Davis Cup Wettanbieter 2026: Wer in Deutschland erlaubt ist und was er kostet
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Der Davis Cup 2026 ist die 114. Austragung des Mannschaftswettbewerbs der ITF und läuft vom 5. Februar bis zum 29. November 2026. Wer in Deutschland auf das Turnier wetten will, landet bei einer vergleichsweise kurzen Liste: nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, dürfen Sportwetten hierzulande vermitteln. Was „bester Davis Cup Wettanbieter“ im 2026 also heißen kann, ist eine Frage der Quoten, des Wettprogramms und der Bedingungen, nicht der Lizenz — die ist Voraussetzung, nicht Unterscheidungsmerkmal.

Datenstand: Oktober 16, 2026; abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).
Was „bester Davis Cup Wettanbieter“ in Deutschland heißen kann
In Deutschland ist „bester Anbieter“ kein freier Marktbegriff. Wer Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV; wer keine hat, verstößt gegen § 4 Abs. 1 GlüStV und ist unerlaubtes Glücksspiel. Die GGL führt alle Erlaubnisinhaber auf einer Whitelist, die das einzige zuverlässige Prüfmittel ist. Wer dort nicht steht, ist auch dann nicht erlaubt, wenn die Seite eine maltesische oder karibische Lizenz vorzeigt — die gilt in Deutschland nicht.

Für den Davis Cup heißt das: nur zehn inländische Wettanbieter kommen überhaupt in Betracht. Innerhalb dieser Auswahl entscheidet sich „bester Anbieter“ an drei Stellschrauben — wie tief das Tennisprogramm ist, wie hoch die Quote auf identische Auswahlen ausfällt, und was ein Willkommensbonus wirklich kostet, wenn die Umsatzbedingungen eingelöst werden müssen.
Der Davis Cup ist ein Mannschaftswettbewerb. Eine Begegnung wird im Qualifikations- und Gruppenspielbetrieb an zwei Tagen ausgetragen, mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel. Im Finalturnier werden nur drei Partien gespielt: zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Alle Partien laufen über Best of Three. Das wirkt sich auf das Wettprogramm aus: Buchmacher bieten nicht nur den Ländervergleich („Wer gewinnt die Begegnung?“), sondern auch jedes Einzel, jedes Doppel, Satz- und Game-Handicaps sowie Sieger- und Gesamtsatzwetten an. Wer das Einzelmatch im Blick hat, vergleicht Anbieter auf einer anderen Ebene als jemand, der auf das 2:0 des favorisierten Landes setzt.
Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Titeln vor Australien mit 28 Siegen, von denen vier als Australasien gewonnen wurden. Die erste Austragung war 1900 in Boston, USA gegen Großbritannien. In der jüngeren Vergangenheit ist Italien der Titelverteidiger von 2025 — die Mannschaft schlug Spanien im Finale in Bologna mit 2:0.
Die zehn Anbieter im Überblick
Die folgende Tabelle führt die zehn Anbieter auf, die für Davis-Cup-Wetten in Deutschland in Frage kommen. Sie stehen alle auf der Whitelist der GGL (Stand 2. Oktober 2026). Welche Erlaubnis sie genau halten und seit wann, ergibt sich aus der Whitelist selbst.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Whitelist GGL · Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Whitelist GGL · bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist GGL · Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| 888sport | Whitelist GGL · 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Whitelist GGL · Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| ODDSET | Whitelist GGL · Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Whitelist GGL · Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist GGL · Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipico | Whitelist GGL · Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Whitelist GGL · LVSports Limited | 21.10.2024 |
Die Tabelle zeigt nur die Erlaubnis. Welcher Anbieter für wen taugt, entscheidet sich an Quoten, Tennis-Programm und dem, was der Bonus tatsächlich an Einsatz verlangt — das steht in den folgenden Abschnitten.
Spielplan, Final 8 und Qualifikationsrunden 2026
Der Davis Cup 2026 beginnt mit der ersten Qualifikationsrunde vom 5. bis 8. Februar 2026. Die zweite Qualifikationsrunde folgt vom 18. bis 20. September 2026. Das Finalturnier mit acht Mannschaften (Final 8) steht am Ende des Zeitfensters und wird Ende November 2026 abgeschlossen.
Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert. Italien ist als Titelverteidiger automatisch als Gastgeber dabei. Für Wetten heißt das: Vor September ist die Kaderzusammensetzung der Finalisten offen, Quoten auf den Turniersieger schwanken entsprechend stark. Wer früh auf Italien oder Spanien setzt, nimmt eine längere Ungewissheit in Kauf, weil Verletzungen und Formschwankungen über acht Monate passieren können.
Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157 spielten. Die Größe des Feldes bedeutet: Die meisten Nationen scheiden früh aus, und Quoten auf Außenseiter — Norwegen, die Slowakei, Chile — sind bei kleineren Buchmachern mitunter gar nicht vorhanden. Wer auf solche Teams wetten will, prüft das Wettprogramm vor der Qualifikationsrunde, nicht erst am Spieltag.
Die Rechtslage: Whitelist, Erlaubnis und was die GGL prüft
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde für Sportwetten mit deutscher Erlaubnis. Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, überwacht die Anbieter und kann Bußgelder verhängen. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige zuverlässige Prüfung: Sie enthält die Domains, denen eine Erlaubnis erteilt wurde. Stand 2. Oktober 2026 führt sie 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere nur für Pferdewetten.

Drei Punkte sind für die Prüfung entscheidend. Erstens: Eine .de-Domain allein beweist nichts — die Domain muss genau die sein, die unter dem Eintrag in der Whitelist steht. Zweitens: Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum; die gesetzliche Erstlauzeit einer Erlaubnis beträgt fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), Folgeerlaubnisse werden erteilt, ohne dass die Liste das eigenständig ausweist. Drittens: Andere Erlaubnisse eines Inhabers — virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele, Poker — sagen nichts über dessen Sportwetten-Erlaubnis aus. Wer bei einem Anbieter mit Casino-Lizenz, aber ohne Sportwetten-Erlaubnis auf den Davis Cup tippt, spielt bei einem nicht erlaubten Anbieter.
Eine maltesische, karibische oder curaçaoische Lizenz hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Wer dort wettet, hat keinen Zugang zu OASIS, keine Einbindung in die LUGAS-Limitdatei und im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; er betrifft die Rückforderung von mehr als 3.700 € Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 gegen Tipico. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) es grundsätzlich für möglich gehalten, dass nicht erlaubte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen — mit einer Ausnahme, falls Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was daraus folgt, hängt vom EuGH-Urteil ab; keinem Spieler ist eine Erstattung damit versprochen.
Schutzregeln: Einzahlungslimit, OASIS, Panikbutton
Drei Schutzregeln greifen bei jedem Anbieter mit deutscher Erlaubnis in gleicher Weise. Sie sind im Glücksspielstaatsvertrag festgeschrieben und nicht Verhandlungssache.
- Einzahlungslimit: Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Anbieter dürfen bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ein höheres Limit festlegen — bis zu 10.000 €, in besonderen Fällen bis zu 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Spielenden. Eine Selbsterklärung reicht nicht; die Prüfung muss belegbar sein. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
- OASIS-Sperrsystem: Anbieter müssen bei Anmeldung und Anmeldung am Spielerkonto abgleichen, ob eine Selbst- oder Fremdsperre besteht. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, wird abgewiesen.
- Panikbutton: Die Anbieter müssen eine sofortige 24-Stunden-Sperre anbieten. Ein Klick, und das Spielerkonto ist für den Tag blockiert.
Daneben gilt: Teilnahme erst ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden lang mit einem 100-€-Limit und ohne Auszahlung gespielt werden. Parallelspiel über mehrere Anbieter ist durch die LUGAS-Aktivitätsdatei ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Diese Regeln sind die andere Seite der Medaille. Wer auf einer Whitelist-Seite wettet, gibt im Gegenzug ein Stück Anonymität ab: vollständige Identitätsprüfung, eigenes Zahlungskonto, das nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet ist. Anonyme Zahlungsmittel wie Kryptowährungen oder nicht registrierte Prepaid-Karten sind auf deutschen Plattformen nicht zugelassen — genau das ist der Mechanismus, der sie fernhält.
