Roland Garros Wetten 2026 – die Anbieter im Überblick
Ladevorgang...
Die French Open 2026 sind gespielt, vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 wurde im Stade Roland Garros aufgeschlagen, Alexander Zverev holte den Titel bei den Herren, Mirra Andrejewa bei den Damen. Wer jetzt noch über die Ausgabe 2026 nachdenkt, blickt auf abgeschlossene Wetten, abgerechnete Quoten und einen Sandplatz, der seine eigenen Gesetze hat. Wer nach vorn plant, blickt auf die Ausgabe 2027, deren Termin die Tour in den nächsten Wochen setzen wird. Was bleibt, ist die Frage, wer in Deutschland überhaupt mitwetten darf und was die Quoten in Euro wirklich hergeben, wenn die Marge schon mit eingepreist ist. Diese Seite geht genau das durch: die Regeln der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, das Wettprogramm der zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis und das, was eine Quote auf einen Sandplatzmatch am Ende bedeutet.

Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Spielplan und Besonderheiten der French Open
Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Sand. Der Belag heißt Terre battue, er ist langsamer als Hartplatz und Rasen, der Ball springt höher ab, Ballwechsel dauern länger, Aufschlagvorteile schrumpfen. Für Wetten heißt das: ein Spieler, der auf Sand eine Quote von 1,80 hat, trägt auf Hartplatz eher 1,60, die Unterschiede zwischen den Belägen schlagen sich also unmittelbar in den Quoten nieder. Wer Quoten vergleicht, sollte den Belag mitdenken, sonst vergleicht er Äpfel mit Birnen.

Der Spielplan folgt seit Jahrzehnten demselben Rhythmus. Die Herren spielen über drei Gewinnsätze, die Damen über zwei, bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf diesen Modus einigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022. Für Live-Wetten hat das unmittelbare Folgen, weil ein langes fünftes Set bei den Herren auf Sand keine Seltenheit ist, ein kurzes Tiebreak bei den Damen eher die Regel.
Die Ausgabe 2026 lief zwei Wochen. 128 Felder im Einzel, 64 Paarungen im Doppel, Mixed, Junioren, Rollstuhltennis. Das Gesamtpreisgeld lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, jeder Einzelsieger im Profitennis erhielt 2.800.000 €. Wer auf den Gesamtsieger wettet, wettet also auf einen Spieler, der im Schnitt eine Million Euro pro Runde einsackt, falls er das Endspiel erreicht. Das ändert die Motivation nicht, aber es verändert, was ein „Karriere-Turnier“ wert ist.
Rekordsieger der Herren ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, eine Zahl, die im Sandplatzkalender ihresgleichen sucht. Bei den Damen hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln. Diese Namen tauchen in jeder Siegerquote auf, oft als Vergleichsgröße für die aktuelle Generation, manchmal als Wettwert, weil Quoten auf Spitzenspieler im Lauf der Jahre fallen. Wer mit einer Siegerwette auf einen Außenseiter spekuliert, sollte wissen, gegen welche Vorgänger er antreten will.
Das Turnier ist seit 1891 im Spielbetrieb, damals noch als „Championnat de France international de Tennis“, und wurde nach dem französischen Piloten Roland Garros benannt, der im Ersten Weltkrieg abgeschossen wurde. Der Austragungsort ist das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, die Anlage liegt am Rande des Bois de Boulogne. Wer vor Ort wettet, ist in Frankreich, das hat mit der deutschen Erlaubnispflicht nichts zu tun, weil die Erlaubnis an den Anbieter und dessen .de-Domain gebunden ist, nicht an den Standort des Spielfelds.
Welche Wettmärkte es bei Roland Garros gibt
Das Wettprogramm für ein Grand-Slam-Turnier auf Sand ist breit, der Schwerpunkt liegt aber bei wenigen Markttypen, die fast jeder Anbieter im Programm hat. Die wichtigsten im Überblick:

Gesamtsieger. Wer vor Turnierbeginn auf den Titelträger setzt, wettet auf eine Quote, die sich mit der Auslosung bewegt. Vor der Auslosung ist die Quote eine Funktion der Weltrangliste und der Sandplatzstatistik, danach kommen die Pfade durchs Feld dazu. Zverev stand vor den French Open 2026 nicht ganz oben in der Siegerquote, er stand auch nicht ganz unten. Nach dem Titel wird sich die Quote für die Ausgabe 2027 wieder ganz vorn einordnen.
