Die besten mobilen Wettanbieter: was die App in Deutschland taugt

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland per Smartphone wettet, kommt an einer Frage nicht vorbei: Hat dieser Anbieter überhaupt eine Erlaubnis? Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt auf ihrer Whitelist aktuell 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, und nur wer dort steht, fällt unter das deutsche Schutzregime. Alles andere spielt sich außerhalb von OASIS, LUGAS und der Rechtsdurchsetzung ab. Wer die Erlaubnis geklärt hat, kann anfangen, über Apps zu reden: Ladezeit, Wettschein, Live-Quoten, Cash Out, Zahlungswege. Beide Ebenen gehören zusammen, weil eine noch so flüssige App wertlos ist, wenn der Anbieter auf der falschen Seite der Whitelist steht.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Datenstand: Oktober 16, 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Was eine seriöse mobile Wett-App in Deutschland ausmacht

Eine Wett-App ist in Deutschland erst dann seriös, wenn der Veranstalter auf der Whitelist der GGL steht. Das ist die einzige verbindliche Prüfung; die Whitelist ist öffentlich, sie trägt das Datum des Stands und listet die erlaubten Domains mit dem jeweiligen Inhaber der Erlaubnis. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 führt für die hier besprochenen Anbieter Einträge mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, teils seit Herbst 2020, teils erst seit Ende 2023. Eine .de-Domain allein beweist nichts: Domains lassen sich registrieren, Erlaubnisse nicht.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Sobald die Erlaubnis geklärt ist, entscheiden vier Dinge darüber, wie gut eine App im Alltag funktioniert: die Übersicht auf dem Touchscreen, die Ladezeit bei Livewetten, der Wettschein mit seinen Teilschritten und die Stabilität auch bei Stoßzeiten rund um Bundesliga, Champions League oder Grand-Slam-Finale. Wer einen Anbieter nur an der Quote festmacht, übersieht, dass zwischen Tipp und Quittung fünf Bildschirme liegen können.

Mobile Webseite und native App sind nicht dasselbe. Native Apps, wie sie in den App-Stores liegen, können Kamera, Face ID und Push-Benachrichtigungen nutzen, sie laden vorab und reagieren auf Wischgesten; die mobile Webseite reicht für gelegentliche Wetten, kommt aber bei Livewetten mit vielen Märkten an ihre Grenzen. Wer regelmäßig wettet, landet fast immer bei der App.

Einordnung der mobilen Wettanbieter

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Whitelist-Eintrag, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet Whitelist-Eintrag, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport Whitelist-Eintrag, Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Whitelist-Eintrag, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Die Tabelle zeigt, wer in Deutschland Sportwetten per Smartphone anbieten darf, nicht, wer die beste App hat. Beides fällt erst in der Einzelbetrachtung auseinander.

Rechtslage: was die App dürfen muss und was sie nicht darf

Eine Wett-App in Deutschland unterliegt denselben Regeln wie der Webauftritt am Rechner. Das Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, setzt den Rahmen, die GGL überwacht ihn, das Finanzamt zieht die Wettsteuer ein. Drei Punkte prägen den Alltag in der App.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Erlaubnis und Whitelist. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle. Sie führt Domains und Inhaber, getrennt nach Erlaubnistyp. Wer eine Sportwetten-Erlaubnis hat, darf nicht automatisch Casino, Poker oder virtuelle Sportwetten anbieten, und wer eine Casino-Erlaubnis hat, darf keine Sportwetten vermitteln. Die hier besprochenen zehn Anbieter sind allesamt Veranstalter von Sportwetten; für Slots, Poker oder Live-Casino gelten andere Erlaubnisse.

Was gewettet werden darf. Der Katalog erlaubter Wetten steht in § 21 GlüStV. Erlaubt sind Einzel- und Kombiwetten auf das Endergebnis und auf Abschnittsergebnisse eines Ereignisses. Livewetten sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder vergleichbare Komponenten erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball: nein. Wetten auf untere Ligen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf regelwidrige Vorfälle und auf Sanktionen sind ausgeschlossen. Esports ist nach GGL-Auffassung kein Sport, lizenzierte Esports-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Schutzregeln, die auch in der App greifen. Spielen darf nur, wer volljährig ist. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Danach gilt ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € als Standard, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei; eine Anhebung ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbstauskunft reicht nicht. Parallelspiel ist verboten, geprüft über die LUGAS Aktivitätsdatei. Bei Registrierung und Login wird OASIS abgefragt, das bundesweite Sperrsystem. Der Panikbutton sperrt das Konto sofort für 24 Stunden. Offshore-Anbieter sind an dieses System nicht angeschlossen.

