Cricketwetten in Deutschland – Anbieter, Formate und Kosten im Überblick

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein weites grünes Cricketfeld mit einem hellen Streifen in der Mitte, tief stehende Sonne, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Wer in Deutschland auf Cricket wetten will, bewegt sich in einer Nische. Cricket ist hierzulande keine Massensportart, die Wettprogramme der Anbieter sind schmaler als beim Fußball, und die Lizenzlage setzt den Rahmen: Nur wer eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzt, darf hier wetten lassen. Wer trotzdem bei einem Anbieter ohne diese Erlaubnis spielt, spielt ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne deutsche Aufsicht.

Wer auf Cricket wetten will, findet hier Informationen zu den Kosten und Rahmenbedingungen in Deutschland. Der Überblick erläutert, welche lizenzierten Anbieter Cricket ins Programm aufnehmen, welche Spielformate den Markt bestimmen, wie sich Wettsteuer und Margin auf den Ertrag auswirken und was Test-Match, ODI und T20 für Wettende bedeuten.

Lizenzierte Cricket-Anbieter in Deutschland: Wer Cricket im Programm führt

Die folgende Übersicht zeigt Anbieter, die zum Stichtag der GGL-Whitelist vom 02.10.2026 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen. Ob ein Anbieter Cricket-Quoten anbietet, ist eine andere Frage – die Erlaubnis deckt das Recht, Sportwetten zu veranstalten, nicht die Pflicht, jede Sportart ins Programm aufzunehmen.

Ein Cricketschläger aus hellem Holz und ein roter Lederball liegen auf kurzem Rasen, weiches Abendlicht.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.
Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico Whitelist-Eintrag, Tipico Co. Limited (Malta) 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag, ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Greenvest Betting Limited (Malta) 09.10.2020
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag, NetX Betting Limited (Malta) 19.11.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020
Betway Whitelist-Eintrag, Betway Limited (Malta) 09.03.2021
888sport Whitelist-Eintrag, 888 Germany Limited (Gibraltar-Holding) 30.06.2021
Tiptorro Whitelist-Eintrag, Torro Tec Limited (Malta) 30.06.2021
DAZN Bet Whitelist-Eintrag, DZBT Operations Limited (Malta) 22.08.2023

Nicht jeder Eintrag auf der Whitelist garantiert ein vollständiges Cricket-Programm. Die Erlaubnis bezieht sich auf Sportwetten allgemein; welche Disziplinen ein Anbieter tatsächlich quotiert, zeigt sein Wettprogramm. Wer auf Cricket wetten will, prüft das Programm vor der Kontoeröffnung – eine pauschale Aussage „Anbieter X hat Cricket“ lässt sich aus der Whitelist allein nicht ableiten.

Die Erlaubnis wurde jeweils als Erst- oder Folgeerlaubnis erteilt; eine Folgeerlaubnis löste die erste ab und verlängerte die Geltungsdauer. Die Whitelist führt keine Endtermine – die genannten Daten sind die der Erteilung.

Was Cricketwetten in Deutschland ausmacht: Formate, Dauer und Quotenstruktur

Cricket unterscheidet sich von jeder europäischen Mannschaftssportart durch seine Spielstruktur. Zwei Mannschaften mit je elf Spielern stehen sich gegenüber, ein Ball, ein Schläger, ein Spielfeld von ovaler Form mit einer zentralen Pitch. Ein Over umfasst sechs reguläre Bälle; ein Innings ist der Durchgang einer Mannschaft, bis sie „all out“ ist oder die Over-Zahl voll ist.

Die drei relevanten Spielformate für Wettmärkte:

Die Quotenstruktur unterscheidet sich zwischen den Formaten erheblich. T20-Spiele sind kürzer und haben weniger Variablen; die Margins der Buchmacher sind hier oft enger. Test-Matches bieten mehr Wettmöglichkeiten, aber die Wahrscheinlichkeitsverteilungen sind breiter, und die Margin fällt tendenziell höher aus.

Ein Spiel kann als „Tie“ enden, wenn alle Innings beendet sind und die Punktzahl gleich ist – das gilt als extrem selten. Häufiger ist der „Draw“ bei Test-Matches: Die Zeit läuft ab, bevor alle Innings absolviert sind. Für Wettmärkte bedeutet das: Bei Test-Matches ist „Draw“ eine reguläre dritte Option, bei ODI und T20 gibt es nur Sieg oder Niederlage.