Matchsieger. Die einfachste Wette, zwei Spieler, drei mögliche Ausgänge (1, 2, in manchen Märkten auch die Aufgabe). Eine Quote 1,85 auf Spieler A und 2,00 auf Spieler B ergibt einen Quotenschlüssel von etwa 96,1 %, eine Marge von etwa 3,9 %. Das ist niedrig für ein Tennismatch, die meisten Märkte liegen zwischen 4 % und 6 %.
Satzwette. Wer auf den Ausgang eines einzelnen Satzes wettet, bekommt andere Quoten, weil ein Satz kürzer ist als ein Match. Bei 1,91 gegen 1,91 auf den Satz liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge entsprechend bei rund 5 %. Das ist das Beispiel, das wir im Abschnitt „Was eine Quote über die Marge verrät“ durchrechnen.
Handicap. Ein Favorit bekommt ein virtuelles Satz- oder Spielminus, der Außenseiter einen entsprechenden Vorsprung. Diese Märkte sind attraktiv, wenn die Quote auf den Favoriten zu niedrig ist, sie sind aber auch schwerer zu lesen, weil ein Handicap die Dynamik verschiebt.
Über/Unter. Spiele im Match, Sätze im Match, Asse im Match. Solche Märkte gibt es fast überall, sie sind aber anbieterspezifisch, was die Granularität angeht. Wer auf Asse wettet, sollte den Server und die Bedingungen kennen.
Live-Wetten. Hier ist der Spielraum in Deutschland eng, das wird im Abschnitt zur Rechtslage genauer erklärt. Kurz: die nächste Punktwette ist nicht erlaubt, der nächste Satz und das Matchende schon.
Langzeit- und Spezialmärkte. Wer gewinnt das Turnier aus einem bestimmten Setzungsviertel, wer verliert in der ersten Runde, wer spielt das beste Sandplatzturnier des Jahres. Diese Märkte sind seltener, aber bei größeren Anbietern im Programm.
Was eine Quote über die Marge verrät
Eine Quote ist kein neutraler Wahrscheinlichkeitswert, sie ist ein Markt. Der Buchmacher bewertet jedes mögliche Ergebnis, addiert die Kehrwerte der Quoten, und die Summe liegt über 1. Was über 1 liegt, ist die Marge, der Anteil, den der Anbieter im Schnitt einbehält. Das Gegenstück zur Marge ist die Auszahlungsquote, der Anteil, den der Anbieter im Schnitt wieder auszahlt. Beide ergeben zusammen 100 %.
Rechnen wir das für ein typisches Tennismatch durch, bei dem auf Spieler A die Quote 1,90 steht und auf Spieler B die Quote 1,90. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/1,90 + 1/1,90), also 1 / (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526 = 0,9500. Die Marge ist 100 % minus 95 %, also 5 %. Ein Beispiel, kein notierter Preis.
Was das praktisch heißt: von 100 €, die auf das Match gesetzt werden, schüttet der Anbieter im Schnitt 95 € an die Gewinner aus, 5 € behält er. Die Gewinnerquote selbst, also 1,90, sagt darüber nichts, sie sieht nur für jeden Ausgang gleich aus. Erst der Blick auf beide Quoten zusammen verrät, wie groß der Schnitt ist, den der Anbieter macht. Bei großen Tennimärkten auf Sand liegt die Marge meist zwischen 4 % und 6 %, bei Auslosungen und Spezialwetten kann sie auf über 10 % steigen, bei Live-Wetten während eines laufenden Matches noch höher.
Diese Spanne ist der Grund, warum zwei Wettanbieter für denselben Match sehr unterschiedliche Quoten haben können. Wer 1,85 statt 1,90 anbietet, nimmt im Schnitt weniger Marge mit, der Unterschied ist klein pro Wette, summiert sich aber über ein ganzes Turnier.
Wer in Deutschland mitwetten darf: die GGL-Whitelist
Seit dem 1. Juli 2021 gilt in Deutschland der neue Glücksspielstaatsvertrag, umgesetzt durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle an der Saale. Die GGL vergibt die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln, und führt die Whitelist, das öffentliche Verzeichnis aller Anbieter, die eine solche Erlaubnis haben. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbietet, eine .de-Domain allein beweist gar nichts, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ist im deutschen Markt irrelevant.