Verantwortungsvolles Spielen in der App

Die Schutzregeln, die auf der Webseite gelten, wirken in der App identisch. Wer mit dem Smartphone wettet, durchläuft dieselbe Altersprüfung, dieselbe OASIS-Abfrage, dasselbe Einzahlungslimit. Die App ist ein anderer Eingang zum selben Konto, nicht ein Nebenkonto mit gelockerten Regeln.

Das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat ist die wichtigste Größe. Es gilt pro Spielerin und Spieler über alle lizenzierten Anbieter hinweg. Wer bei einem Anbieter 700 € einzahlt, kann im selben Monat bei einem zweiten nur noch 300 € einzahlen. Die LUGAS Limitdatei macht diesen Verbund technisch sichtbar. Wer mehr einzahlen will, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen; eine Erhöhung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam, eine Senkung sofort.

OASIS fragt bei Registrierung und Login ab, ob ein Sperreintrag besteht. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die gesperrte Person selbst eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS eingetragen ist, wird weder auf der Webseite noch in der App Kunde. Der Panikbutton unterbricht den Spielbetrieb für 24 Stunden; er ersetzt keine Sperre, sondern schafft eine Atempause.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen. Es gibt keine zentrale Sperrdatei, kein übergreifendes Einzahlungslimit, keinen Rechtsanspruch auf Auszahlung im Streitfall. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, ein bekannter Fall war Platincasino. Auch die Sportwettensteuer wird dort fällig; dass ein Anbieter die Steuer abführt, ist kein Beleg für eine deutsche Erlaubnis.

Mobile Wett-Apps: Funktionen, die zählen

Was eine App leisten muss, zeigt sich am Bildschirm. Vier Bereiche entscheiden, ob das mobile Wetten funktioniert oder frustriert.

Wettschein. Ein anständiger Wettschein lässt sich auf dem Touchscreen mit einer Hand bedienen, zeigt Einsatz, mögliche Auszahlung und Wettsteuer in Echtzeit und schlägt passende Kombinationen vor, ohne den Bildschirm zuzukleben. Der „Wetten-Konfigurator+“ in der bet365-App bündelt etwa die beliebtesten Märkte ausgewählter Veranstaltungen zu einer Wette, was vor allem bei Turnieren hilft, deren Märkte sonst verstreut sind.

Livewetten und Quoten. Livewetten stehen unter dem Vorbehalt des § 21 Abs. 4 GlüStV: erlaubt ist nur das nächste Tor oder der nächste Satz, nicht der nächste Punkt. Wer in der App live wettet, sieht die Quote in der Bewegung; Latenz entscheidet, ob die Quote noch aktuell ist, wenn der Tip abgeschickt wird. Ladezeiten über zwei Sekunden kosten im Fußball zwischen Eckstoß und gegnerischem Konter bares Geld.

Cash Out. Cash Out ist keine Erfindung des GlüStV, sondern ein Produktmerkmal; der Gesetzgeber schweigt dazu. Es bedeutet: Der Anbieter kauft dem Spieler die offene Wette vor dem Ende ab. Bei MERKUR BETS funktioniert das nach Abgabe der Wette jederzeit über den gelben Cashout-Button in „Meine Wetten“, die Auszahlung erfolgt aber erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet sind. Wer Cash Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte diesen letzten Halbsatz lesen: Auszahlung am Ende, nicht beim Klick.

Livestreams. Livestreams sind in der App ein Vorteil, der ohne Stabilität nichts wert ist. bet365 überträgt nach eigener Beschreibung jedes Jahr Hundertausende Veranstaltungen, von unteren Ligen bis zu Grand-Slams; Betano streamt unter anderem LaLiga, FA Cup, NBA, EuroLeague, NFL und Tennis-Grand-Slams, allerdings erst ab einem Mindestguthaben für verifizierte Kunden. Die Bildqualität hängt am Gerät, die Rechte am Anbieter, und die Verfügbarkeit schwankt je nach Übertragungsrechten.

Zahlungswege. Erlaubt sind nur Zahlungsmittel auf ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Mittel, insbesondere Kryptowährungen und anonyme Prepaidkarten, sind ausgeschlossen. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen Bedingungen; bet365 nennt etwa Debitkarte, PayPal und paysafecard, Betano Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten, Sportwetten.de PayPal und Anmeldung per Face ID.