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode: Wenn das Wetter das Ergebnis kippt

ODI- und T20-Spiele sind auf eine feste Over-Zahl angelegt. Wird ein Spiel durch Regen unterbrochen, stellt sich die Frage: Wie viele Runs braucht die zweite schlagende Mannschaft, um zu gewinnen, wenn weniger Overs zur Verfügung stehen? Die Antwort liefert die Duckworth-Lewis-Stern-Methode (DLS).

Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie den Namenszusatz „Stern“ nach dem Statistiker Steven Stern. Die Grundregel: In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet – es sei denn, ein Team ist bereits all out oder hat das Ziel früher erreicht.

Für Wetten bedeutet das: Wettscheine auf „Match Winner“ werden bei „No Result“ in der Regel storniert und der Einsatz zurückgebucht. Livewetten, die vor der Unterbrechung abgeschlossen wurden, werden nach DLS-Regel behandelt – das angepasste Ziel ersetzt das ursprüngliche. Wer auf Cricket live wettet, sollte wissen, dass DLS das Ergebnis nachträglich verändert, nicht erst am Spielende.

Die Rechtslage: Warum die GGL-Whitelist die einzige Prüfung ist

Cricketwetten in Deutschland sind kein rechtsfreier Raum. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), in Kraft seit dem 1. Juli 2021, regelt die Erlaubnispflicht für Sportwetten im Internet. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV und führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holztisch vor einem Fenster, weiches Tageslicht, daneben ein leeres Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist ist die einzige verlässliche Prüfung, ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbieten darf. Sie enthält zum Stand 02.10.2026 30 Einträge – 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis, und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber ein .de-Auftritt allein beweist nichts: Ohne Whitelist-Eintrag fehlt die Erlaubnis.

Was eine Erlaubnis bedeutet:

Was eine Erlaubnis nicht bedeutet:

Der laufende BGH-Vorlagefall: Tipico und die Rückforderung alter Einsätze

Eine offene Frage beschäftigt die Branche: Können Spieler, die vor der Regulierung bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis gespielt haben, ihre Einsätze zurückfordern? Der Bundesgerichtshof hat diese Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23). Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.

Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) halten es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Was das für den Wettenden bedeutet: Wer in der Vergangenheit bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis gespielt hat, kann prüfen lassen, ob eine Rückforderung möglich ist. Wer aktuell spielt, sollte nur bei Whitelist-Anbietern spielen – dann stellt sich die Frage nicht.

Spielerschutz in Deutschland: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit

Die deutsche Regulierung setzt dem Spielen harte Rahmenbedingungen. Sie sind kein Bonus, sondern Pflicht – und sie kosten den Anbieter Flexibilität, die ein Offshore-Anbieter nicht hat.

Altersgrenze: Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter muss das Alter verifizieren.

Konto und Verifizierung: Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt (§ 6a). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen ermöglichen.

Einzahlungslimit: Das übergreifende Monatslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Wer ein höheres Limit will (bis 10.000 €), muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen – eine Selbsterklärung reicht nicht. Zwischen 10.000 € und 30.000 € darf ein Anbieter maximal 1 % seiner aktiven Spieler einstufen. Eine Senkung des Limits gilt sofort; eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Paralleles Spiel: Verboten (§ 6h). Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt, ob ein Spieler bei einem anderen Anbieter aktiv ist – Doppelbuchungen werden technisch verhindert.

OASIS (Spielersperrsystem): Bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login geprüft wird (§§ 8, 8a). Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige oder die Behörde ist ebenfalls möglich.

Panikbutton: Ein Sofort-Sperre für 24 Stunden (§ 6i Abs. 3). Ein Klick, und der Zugang ist blockiert – ohne Wartezeit, ohne Begründung.

Zahlungen: Nur vom eigenen Konto bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Krypto, anonyme Prepaid-Karten – sind ausgeschlossen. Das schließt Bitcoin und ähnliche Coins als Einzahlungsweg bei lizenzierten deutschen Anbietern aus.

Spielergelder: Liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Offshore-Anbieter haben an keinem dieser Systeme teil. Kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht. Wer dort spielt, spielt ohne diese Schutzschicht – und mit höheren Limits, aber ohne jede deutsche Rückendeckung.

