Anbieten in diesem Land, nicht in Deutschland. Der Glücksspielstaatsvertrag verlangt für jede in Deutschland angebotene Sportwette eine Erlaubnis der GGL. Anbieter mit ausländischer Lizenz dürften in Deutschland nicht aktiv sein, tun es aber überwiegend trotzdem; die Spielerin läuft dort ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne deutsche Beschwerdestelle. Die GGL warnt regelmäßig vor solchen Angeboten.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»