Die Whitelist, Stand 2. Oktober 2026, listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten), drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Die Erlaubnis wird für die Domain erteilt, unter der das Sportwettprogramm läuft, ein Inhaber mit Lizenz für Slots, Poker oder Casino hat damit nicht automatisch eine Sportwetten-Erlaubnis. Die erstmalige Erlaubnis läuft fünf Jahre, die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum, und sie wird laufend aktualisiert.
Die GGL warnt ausdrücklich vor Angeboten ohne deutsche Erlaubnis. Am 17. September 2026 hat sie in einer Pressemitteilung vor „illegale Angebote wie etwa Platincasino“ gewarnt, die Spielerinnen und Spieler in Deutschland erreichen. Die Folgen für Spieler, die bei einem nicht lizenzierten Anbieter wetten, sind in § 285 StGB geregelt, die praktische Strafverfolgung gegen einzelne Spieler ist allerdings bislang nicht etabliert. Wer sein Geld zurückholen will, hat in mehreren Fällen vor deutschen Zivilgerichten Erfolg gehabt, der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23), und der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) die Möglichkeit bejaht, dass Anbieter ohne Erlaubnis zur Rückzahlung verpflichtet werden können, sofern die Behörden nicht zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Garantie für den Einzelfall ist das nicht.
Konsequenz für die Wahl des Anbieters: wer in Deutschland wettet, sollte vor der ersten Einzahlung prüfen, ob die Domain auf der Whitelist steht. Wer das nicht tut, wettet ohne die Schutzmechanismen, die der deutsche Markt vorsieht, ohne OASIS-Sperrdatei, ohne LUGAS-Limitdatei, ohne Anbindung an die deutsche Spielsuchthilfe.
Was die deutsche Erlaubnis konkret bedeutet
Die Whitelist-Erlaubnis ist nicht nur ein Stempel, sie bindet den Anbieter an eine ganze Reihe von Regeln, die den Wettalltag verändern. Drei davon sind für die tägliche Nutzung am wichtigsten.
Live-Wetten sind eingeschränkt. Während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf wenige, klar definierte Komponenten wie den nächsten Satz im Tennis oder das nächste Tor im Fußball. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder den nächsten Ballwechsel im Allgemeinen sind nicht erlaubt. Das schränkt vor allem Live-Fans ein, die bei kleinen, schnellen Ereignissen handeln wollen, und erklärt, warum das Live-Programm auf deutschen Anbietern schmaler wirkt als bei manchen ausländischen Konkurrenten.
Einzahlungslimit und Limitdatei. Per Gesetz liegt das monatliche Einzahlungslimit bei 1.000 €, gemessen über alle Anbieter hinweg. Die LUGAS-Limitdatei sorgt dafür, dass eine Einzahlung bei Anbieter B nicht mehr möglich ist, sobald Anbieter A das Limit ausgeschöpft hat. Anbieter dürfen das Limit für einzelne Spieler auf bis zu 10.000 € anheben, sofern sie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen können, eine Selbsterklärung reicht nicht. Wer das Limit senkt, sieht die Senkung sofort, wer es erhöht, muss sieben Tage warten. Das ist kein Bonusprogramm, es ist ein Schutzmechanismus.
Verifizierung und ein Konto pro Anbieter. Vor der ersten Auszahlung muss der Anbieter den Spieler vollständig verifizieren. Vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € gespielt werden, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt, Parallelkonten sind verboten.
Hinzu kommen Vorgaben zur Zahlung: nur Konten, die auf den Namen des Spielers lauten und bei einem Institut mit Geldwäschepflichten geführt werden, sind zugelassen, anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder anonyme Prepaidkarten sind ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keinen dieser Mechanismen. Es gibt kein LUGAS, kein OASIS, keine insolvenzgeschützte Trennung, keine eigene Auszahlungsgarantie. Die Marge, die der Anbieter nimmt, ist seine Sache, ebenso die Regeln für Live-Wetten, Limits und Auszahlungen.
Wettsteuer: was 5,3 % in Euro bedeuten
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, und die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Das klingt abstrakt, heißt in Zahlen: wer 105,30 € einzahlt und den vollen Betrag als Wetteinsatz nutzt, zahlt 5,30 € Steuer, das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler, das ist § 19.