Cricket-Wettmärkte: Was ein Anbieter quotiert – und was nicht

Welche Cricket-Märkte ein Anbieter ins Programm nimmt, entscheidet er selbst. Die GGL-Erlaubnis verpflichtet nicht zur Aufnahme jeder Sportart. Aus der Praxis der lizenzierten Anbieter zeigt sich: Ein vollständiges Cricket-Programm mit Test-Match-Quoten, ODI-Märkten und T20-Ligen ist selten. Wer auf Cricket wetten will, prüft das Wettprogramm des Anbieters vor der Registrierung.

Typische Märkte, die bei einem ausgebauten Cricket-Programm vorkommen:

Die Vielfalt der Märkte hängt vom Format ab. T20-Spiele bieten weniger Innings, dafür schnellere Ergebnisse und mehr Livewetten-Optionen. Test-Matches bieten Session-Wetten, die bei kürzeren Formaten keinen Sinn ergeben.

Livewetten auf Cricket: Was erlaubt ist und was nicht

Die GGL erlaubt Livewetten nach § 21 Abs. 4 GlüStV – aber nur eingeschränkt. Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf eine „nächste“ Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Komponenten selten sind.

Was das für Cricket bedeutet: Eine Livewette auf „nächstes Wicket“ ist denkbar, wenn Wickets seltene Ereignisse sind – in einem T20-Innings fallen sie häufig, in einem Test-Match-Innings können Dutzende Runs ohne Wicket fallen. Die Einordnung ist nicht trivial und hängt von der konkreten Spielsituation ab. Wichtig ist: Wetten auf „nächsten Ball“ oder „nächsten Run“ sind in der Regel nicht zulässig – das wären Wetten auf mikroskopische Ereignisse, die der GlüStV nicht abdeckt.

Cash-out ist keine regulatorische Frage. Keine GGL-Vorschrift regelt Cash-out; es ist eine Produktfunktion, die jeder Anbieter nach eigenem Ermessen anbietet oder nicht. Wer Cash-out nutzt, akzeptiert die Quote, die der Anbieter zum Zeitpunkt der Auszahlung stellt – und die liegt unter dem Wert, den eine Wette bei natürlichem Ausgang hätte.

Die Auszahlung berechnen: Einsatz, Quote und Steuer

Eine Wette zahlt sich nach einer einfachen Formel aus:

> Auszahlung = Einsatz × Quote > Reingewinn = Einsatz × (Quote − 1)

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Einzelwetten zu einer Gesamtquote. Eine Dreier-Kombi mit Quoten 1,80, 2,10 und 1,95 hat die Gesamtquote 1,80 × 2,10 × 1,95 = 7,371. Ein Einsatz von 10 € bringt bei Gewinn 73,71 € zurück, der Reingewinn beträgt 63,71 €.

Die deutsche Sportwettensteuer (Wettsteuer) wird nach §§ 16-25 RennwLottG erhoben. Der Steuersatz beträgt 5,3 % – berechnet auf den „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also effektiv 5,3 / 105,3 ≈ 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer ist Sache des Veranstalters, nicht des Wettenden. Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, steht in dessen AGB.

Zwei Modelle sind verbreitet:

Welches Modell gilt, ist Anbietersache. Wer rechnen will, liest die AGB oder prüft den Wettschein vor der Bestätigung.

Was eine Quote wirklich bedeutet: Margin und Auszahlungsschlüssel

Der Buchmacher baut in jede Quote eine Marge ein. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt bei fairen Quoten zurückzahlen würde:

> Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ) > Margin = 1 − Auszahlungsquote

Ein Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 hat:

Bei 5 % Margin fließen 95 Cent jedes eingesetzten Euro zurück. Für 100 € Einsatz auf einem Zwei-Wege-Markt bei 1,90/1,90 zahlt der Markt im statistischen Mittel 95 € aus. Der Buchmacher behält 5 €.

Die Margin ist der Preis, den der Wettende für die Wette zahlt. Ein Markt mit 3 % Margin ist günstiger als einer mit 7 %. Die Margins variieren zwischen Formaten, Anbietern und Märkten – T20-Spiele haben oft engere Margins als Test-Matches, Hauptmärkte (Match Winner) sind oft enger als Spezialmärkte (Method of Dismissal).

Für eine konkrete Wette bedeutet das: Wer 10 € auf Quote 1,90 setzt, gewinnt 9 € – brutto. Nach Wettsteuer (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags) und nach Berücksichtigung der Margin über viele Wetten bleibt ein Erwartungswert, der unter dem Einsatz liegt. Die Buchmacher-Marge ist der Grund, warum dauerhaftes Gewinnen beim Wetten extrem schwer ist.