Die zehn mobilen Wettanbieter im Vergleich

Im Folgenden jeder Anbieter mit Erlaubnisstatus, App-Schwerpunkten und einer Einordnung. Die Reihenfolge ergibt sich aus der Whitelist, nicht aus einem Ranking; jeder Anbieter hat im Whitelist-Vergleich Stärken und Schwächen.

NEO.bet

NEO.bet gehört zu den frühen Inhabern einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis: Die Whitelist führt den Anbieter Greenvest Betting Limited mit erster Erlaubnis vom 9. Oktober 2020. Die App, im Store als „NEO.bet Sports Betting App“ geführt, beschreibt sich selbst als lizenzierter Anbieter mit deutscher Lizenz. Zum Funktionsumfang zählen Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout und Teil-Cashout. NEO.bet ist eine schlanke App, die das Grundprogramm abdeckt, ohne in jedem Turnierrandmarkt vertreten zu sein. Wer eine unaufgeregte Oberfläche sucht und mit dem Standardprogramm der Bundesliga, Champions League und der größeren Tennis-Turniere auskommt, ist hier richtig; wer Sondermärkte oder Livestreams erwartet, schaut besser weiter.

Betway

Betway tritt in Deutschland mit der Betway Limited auf, Whitelist-Eintrag seit dem 9. März 2021. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“. Angeboten werden Livewetten und Livestreams. Betway setzt im mobilen Auftritt stärker auf Live-Inhalte und Sportarten außerhalb des Fußballs; wer neben dem Mainstream auch Basketball, Eishockey oder Tennis-Live-Streams sucht, findet hier eher etwas. Die Benutzeroberfläche ist auf Live-Märkte hin optimiert, der Einstieg für Gelegenheitsnutzerinnen und Gelegenheitsnutzer ist etwas dichter als bei schlankeren Apps.

Tiptorro

Tiptorro firmiert in Deutschland unter der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta; Whitelist-Eintrag seit dem 30. Juni 2021. Die App „Tiptorro“ beschreibt sich im Store als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro gehört zu den Anbietern, die im Mainstream-Markt mitmischen, ohne in jedem Nischenmarkt sichtbar zu sein. Wer eine App sucht, die Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey in gewohnter Tiefe zeigt, ist hier richtig. Die App fällt weniger durch spektakuläre Extras auf als durch ein ruhiges, aufgeräumtes Wettschein-Design.

ODDSET

ODDSET ist seit dem 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwetten und führt das Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fort, online seit Anfang 2023. Whitelist-Eintrag mit Oddset Sportwetten GmbH seit dem 18. November 2020. ODDSET ist anders aufgestellt als die privaten Anbieter: Im Hintergrund stehen die Lotteriegesellschaften der Länder, das Vertriebsnetz reicht in die Annahmestellen. Die App richtet sich an Spielende, die ohnehin Lotterien spielen und Sportwetten als Ergänzung sehen. Das Wettprogramm ist breit, aber nicht so tief wie bei reinen Online-Sportwettenanbietern; für Spielerinnen und Spieler, die auf die deutsche Marke und einen heimischen Anbieter Wert legen, bleibt ODDSET eine ernsthafte Option.

VBet

VBet tritt in Deutschland unter SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta auf, Whitelist-Eintrag seit dem 5. Dezember 2023. Damit gehört VBet zu den neueren Erlaubnisinhabern. Die App deckt das Standardprogramm an Sportarten und Märkten ab und ist auf mobilem Standard aufgebaut. Wer einen Anbieter mit neuerer deutscher Erlaubnis sucht und weniger auf Bestandsbonus, sondern auf den laufenden Betrieb Wert legt, ist hier richtig; die App ist noch im Aufbau, was Stabilität und Markttiefe angeht, und eignet sich eher für klassische Wetten als für exotische Sondermärkte.

Sportwetten.de

Sportwetten.de gehört zur NetX Betting Limited; Whitelist-Eintrag seit dem 19. November 2020. Die App nennt im Store eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Anmeldung per Face ID. Das ist mehr Ausstattung als bei vielen Wettbewerbern: Face ID erspart das Eintippen des Passworts, der Live Match Tracker hilft bei Spielen ohne Livestream. Sportwetten.de richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die zwischen vielen Sportarten wechseln und auf dem Smartphone nicht nur Fußball, sondern auch Tennis, Basketball oder Eishockey im Blick behalten. Die App ist eines der besseren Beispiele dafür, was eine deutsche Wett-App 2026 an Komfort bieten kann.