Was das in der Praxis heißt, hängt vom Anbieter ab. Manche Anbieter schlucken die Steuer und bieten dem Spieler die Quote brutto an, andere ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, wieder andere reduzieren die Gewinnquote. Welche Variante ein Anbieter wählt, ist seine Entscheidung, sie steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und sie ist der Grund, warum zwei Anbieter mit nominell derselben Quote unterschiedliche Nettoergebnisse liefern können. Wer Anbieter vergleicht, sollte prüfen, wie die Steuer behandelt wird, das ist eine Frage an die AGB, nicht an die Werbung.
Gewinne aus Sportwetten sind in Deutschland für private Spieler nicht eindeutig geregelt, das Thema gehört in die Hand eines Steuerberaters, nicht in einen Wettanbieter-Vergleich.
Spielerschutz: OASIS, Panikbutton, Aktivitätsdatei
Wer in Deutschland bei einem lizenzierten Anbieter spielt, ist an drei Schutzsysteme angeschlossen. OASIS ist die Spielersperrdatei, sie wird bei der Registrierung und bei jedem Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Sperre wirkt über alle lizenzierten Anbieter hinweg, sie wird nicht aufgehoben, weil der Spieler sich anders entscheidet, sondern erst nach Ablauf und auf Antrag.
Die Aktivitätsdatei (Teil von LUGAS) verhindert, dass ein Spieler parallel bei mehreren Anbietern spielt, um Limits zu umgehen. Sie wird parallel zum Einzahlungslimit über die Limitdatei geführt.
Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, gedacht für den Moment, in dem ein Spieler merkt, dass er die Kontrolle verliert. Die Sperre gilt nur beim auslösenden Anbieter, sie ist kein Ersatz für eine OASIS-Selbstsperre, aber sie ist niedrigschwellig.
Diese drei Mechanismen greifen nur, wenn der Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Bei Offshore-Anbietern ist weder OASIS noch LUGAS angebunden, ein Selbstsperre dort gilt nur dort, und ein gesperrter Spieler kann sich ohne Weiteres bei einem anderen Anbieter ohne Erlaubnis anmelden.
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die zehn Anbieter, die in diesem Vergleich stehen. Alle sind Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis, Stand der Whitelist ist der 2. Oktober 2026. Sortiert ist nach der Reihenfolge, die der Vergleich vorgibt, nicht nach einem Punkte-Ranking.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Winamax | Whitelist, WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 |
| VBet | Whitelist, SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Whitelist, Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Tipico | Whitelist, Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 |
| Tiptorro | Whitelist, Torro Tec Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| LeoVegas | Whitelist, LVSports Limited | 21.10.2024 |
| NEO.bet | Whitelist, Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| bpremium | Whitelist, Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Betano | Whitelist, Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| bwin | Whitelist, bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
Die Spalte „seit“ zeigt das Datum der erstmaligen Erteilung. Eine Folgeerlaubnis bedeutet, dass die erste Fünf-Jahres-Frist abgelaufen ist und der Anbieter eine neue Erlaubnis bekommen hat, kein Enddatum führt die Whitelist, und keines dieser Daten sagt etwas über eine zukünftige Verlängerung.
Winamax
Winamax ist ein französischer Anbieter, der in Deutschland eine eigene Erlaubnis hält. Im Footer der deutschen Seite wirbt das Unternehmen mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese zweite Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist ein Werbeversprechen, keine Marktstudie, die sich auf Roland Garros spezialisiert, und der Wettsteuer-Hinweis bezieht sich auf den konkreten Mechanismus, mit dem Winamax die Steuer behandelt. Wer die Quote versteht, sollte prüfen, was die Studie gemessen hat und was nicht.
Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams aus den vier Grand-Slam-Turnieren sowie allen ATP- und WTA-Turnieren, dazu La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, NBA und NFL. Für Roland Garros heißt das: Spieler mit Konto bei Winamax können Matches im Stream verfolgen, vorausgesetzt, sie haben ein verifiziertes Konto. Wer mit Live-Wetten liebäugelt, ist allerdings durch die deutsche Regulierung eingeschränkt, das Live-Programm beschränkt sich auf das Endergebnis und den nächsten Satz.
Verdikt: Wer Wert auf Live-Streams aus Paris legt und einen Anbieter mit klarer Tennis-Positionierung sucht, ist hier richtig. Wer die Wettsteuer im Vergleich prüft, sollte die AGB lesen, denn die Behandlung der Steuer entscheidet darüber, was von einer 1,90-Quote netto übrig bleibt.