Was beim Davis Cup gewettet werden darf — und was nicht
Das Wettprogramm für Sportwetten in Deutschland ist nicht frei. § 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt festgelegte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette. Welche Wetten ein Anbieter konkret anbieten darf, ist im genehmigten Sportwettprogramm festgelegt.
Beim Davis Cup heißt das: Sieger der Begegnung, Sieger des Einzels, Sieger des Doppels, Sieger des ersten Satzes, Handicap auf Sätze, Gesamtzahl der Sätze — all das ist im Rahmen der genehmigten Märkte möglich. Die Quoten unterscheiden sich zwischen den Anbietern, weil jeder sein eigenes Wettprogramm hat und Quoten unabhängig voneinander festlegt.
Live-Wetten sind eingeschränkt. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt während eines laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Davis Cup bedeutet das: nächster Satz ja, nächster Punkt nein. Wer während eines Spiels auf den Ausgang des laufenden Balls setzen will, sucht diese Märkte vergeblich — sie sind in Deutschland generell nicht erlaubt.
Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Der Davis Cup ist ein Profiwettbewerb und fällt nicht darunter. Verboten sind auch manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auf E-Sports kann in Deutschland nicht gewettet werden; die GGL erkennt E-Sports nicht als Sport an, und keine Erlaubnis deckt solche Wetten ab.
Die Marge: was der Buchmacher von jeder Wette behält
Wer Quoten vergleicht, vergleicht selten Äpfel mit Äpfel. Drei Buchmacher können auf Spanien zum Sieg 1,80, 1,85 und 1,90 quotieren — alle drei sind „beste Quote“ auf ihre Weise, aber sie sind nicht gleich viel wert. Der Grund ist die Marge, also der Anteil, den der Buchmacher aus dem Markt zieht, bevor er auszahlt.
Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Auswahlen (Heim und Auswärts) gilt eine einfache Rechnung. Bei beiden Auswahlen identischer Quote von 1,90 errechnet sich die Auszahlungsquote als Kehrwert von (1/1,90 + 1/1,90), also 1 ÷ (0,526 + 0,526), das ergibt rund 0,950. Das bedeutet: 95,0 % der Einsätze werden im statistischen Mittel ausgezahlt, 5,0 % behält der Buchmacher als Marge. Bei einem ausgeglichenen Match entspricht das einem typischen Wert; einseitige Matches tragen höhere Margen auf der Außenseite.
Das ist der Punkt, an dem die Werbung ihre Grenzen zeigt. Wer mit „besten Quoten“ wirbt, vergleicht für gewöhnlich gegen andere Anbieter auf identischen Auswahlen — nicht gegen die eigene Marge. Eine Auszahlungsquote von 95 % klingt solide; dieselbe Zahl als „5 % Marge“ zeigt, was der Buchmacher auf diesem Markt tatsächlich nimmt. Bei Tennis-Märkten für den Davis Cup liegen die Margen erfahrungsgemäß zwischen 4 % und 7 %, je nach Markttiefe und Begegnung. Früh im Qualifikationsspielbetrieb, wenn nur wenige Anbieter Wetten annehmen, ist die Marge höher; je näher am Spieltag und je mehr Anbieter im Markt sind, desto enger wird sie.
Dazu kommt die Wettsteuer. Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Auf einen Einsatz von 100 € wird also nicht 5,30 € Steuer gezogen, sondern 5,30 € von 105,30 €, also rund 5,03 €. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19 RennwLottG). Ob und wie sie an die Spielenden weitergegeben wird, ist eine Entscheidung des Anbieters — festgelegt in dessen Geschäftsbedingungen, nicht im Gesetz. Anbieter, die mit „0 % Wettsteuer“ werben, tragen die Steuer selbst; das schmälert ihre Marge, ändert aber nichts daran, dass die Steuer existiert.