Interwetten

Interwetten tritt in Deutschland unter Interwetten Gaming Limited auf, Whitelist-Eintrag seit dem 2. November 2020. Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ nennt im Store eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Interwetten gehört zu den älteren Marken am europäischen Markt und versucht, die Erfahrung aus den 1990er-Jahren in eine mobile Oberfläche zu übersetzen. Die App ist solide, die Quoten liegen in der Breite wettbewerbsfähig, das Design wirkt im Vergleich zu neueren Apps etwas nüchterner. Für treue Bestandskundinnen und Bestandskunden bleibt Interwetten eine Konstante.

MERKUR BETS

MERKUR BETS gehört zu Merkur Bets Malta Limited, Whitelist-Eintrag seit dem 6. November 2023. Die App ist kostenlos und nennt über 70 Sportarten mit mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten; sie enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Das ist der entscheidende Hinweis: Wer bei MERKUR BETS spielt, hat Slots und Sportwetten unter einem Dach, was Komfort bedeutet, aber auch die Anbieterstruktur des Glücksspielmarkts widerspiegelt. Cashout funktioniert nach Abgabe der Wette jederzeit, die Auszahlung erfolgt erst nach Ende aller Spiele des Wettscheins. Die App richtet sich an Spielende, die ohnehin Slots spielen und Sportwetten dazu nehmen; wer strikt trennen will, findet bei reinen Sportwettenanbietern eine schlankere Lösung.

888sport

888sport tritt in Deutschland unter 888 Germany Limited auf, Whitelist-Eintrag seit dem 30. Juni 2021. Die 888-Gruppe wird von der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehalten, die seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. Die App deckt das Standardprogramm an Sportarten ab und ergänzt es um Sonderfunktionen, die je nach Sport und Turnier verfügbar sind. 888sport richtet sich an Spielerinnen und Spieler, die einen etablierten internationalen Anbieter mit deutscher Erlaubnis suchen. Die App ist nicht die schlankste am Markt, dafür aber in der Breite solide; wer auf eine börsennotierte Konzernmutter Wert legt, hat hier ein Argument.

bpremium

bpremium tritt in Deutschland unter Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta auf, eingetragen unter der Registernummer C92799. Whitelist-Eintrag seit dem 9. Oktober 2020. bpremium gehört zu den Marken, die im Hintergrund mit einem internationalen Buchmacher verbunden sind und in Deutschland unter eigenem Namen auftreten. Die App deckt das Standardprogramm an Fußball, Tennis und den übrigen Mainstream-Sportarten ab; für Nischenmärkte ist sie weniger aufgestellt als die größeren Wettbewerber. bpremium passt zu Spielerinnen und Spielern, die einen klassischen britisch geprägten Buchmacher mit deutscher Erlaubnis suchen und auf den üblichen Wettkomfort Wert legen.

Worauf es bei der Auswahl einer mobilen Wett-App ankennzeichnet

Vier Fragen helfen, die Vorauswahl zu schärfen, bevor ein Anbieter heruntergeladen wird.

Welche Sportarten und Märkte deckt die App ab? Wer hauptsächlich Bundesliga wettet, ist mit jeder der zehn Apps bedient. Wer Tennis-Grand-Slams, Champions League, NBA, NFL oder Eishockey-Ligen in der Breite spielt, sollte auf Livestream-Angebote achten, denn die entscheiden, ob man die App im Alltag öffnet oder doch den Rechner vorzieht.

Wie schnell und stabil ist die App? Eine App, die bei Livewetten zwei Sekunden zum Laden braucht, kostet Quote. Vor der Anmeldung lohnt sich ein Blick auf den Store: Nutzerbewertungen, Versionshistorie und letzte Updates verraten, ob die App gepflegt wird. Wer mit älteren Geräten unterwegs ist, sollte zudem prüfen, ob die App auch im mobilen Browser funktioniert, falls der Speicher eng wird.

Welche Zahlungswege werden angeboten? Erlaubt sind nur Zahlungen auf ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet. Anonyme Mittel sind ausgeschlossen. Wer auf PayPal, Apple Pay, Google Pay oder Klarna Sofortüberweisung angewiesen ist, prüft am besten vor der Anmeldung, ob der Anbieter diese Wege führt. Sportwetten.de nennt PayPal und Face ID, Betano nennt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten.