VBet
VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portamasco, St. Julian’s, Malta, betrieben, die GGL-Erlaubnis für VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 in Kraft. Der Anbieter ist damit einer der jüngeren im Whitelist-Vergleich, die erstmalige Erlaubnis stammt aus 2023, eine Folgeerlaubnis ist noch nicht erforderlich.
VBet positioniert sich international stark im Tennis- und Basketball-Segment, in Osteuropa gehört der Anbieter zu den etablierten Marken. Für Roland Garros heißt das: ein Wettprogramm, das die Standardmärkte abdeckt, dazu Spezialmärkte auf den Gesamtsieger, kombinierbar mit anderen Tennis-Turnieren als Langzeitwetten.
Verdikt: Ein Anbieter mit Tennis-Schwerpunkt, dessen Erlaubnis erst seit kurzem besteht. Wer auf einen etablierten Namen mit langer Whitelist-Geschichte setzt, findet anderswo mehr Sicherheit, wer auf ein schlankeres Live-Programm und ein möglicherweise schärferes Wettangebot bei Außenseitern setzt, sollte VBet in den Vergleich aufnehmen.
Sportingbet
Sportingbet gehört zu den Anbietern, die seit Beginn des Whitelist-Systems dabei sind, die erstmalige Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 21. Dezember 2022. Das Wettprogramm enthält einen „Konfigurator+“, mit dem sich Wetten aus mehreren Märkten eines Spiels kombinieren lassen, dazu Live-Wetten, Tennis, Fußball, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Für Roland Garros heißt das: ein Anbieter, der das Wettprogramm für Sandplatzturniere vollständig abdeckt, mit der Möglichkeit, Märkte innerhalb eines Matches zu kombinieren. Der Konfigurator ist besonders interessant, wenn ein Spieler auf den Matchausgang und einzelne Sätze oder Spiele parallel setzen will, ohne den Weg über eine klassische Kombiwette zu gehen.
Verdikt: Ein erfahrener Anbieter mit breitem Sportangebot. Wer auf Tennis-Wetten mit Baukastenfunktion setzt, sollte Sportingbet testen. Wer den höchsten Quoten sucht, vergleicht einzeln.
Tipico
Tipico gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland, die erstmalige Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 9. Dezember 2022. Die App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten, die Entwicklerbeschreibung nennt „Tipico Cashout“ und Live-Wetten.
Tipico ist auch die Marke, um die sich der zivilrechtliche Streit vor dem Bundesgerichtshof und dem Europäischen Gerichtshof dreht. Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, weil Tipico in dieser Zeit keine deutsche Erlaubnis hatte. Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 die Möglichkeit bejaht, dass Anbieter ohne Erlaubnis zur Rückzahlung verpflichtet werden können, der EuGH muss noch entscheiden. Tipico ist inzwischen auf der Whitelist, der Fall betrifft also die Zeit vor 2020.
Verdikt: Wer einen etablierten, bekannten Anbieter mit breitem Wettprogramm sucht, ist bei Tipico richtig. Wer die Cashout-Funktion schätzt, findet sie hier. Wer den Rechtsstreit als Risiko sieht, sollte wissen, dass er die heutige Whitelist-Stellung nicht betrifft, der Fall liegt in der Vergangenheit.
Tiptorro
Tiptorro ist die deutsche Marke der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta, die GGL-Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, die Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich in der Entwicklerbeschreibung als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt.
Tiptorro positioniert sich in Deutschland als zweite Marke hinter Tipico, mit einem ähnlichen Wettprogramm, aber leicht abweichender Quotenstruktur. Für Roland Garros heißt das: ein vollständiges Wettprogramm mit Standardmärkten und Live-Wetten im Rahmen der deutschen Regulierung.
Verdikt: Ein Anbieter, der sich an Spieler richtet, die einen Tipico-ähnlichen Standard suchen. Wer auf den Vergleich der Quoten zwischen den beiden Marken setzt, findet hier eine Alternative, die eng am Marktführer bleibt.
LeoVegas
LeoVegas ist vor allem als Casino-Anbieter bekannt, hat aber mit der LVSports Limited einen eigenen Sportwetten-Anbieter im Programm. Die GGL-Erlaubnis für LeoVegas stammt vom 21. Oktober 2024, eine Folgeerlaubnis ist noch nicht erforderlich. Parallel gibt es eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023.