Die zehn lizenzierten Anbieter im Einzelnen

Die folgenden Abschnitte beschreiben die zehn lizenzierten Anbieter, die die GGL-Whitelist am 02.10.2026 führt. Jeder Anbieter hat eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis; die Beschreibung konzentriert sich auf das, was die Lizenz und das öffentlich bekannte Profil jedes Anbieters ausmacht – nicht auf Werbeversprechen.

Tipico

Tipico Co. Limited, ansässig in Malta, betreibt Tipico seit der Erst-Erlaubnis vom 09.10.2020. Die Folgeerlaubnis wurde am 09.12.2022 erteilt. Tipico gehört zu den bekanntesten deutschen Wettanbietern; die App „Tipico Sportwetten“ wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, mit Cash-Out-Funktion und Live-Wetten während laufender Spiele.

Cricket-Programm: Tipico führt ein breites Sportwetten-Programm, aber Cricket ist nicht in allen Saisons prominenter Bestandteil. Wer auf Cricket wetten will, prüft das Wettprogramm vorab. Fazit: Ein etablierter Anbieter mit deutscher Lizenz und Fokus auf Fußball – Cricket ist möglich, aber nicht der Kern des Angebots.

ODDSET

ODDSET Sportwetten GmbH, deutsch, mit Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Die Erst-Erlaubnis wurde am 18.11.2020 erteilt. ODDSET gehört zum Portfolio der staatlichen Lotteriegesellschaften und ist über stationäre Annahmestellen sowie online verfügbar. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale).

Cricket-Programm: ODDSET ist auf deutsche Sportarten fokussiert; Cricket spielt im Programm eine untergeordnete Rolle. Verdict: Wer Cricket wetten will, findet bei ODDSET selten ein vollständiges Angebot – der Anbieter ist auf Bundesliga, DFB-Pokal und deutsche Ligen ausgerichtet.

NEO.bet

Greenvest Betting Limited (Malta) betreibt NEO.bet. Erst-Erlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Fußball und exotischere Märkte; das Programm variiert saisonal.

Cricket-Programm: In Cricket-starken Phasen (WM, IPL) kann NEO.bet Cricket-Märkte anbieten, in schwachen Phasen ist das Angebot ausgedünnt. Verdict: Für experimentierfreudige Wettende, die auch exotischere Sportarten schätzen – wenn Cricket im Programm ist, sind die Quoten oft konkurrenzfähig.

Sportwetten.de

NetX Betting Limited (Malta) betreibt Sportwetten.de. Erst-Erlaubnis 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Der Name ist Programm: Der Anbieter fokussiert auf Sportwetten ohne Casino- oder Poker-Beimischung im Hauptangebot.

Cricket-Programm: Wie bei den meisten deutschen Anbietern ist Cricket kein Hauptbestandteil; das Angebot konzentriert sich auf Mainstream-Sportarten. Verdict: Wer einen spezialisierten Sportwetten-Anbieter ohne Casino-Ablenkung sucht, ist hier richtig – Cricket-Nischen sind aber nicht garantiert.

Interwetten

Interwetten Gaming Limited (Malta) betreibt Interwetten. Erst-Erlaubnis 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Interwetten gehört zu den älteren europäischen Wettanbietern und war vor der deutschen Regulierung bereits am Markt.

Cricket-Programm: Interwetten bietet historisch ein breiteres Programm an Nischensportarten als viele Konkurrenten. Cricket-Quoten sind möglich, aber nicht garantiert verfügbar. Fazit: Ein traditionsreicher Anbieter, bei dem sich ein Blick ins Wettprogramm vor der Anmeldung besonders lohnt.

Betway

Betway Limited (Malta) betreibt Betway. Erst-Erlaubnis 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Die App „Betway Sports“ bietet Cash-Out (grünes Symbol unter „Meine Wetten“) und einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert (Konfigurator+).

Cricket-Programm: Betway hat international ein Cricket-Programm; in Deutschland ist es abhängig von der Saison verfügbar. Verdict: Für Wettende, die Cash-Out-Flexibilität schätzen und einen Anbieter mit internationalem Sportprofil suchen – Cricket ist im Programm, wenn die Saison läuft.

888sport

888 Germany Limited, Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, betreibt 888sport. Die Holding ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Erst-Erlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022.

Cricket-Programm: 888sport bietet international ein Cricket-Angebot; das deutsche Programm ist im Vergleich schmaler. Fazit: Ein börsennotierter Anbieter mit internationalem Profil – Cricket ist saisonal verfügbar, steht aber nicht im Hauptfokus.