Wie sind Cash Out, Livestream und Bonus geregelt? Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, der Gesetzgeber schweigt dazu. Wer Cash Out als Sicherheitsnetz versteht, sollte die AGB lesen: Manche Anbieter zahlen erst nach Ende aller Spiele des Wettscheins aus. Livestreams setzen oft ein verifiziertes Konto und ein Mindestguthaben voraus. Boni gibt es nur, wenn der Anbieter sie anbietet, und ihre Umsatzbedingungen stehen in den AGB.

Sportwettensteuer in der App: 5,3 %, aber nicht vom Spieler zu zahlen

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingesetzten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielerinnen und Spieler weitergibt, steht in dessen Bedingungen. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote, wieder andere tragen sie selbst. Eine pauschale Aussage „die App zieht 5,3 % vom Einsatz ab“ ist ungenau; korrekt sind 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, regeln die jeweiligen Bedingungen. Genaues steht in den AGB.

Wer die Auszahlung einer Wette prüft, rechnet daher am besten mit dem Bruttoeinsatz und der angezeigten Auszahlung. Der Unterschied zwischen Einsatz und Auszahlung ist die Marge des Anbieters zuzüglich der Steuer, soweit der Anbieter sie weitergibt. Wer den Markt vergleicht, vergleicht Auszahlungen, nicht Sätze.

Mobile Boni: was die Werbung verschweigt

Die Werbung verspricht oft einen Willkommensbonus in Höhe des ersten Einzahlungsbetrags, 100 % oder mehr, und klingt nach geschenktem Geld. Die Rechnung öffnet sich in den Umsatzbedingungen, und dort zeigt sich, was der Bonus tatsächlich kostet.

Erstens: Umsatzfaktor. Wer 100 € Bonus erhält und den Bonus 5-fach umsetzen muss, muss 500 € an Wetten platzieren, bevor eine Auszahlung möglich ist. Manche Anbieter beziehen das Deposit mit ein, dann sind es 1.000 € Umsatz.

Zweitens: Mindestquote. Wetten unter einer Mindestquote von 1,50 oder 2,00 zählen nicht zum Umsatz; wer mit niedrigen Quoten spielt, läuft Gefahr, den Bonus nicht freizuspielen.

Drittens: Frist. Üblich sind 30 bis 90 Tage; wer die Frist versäumt, verliert Bonus und Gewinne.

Viertens: Maximaler Gewinn. Manche Anbieter begrenzen den auszahlbaren Gewinn aus einem Bonus auf das Fünf- oder Zehnfache des Bonus; alles darüber verfällt.

Wer einen Bonus annimmt, sollte diese vier Zahlen kennen. Wer ohne Bonus spielt, lässt sich diese Rechnung sparen und zahlt den Einsatz ohne Umsatzfaktor.

Häufig gestellte Fragen

Woran erkenne ich, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt auf ihrer Website die Whitelist, die einzige verbindliche Quelle. Die Liste nennt den Anbieter, die Domain und das Datum der Erlaubnis. Wer dort steht, unterliegt dem deutschen Schutzregime, wer nicht dort steht, nicht. Eine .de-Domain oder die Nennung einer ausländischen Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan reicht nicht.

Gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat auch in der App?

Ja. Das Limit gilt pro Spielerin und Spieler über alle lizenzierten Anbieter hinweg und wird über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt. Wer bei einem Anbieter 700 € eingezahlt hat, kann im selben Monat bei einem zweiten nur noch 300 € einzahlen. Eine Anhebung über 1.000 € ist nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbstauskunft reicht nicht; die Anhebung wird frühestens nach sieben Tagen wirksam.

Was ist bei Livewetten in der App erlaubt und was nicht?

Erlaubt sind während eines laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Fußball geht das nächste Tor, im Tennis der nächste Satz, nicht aber der nächste Punkt; im Basketball ist auch der nächste Korb ausgeschlossen. Wetten auf untere Ligen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf regelwidrige Vorfälle und auf Sanktionen sind ohnehin verboten.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht von der Spielerin oder dem Spieler. Wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote, wieder andere tragen sie selbst. Wer Auszahlungen vergleicht, vergleicht Bruttoeinsatz und angezeigte Auszahlung; die Differenz enthält die Marge und gegebenenfalls die Steuer.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps zur Verfügung und welche Regel gilt?

Erlaubt sind nur Zahlungsmittel auf ein Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Mittel wie Kryptowährungen oder Prepaidkarten ohne Identitätsprüfung sind ausgeschlossen. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen Bedingungen; häufig genannt werden Debitkarte, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofortüberweisung und Kreditkarte.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»