Das Profil für Roland Garros ist damit zweigeteilt: ein Sportwettprogramm, das jünger ist als bei den meisten Mitbewerbern, und ein Casino-Angebot, das bei LeoVegas traditionell im Vordergrund steht. Wer Tennis wettet, bekommt das Standardprogramm, möglicherweise mit etwas weniger Tiefe als bei Anbietern, die seit 2020 im Markt sind.
Verdikt: Wer bei einem Anbieter mit Casino und Sportwetten aus einer Hand spielen will, findet LeoVegas eine Option. Wer auf das tiefste Tennis-Programm setzt, ist anderswo besser aufgehoben, die Erlaubnis ist erst seit Ende 2024 in Kraft.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, die erstmalige GGL-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Der Anbieter gehört damit zur ersten Whitelist-Generation und ist seit Beginn des neuen Regimes durchgehend mit Erlaubnis im Markt.
Das Wettprogramm deckt Standardmärkte ab, inklusive Tennis, Live-Wetten im Rahmen der deutschen Regulierung. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Quotenhöhe, das ist ein Marketing-Versprechen, das in der Praxis nur der konkrete Vergleich pro Match bestätigen oder widerlegen kann.
Verdikt: Ein Anbieter, der Quotenhöhe in den Vordergrund stellt und seit dem ersten Whitelist-Tag dabei ist. Wer das Quotenargument testen will, sollte ein Roland-Garros-Match bei zwei oder drei Anbietern gleichzeitig prüfen, nicht nur NEO.bet gegen einen.
bpremium
bpremium ist die deutsche Marke der Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erstmalig erteilt, die Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022.
bpremium gehört damit zur Enger-Welt-Gruppe, einer der großen internationalen Wettkonzerne, und richtet sich in Deutschland an Spieler, die einen etablierten Markennamen mit lizenziertem Hintergrund suchen. Das Wettprogramm deckt Standardmärkte ab, mit Tennis als fester Kategorie, aber ohne besonderen Schwerpunkt.
Verdikt: Ein etablierter Markenname mit langer Whitelist-Geschichte. Wer auf den internationalen Hintergrund Wert legt und ein Standard-Programm sucht, ist hier richtig. Spezialvorteile gegenüber der Konkurrenz ergeben sich aus dem konkreten Vergleich.
Betano
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, die GGL-Erlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021, die Folgeerlaubnis auf den 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten, die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Für Roland Garros ist das ein relevantes Profil: Live-Streaming der Grand-Slam-Turniere ist ein Feature, das nicht jeder Anbieter im Programm hat, und der Bet Builder erlaubt die Kombination mehrerer Märkte eines Spiels in einer Wette. Der Anbieter stammt aus Griechenland und ist in mehreren europäischen Märkten aktiv, in Deutschland gehört er zu den jüngeren Whitelist-Inhabern, die aber schnell ein vollständiges Programm aufgebaut haben.
Verdikt: Wer Live-Streams aus Paris und einen Bet Builder für komplexere Wetten sucht, ist bei Betano richtig. Der Anbieter kombiniert ein vollständiges Wettprogramm mit Streaming, das ist in dieser Tiefe selten.
bwin
bwin ist eine der traditionsreichsten Marken im europäischen Sportwettenmarkt, in Deutschland wird bwin von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, betrieben. Die GGL-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erstmalig erteilt, die Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022.
bwin gehört damit zur ersten Whitelist-Generation, der Name steht für ein breites Wettprogramm, eine ausgereifte Plattform und ein vollständiges Live-Angebot im Rahmen der deutschen Regulierung. Für Roland Garros heißt das: Standardmärkte plus Live-Wetten auf den nächsten Satz und das Matchende, dazu ein vollständiges Langzeitwetten-Programm auf den Gesamtsieger.
Verdikt: Ein Anbieter mit langer Marktpräsenz, vollständigem Wettprogramm und ausgereifter Plattform. Wer auf Markenvertrauen und ein vollständiges Programm setzt, ist bei bwin richtig, der Vergleich der Quoten entscheidet, ob der Anbieter auch preislich passt.