Wie ein Bonus sich tatsächlich rechnet
Willkommensboni sehen auf den Werbeseiten großzügig aus. Wer einen Bonus von 100 € einlöst, hat in der Regel noch keinen Gewinn; was er hat, ist eine Umsatzbedingung. Die Rechnung ist einfach, aber selten angenehm.
Angenommen, ein Bonus von 100 € wird mit einem Umsatzfaktor von 5× ausgeschüttet. Der erforderliche Umsatz beträgt dann 500 € — fünfmal so viel wie der Bonus selbst. Bei einer Mindestquote von 1,80 zählt nur, was zu dieser oder einer höheren Quote gespielt wird. Bei 500 € Umsatz und 10 € Einsatz pro Wette sind das 50 Wetten. Jede einzelne trägt die Marge des Marktes, auf den gespielt wird. Bei einer Marge von 5 % liegt der statistische Verlust aus 500 € Umsatz bei 25 € — ein Viertel des Bonus weg, bevor überhaupt ein Cent ausgezahlt ist.
Hinzu kommen Fristen. Die meisten Boni sind innerhalb von 30 bis 90 Tagen umzusetzen; wer nicht rechtzeitig spielt, verliert Bonus und damit verbundene Gewinne. Mindestquoten unter 1,50 schließen viele Märkte aus; eine Mindestquote von 1,80 schließt klare Favoritenwetten aus, weil deren Quote bei 1,20 bis 1,50 liegt. Wer auf Davis-Cup-Matches mit Bonus spielen will, ist gezwungen, Außenseiter oder Kombiwetten zu spielen — beides ist mit höherer Varianz verbunden.
Drei Punkte entscheiden, was ein Bonus wert ist: der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Wer nur die Bonussumme liest, sieht den Werbewert; wer diese drei Werte liest, sieht den Aufwand.
Anbieter im Detail
Die folgenden Abschnitte beschreiben die zehn Anbieter, die für Davis-Cup-Wetten in Deutschland in Frage kommen. Sie stehen alle auf der Whitelist, also gilt für sie alle dieselbe Rechtslage. Was sie unterscheidet, sind Programm, Konditionen und Eigenheiten.
Tipwin — der Sportwetten-Spezialist mit DBB-Partnerschaft
Tipwin ist eine Marke der Tipwin Limited und tritt im deutschen Markt vor allem als Sportwetten-Anbieter auf. Das Unternehmen ist seit dem 9. Oktober 2020 erlaubt, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt, eine weitere am 9. Januar 2024 (Stand 2. Oktober 2026).
Über das Sportwetten-Angebot hinaus ist Tipwin als Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes aktiv; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Das ist für Davis-Cup-Wetten nicht entscheidend, zeigt aber das Profil: eine Marke, die gezielt Sportverbände in Deutschland bedient.
Beim Tennis-Programm bietet Tipwin Wetten auf alle ITF-Turniere und ATP-Tour-Events an; beim Davis Cup gilt das für die Qualifikationsrunden ebenso wie für das Finalturnier. Die Quoten bewegen sich im branchenüblichen Rahmen; eigene Schwerpunkte im Davis-Cup-Marketing sind nicht ausgewiesen.
Für wen: Tipwin passt, wer einen klassischen Sportwetten-Anbieter ohne Casino-Beifang sucht und sich auf das Wettprogramm konzentriert. Wer Casino, Poker oder Automatenspiele im selben Konto erwartet, ist hier falsch.
bwin — der international aufgestellte Klassiker
Bwin wird in Deutschland von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben. Die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
Bwin zählt zu den sichtbarsten Marken im europäischen Sportwetten-Markt und ist für ein breites Tennis-Programm bekannt — Grand Slams, ATP- und WTA-Tour, ITF-Turniere und damit auch den Davis Cup. Die Quoten liegen nach Erfahrungswerten auf Augenhöhe mit den anderen Whitelist-Anbietern; bei Live-Wetten profitiert bwin von einem breiten Marktangebot, soweit § 21 Abs. 4 GlüStV es zulässt.