Tiptorro

Torro Tec Limited (Malta) betreibt Tiptorro. Erst-Erlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Die App „Tiptorro“ wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter“ unter GGL-Aufsicht beschreibt.

Cricket-Programm: Tiptorro konzentriert sich stark auf den deutschsprachigen Markt; Cricket ist möglich, aber nicht der Schwerpunkt des Programms. Fazit: Ein Anbieter mit Fokus auf den deutschen Markt und GGL-Aufsicht – Cricket ist hier eher eine Ergänzung.

DAZN Bet

DZBT Operations Limited (Malta) betreibt DAZN Bet. Erst-Erlaubnis 22.08.2023 – damit ist DAZN Bet einer der jüngeren lizenzierten Anbieter in Deutschland. Der Name verweist auf die Verbindung zum Sportstreaming-Anbieter DAZN.

Cricket-Programm: DAZN Bet ist neu am Markt; das Cricket-Programm ist im Aufbau. Verdict: Für Wettende, die eine Verbindung zum DAZN-Ökosystem schätzen – Cricket ist möglich, aber das Angebot ist noch nicht so breit wie bei etablierten Anbietern.

Turnier-Kalender: Wann Cricket-Wetten in Deutschland verfügbar sind

Cricket ist eine Sommersportart, und die Wettprogramme der lizenzierten Anbieter folgen dem internationalen Turnier-Kalender. Die wichtigsten Termine:

Cricket World Cup (Männer, 50-Over-Format): Alle vier Jahre, seit 1975 ausgetragen, Rekordsieger Australien mit sechs Titeln. Die Austragung 2023 in Indien gewann Australien. Die nächste Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Während des World Cups ist das Cricket-Programm der Anbieter am breitesten.

Twenty20 World Cup (ICC): Kompaktes Format, hohe Wettdichte. Die Indian Premier League (IPL) ist ein Beispiel für eine nationale T20-Liga mit internationalen Spielern; sie läuft jährlich über mehrere Wochen und ist für Wettende der beständigste Cricket-Wettanlass.

The Ashes (Test-Match-Serie England gegen Australien): Alle zwei Jahre, mit langer Tradition. Test-Match-Serien wie die Ashes bieten Session-Wetten und Draw-Märkte, die bei kürzeren Formaten nicht existieren.

Bilateral Series: Länderspiel-Serien zwischen den Test-Nationen (England, Australien, Indien, Pakistan, Südafrika, Neuseeland, Sri Lanka, Bangladesch, West Indies) finden ganzjährig statt. Das Wettangebot variiert nach Bedeutung der Serie.

Wer Cricket dauerhaft verfolgen will, richtet sich am ICC-Kalender aus. Die meisten Anbieter ergänzen ihr Cricket-Programm Wochen vor einem Großereignis und reduzieren es danach.

Das Finale 2019: Warum ein Cricket-Spiel unentschieden enden kann

Das Finale des Cricket World Cup 2019 steht als Kuriosum in der Sportgeschichte. Nach 50 Overs stand es 241:241; im Super Over (einem zusätzlichen Over pro Mannschaft als Tiebreaker) erzielten beide Teams 15 Runs. England gewann anhand der Zahl der Boundaries (geschlagene Schläge, die den Boden oder die Spielfeldbegrenzung erreichen).

Für Wettende ist das ein Beispiel dafür, warum Cricket-Märkte ungewöhnliche Ausgänge haben. Wer auf England vor dem Super Over wettete, hatte eine Wette, die nach den normalen Regeln nicht entschieden werden konnte – und nach den Boundary-Regeln doch entschieden wurde. Solche Szenarien sind selten, aber sie zeigen: Cricket-Wetten sind nicht immer mit dem einfachen Ja/Nein eines Fußballspiels zu vergleichen.

Werbe- und Bonusregeln: Was erlaubt ist und was nicht

Der GlüStV 2021 regelt die Werbung für Glücksspiel streng. Für Sportwetten gilt:

Für Boni enthält der GlüStV keine Vorschrift, die Höhe, Umsatz oder Mindestquoten festlegt. Das bedeutet: Jeder Anbieter legt seine Bonusbedingungen selbst fest – und sie stehen in dessen AGB. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist kennen, bevor er spielt.