Was eine Auszahlung bei einer Siegerwette ergibt
Wer auf den Gesamtsieger der French Open wettet, schließt eine Einzelwette ab, Quote mal Einsatz ist die Brutto-Rückzahlung. Beispiel: Quote 12,00, Einsatz 10 €, das ergibt 120 € zurück, davon 110 € Gewinn, 10 € Einsatz. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, eine Wette auf den Sieg von Spieler A in Runde eins (Quote 1,40) und auf den Turniersieg (Quote 12,00) ergibt die Kombiquote 16,80, bei 10 € Einsatz sind das 168 € zurück.
Was die Quote über die Marge verrät, wurde im Abschnitt „Was eine Quote über die Marge verrät“ erklärt, eine Quote 12,00 auf einen Außenseiter enthält eine deutlich höhere Marge als eine Quote 1,90 auf einen Favoriten. Wer auf Außenseiter setzt, zahlt einen höheren Anteil seines Einsatzes in die Marge, das gehört zum Geschäftsmodell, weil der Buchmacher das Risiko eines Außenseitersiegs einkalkuliert.
Für eine Live-Wette auf den nächsten Satz gilt dasselbe Prinzip mit kürzerer Reaktionszeit. Die Quote 1,91 gegen 1,91 ergibt eine Auszahlungsquote von etwa 95 %, das Beispiel, das wir im Abschnitt zur Marge durchgerechnet haben. Wer eine Wette auf den nächsten Satz mit 50 € Einsatz und der Quote 1,91 abschließt, bekommt 95,50 € zurück, falls der Satz richtig getippt ist.
Worauf bei der Wette auf Sand zu achten ist
Sand ist der langsamste Belag im Profitennis, der Ball springt höher, Ballwechsel dauern länger, Aufschlagvorteile schrumpfen. Das hat drei Konsequenzen für die Wette.
Aufschlagstärke ist relativ. Wer auf einen Spieler mit starkem Aufschlag setzt, muss den Belag mitdenken, ein Aufschlag, der auf Hartplatz fast unerreichbar ist, wird auf Sand zur Rückgabe. Die Quote reflektiert das, aber nicht immer in vollem Umfang, vor allem bei frühen Runden, wenn die Anbieter die Sandplatzform noch nicht eingepreist haben.
Beste Form auf Sand ist Spezialwissen. Sandplatzspezialisten gewinnen auf Sand, was sie auf Hartplatz nicht gewinnen, Rafael Nadal ist das beste Beispiel, aber auch Spieler wie Dominic Thiem oder aktuelle Sandplatz-Spezialisten gehören in diese Kategorie. Wer die Sandplatzbilanz eines Spielers kennt, hat eher eine Value-Wette, als wer nur die Weltrangliste liest.
Wetter und Tagesform schlagen stärker durch. Sand ist wetteranfälliger als Hartplatz, Regen unterbricht das Spiel, Wind beeinflusst den Ballflug, Höhe und Luftfeuchtigkeit verändern die Sprunghöhe. Wer live wettet, muss diese Faktoren mitlesen, ein trockener, sonniger Tag begünstigt andere Spielertypen als ein feuchter, kühler Tag.
Value-Wette heißt in der Wettsprache: die Quote ist höher, als es die tatsächliche Wahrscheinlichkeit rechtfertigt. Wer glaubt, dass Spieler A eine 30 %-Chance hat zu gewinnen, der Anbieter aber eine Quote 4,00 anbietet (was einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 25 % entspricht), sieht eine Value-Wette. Diese Einschätzung ist subjektiv, sie hängt von der eigenen Analyse ab, und sie ist der Grund, warum Sportwetten auch für erfahrene Spieler ein Verlustgeschäft bleiben, wenn die eigene Trefferquote nicht hoch genug ist.
Was die Sportwettensteuer für Roland Garros bedeutet
Wer 1.000 € über die zwei Turnierwochen setzen will, muss mit der Wettsteuer rechnen, sofern der Anbieter sie nicht schluckt. Bei 5,03 % des Einsatzes sind das rund 50 €, die der Anbieter abführt, entweder aus seiner Marge oder aus dem Einsatz des Spielers. Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in seinen AGB, der Spieler kann sie nicht verhandeln.
Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat, das die LUGAS-Limitdatei durchsetzt, betrifft die Einzahlung, nicht den Einsatz. Wer also 1.000 € einzahlt und den vollen Betrag in zwei Wochen verspielt, hat das Limit erschöpft, eine neue Einzahlung ist erst im nächsten Monat möglich. Das ist kein Bonus, es ist ein Schutzmechanismus, der das Tempo einer Verlustjagd bremst.
Wer das Limit auf 10.000 € anheben will, braucht einen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Die Anhebung wird nach sieben Tagen wirksam, eine Senkung sofort. Wer auf Roland Garros mit hohen Einsätzen spielen will, sollte prüfen, ob sein Anbieter eine Anhebung ermöglicht, und er sollte die Voraussetzungen kennen, bevor er den Antrag stellt.
Häufige Fragen zu Roland Garros Wetten
Wie lässt sich legal auf die French Open wetten, und wo ist die GGL-Whitelist einsehbar?
In Deutschland dürfen nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder Sportwetten im Internet anbieten. Die GGL führt die Whitelist, das ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat. Die Liste wird auf der Website der GGL veröffentlicht, sie zeigt den Inhaber und die Domain, für die die Erlaubnis gilt. Wer bei einem Anbieter ohne Listeneintrag spielt, spielt ohne deutschen Schutz, also ohne OASIS-Sperrdatei und ohne LUGAS-Limitdatei.
Welche Wettmärkte gibt es für das Turnier, etwa Gesamtsieger, Matchsieger und Satzwetten?
Das Standardprogramm umfasst den Gesamtsieger, den Matchsieger, Satzwetten und Über/Unter auf Spiele oder Sätze, dazu Handicaps. Spezialmärkte wie Sieger aus einem Setzungsviertel, kombinierte Siegerwetten oder Live-Wetten auf den nächsten Satz sind anbieterspezifisch. Live-Wetten auf den nächsten Punkt sind in Deutschland nicht erlaubt, das ist eine Vorgabe der GGL, nicht der Anbieter. Welche Märkte ein Anbieter konkret im Programm hat, zeigt das Wettprogramm der jeweiligen Plattform, es ändert sich mit der Auslosung.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette aus Einsatz und Quote?
Eine Siegerwette ist eine Einzelwette, die Auszahlung ist Quote mal Einsatz. Wer 10 € auf eine Quote 12,00 setzt, bekommt 120 € zurück, falls der Spieler das Turnier gewinnt, davon sind 110 € Gewinn und 10 € Einsatz. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten, die Auszahlung ist das Produkt aus Einsatz und kombinierter Quote. Was die Quote über die Marge verrät, ist eine andere Frage, eine hohe Quote auf einen Außenseiter enthält mehr Marge als eine niedrige Quote auf einen Favoriten.
Welche Live-Wetten sind während eines Matches erlaubt, und warum gibt es keine Wetten auf den nächsten Punkt?
Während eines laufenden Spiels darf in Deutschland auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf wenige klar definierte Komponenten wie den nächsten Satz im Tennis oder das nächste Tor im Fußball. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis sind nicht erlaubt, weil sie als zu nah am Spielgeschehen und zu manipulationsanfällig gelten. Diese Einschränkung gilt für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis gleichermaßen, sie ergibt sich aus § 21 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags und der Praxis der GGL.
Wie wirkt sich der Sandplatz auf Prognosen aus, und was ist eine Value-Wette?
Sand verändert das Spiel grundlegend, der Ball springt höher, Ballwechsel dauern länger, Aufschlagvorteile schrumpfen. Spieler mit starker Sandplatzbilanz gewinnen auf Sand Spiele, die sie auf Hartplatz verlieren würden, deshalb ist die Sandplatzstatistik ein eigener Indikator, den die Weltrangliste nicht abbildet. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die Quote eines Anbieters die tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit übersteigt, also der Spieler aus Sicht des Wettenden bessere Chancen hat, als die Quote impliziert. Ob eine Wette Value hat, hängt von der eigenen Analyse ab, sie ist kein objektives Urteil, und sie ist auch dann keine Garantie, wenn die Analyse überzeugend klingt.
Wie wirken die Sportwettensteuer und das Einzahlungslimit von 1.000 € auf Wetten rund um das Turnier?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, was etwa 5,03 % des Einsatzes entspricht, sie wird vom Veranstalter geschuldet, der Anbieter kann sie aber auf den Spieler umlegen. Ob und wie er das tut, steht in seinen AGB, der Spieler kann es nicht verhandeln. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, wer das Limit auf 10.000 € anheben will, braucht einen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Die Senkung greift sofort, die Anhebung erst nach sieben Tagen.
Tennis – tenniswetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»