Ein vollständiger Vergleich der Bonusbedingungen aller zehn Anbieter ist hier nicht möglich – die Angebote ändern sich, und die Bedingungen variieren. Wer einen Bonus sucht, liest die AGB des Anbieters, bei dem er spielt.

Steuern für den Wettenden: Was vom Gewinn übrig bleibt

Die Wettsteuer ist Sache des Veranstalters, nicht des Wettenden – das sagt § 19 RennwLottG. Die 5,3 % werden vom Anbieter an das Finanzamt abgeführt, nicht vom Spieler. Was der Anbieter damit macht, ist seine Sache.

Für die Einkommensteuer des Wettenden gilt: Gewinne aus Sportwetten sind bei privaten Spielern nicht als sonstige Einkünfte zu versteuern, soweit sie nicht über den Bereich der reinen Vermögensverwaltung hinausgehen. Die Frage, wann ein Wettender zum „gewerblichen“ Wettenden wird, ist eine Frage des Einzelfalls – das Finanzamt und die Rechtsprechung ziehen die Grenze dort, wo ein Wettender planmäßig, mit professionellem Aufwand und mit Gewinnabsicht über einen längeren Zeitraum wettet. Wer nur gelegentlich spielt, muss seine Gewinne in der Regel nicht versteuern. Wer regelmäßig und systematisch wettet, sollte einen Steuerberater fragen.

Häufige Fragen zu Cricketwetten in Deutschland

Cricketwetten sind in Deutschland legal, wenn der Anbieter eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL besitzt. Die Whitelist der GGL führt die zugelassenen Anbieter; nur dort gelistete Domains dürfen hier Sportwetten – einschließlich Cricket – anbieten. Ein .de-Auftritt allein ist kein Nachweis; ohne Whitelist-Eintrag fehlt die Erlaubnis und das Angebot ist unerlaubt.

Was unterscheidet Test-Match, ODI und T20 für Wettmärkte?

Test-Matches dauern bis zu fünf Tage mit zwei Innings pro Mannschaft; sie bieten Draw-Wetten, Session-Wetten und eine breitere Marktstruktur. ODIs haben 50 Overs pro Innings, ein Ergebnis an einem Tag, und keine Draw-Option. T20 hat 20 Overs pro Innings und ist das schnellste Format mit den meisten Livewetten-Möglichkeiten, aber den wenigsten Spezialmärkten pro Spiel. Die Margins variieren: T20 oft enger, Test-Matches oft weiter.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode auf eine Wette aus?

DLS berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft bei wetterbedingten Unterbrechungen in Limited-Overs-Spielen. Wird das Spiel als „No Result“ gewertet – weniger als 20 Overs in ODIs, weniger als 5 in T20 –, werden die meisten Wettscheine storniert und der Einsatz zurückgebucht. Livewetten werden nach DLS-Regel behandelt; das angepasste Ziel ersetzt das ursprüngliche. Die Methode gilt seit 2014 in der Form Duckworth-Lewis-Stern.

Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?

Die GGL erlaubt Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf eine „nächste“ Komponente, und nur in Sportarten, in denen solche Komponenten selten sind. Cricket-Livewetten auf „nächstes Wicket“ oder „nächstes Over“ bewegen sich in einem Graubereich; Mikrowetten auf den nächsten Ball oder nächsten Run sind in der Regel nicht erlaubt. Cash-out ist keine regulatorische, sondern eine Produktfrage und unterliegt der AGB des Anbieters.

Wie entsteht eine Cricket-Prognose, und warum ist kein Wetttipp sicher?

Eine Cricket-Prognose kombiniert Teamform, Spielerform, Wetter, Platzverhältnisse und Head-to-Head-Daten. Buchmacher-Quoten spiegeln die kollektive Einschätzung wider, eingepreist in die Margin. Kein Wetttipp ist sicher: Cricket hat hohe Varianz – ein einzelner Wicket, ein Regenschauer, ein Fehler im Feld kann den Ausgang kippen. Die DLS-Methode, Tiebreaker wie das Finale 2019 und die schiere Länge von Test-Matches zeigen, dass Überraschungen zum Sport gehören.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Wettsteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Reingewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Die Wettsteuer von 5,3 % wird auf den Einsatz minus die Steuer selbst berechnet (≈ 5,03 % effektiv) und vom Veranstalter an das Finanzamt abgeführt. Ob der Anbieter die Steuer vom Einsatz oder vom Gewinn abzieht, ist in dessen AGB geregelt. Wer rechnen will, prüft die AGB oder den Wettschein vor der Bestätigung.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»