Die Marke bringt einen Marketing-Vorteil mit, der nicht in der Whitelist steht: Wiedererkennungswert und ein eingespieltes Wettprogramm. Wer schon einmal bei bwin gewettet hat, weiß, wie der Wettschein aussieht; wer einsteigt, sollte prüfen, ob das eigene Zahlungsmittel akzeptiert wird — bwin schränkt einige Zahlungsmethoden für Bonusumsatz ein.
Für wen: bwin ist eine sichere Wahl für alle, die einen bekannten Anbieter mit vollständigem Tennis-Programm suchen und kein Problem mit der Markenstruktur haben.
bet-at-home — der österreichisch geprägte Anbieter
Bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die Ersterlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Zusätzlich hält der Anbieter eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
Bet-at-home ist im deutschen Markt traditionell präsent, das Wettprogramm ist breit und schließt den Davis Cup ein. Die Marke tritt weniger aggressiv im Marketing auf als andere Anbieter, was sich in einem knapperen Quotenniveau niederschlagen kann — eigene Vergleiche lohnen sich.
Die Trennung zwischen Sportwetten und virtuellem Spiel ist sauber: Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist eine andere als die Sportwetten-Erlaubnis. Wer bet-at-home nutzt, wettet auf Sport nur über das Sportwetten-Konto.
Für wen: bet-at-home passt, wer einen ruhigen Anbieter ohne übertriebenes Marketing sucht und das Tennis-Programm vor dem Bonus bewertet.
888sport — Teil der britischen 888 Holdings
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Erlaubnis wird über die 888 Germany Limited gehalten, Ersterlaubnis am 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
Die 888-Gruppe ist stärker für Casino und Poker bekannt; 888sport ist das Sportwetten-Angebot der Gruppe. Das Programm deckt Tennis umfassend ab, einschließlich Davis Cup. Die Quoten bewegen sich im branchenüblichen Rahmen.
Für wen: 888sport ist eine Wahl, wenn man Anbieter aus dem 888-Ökosystem kennt und ein einheitliches Konto schätzt. Wer bisher nur das 888-Casino genutzt hat, sollte prüfen, ob das Sportwetten-Konto separat geführt wird und welche Zahlungsmittel dort zugelassen sind.
Betano — die Marke mit der Kaizen-App
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben. Ersterlaubnis am 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder — mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette kombinieren —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Beim Davis Cup ist der Live-Stream nicht zugesichert; die App-Funktionen Bet Builder und Cash Out sind nutzbar, soweit das deutsche Wettprogramm sie abdeckt.
Für wen: Betano passt, wer mit Kombiwetten aus mehreren Märkten eines Spiels arbeitet und Cash Out aktiv nutzt. Beim Davis Cup ist der Live-Stream kein Unterscheidungsmerkmal — Grand Slams ja, Davis-Cup-Qualifikationsspiele in der Regel nein.
ODDSET — der Anbieter mit staatlichem Hintergrund
ODDSET wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der Lotto-Treuhandgesellschaft. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt (Stand 2. Oktober 2026). Aufsichtsbehörde ist die GGL, Hansering 15, 06108 Halle (Saale).
ODDSET ist im stationären Vertrieb über die Annahmestellen der Lotto-Gesellschaften sichtbar und richtet sich an Spielende, die Wettscheine vor Ort abgeben. Das Online-Angebot deckt die wichtigsten Sportarten ab, Tennis inklusive Davis Cup, tendenziell mit etwas knapperem Programm als die reinen Online-Anbieter.
Die Erlaubnisstruktur ist eine Besonderheit: Die Erst- und Folgeerlaubnis wurden vom Regierungspräsidium Darmstadt erteilt, die Aufsicht liegt heute bei der GGL. Im Whitelist-Eintrag erscheint die ODDSET Sportwetten GmbH, nicht die Lotto-Gesellschaft selbst.
Für wen: ODDSET passt, wer Wettscheine in der Annahmestelle schätzt oder einen Anbieter mit unmittelbarem staatlichen Bezug sucht. Wer ein breites Live-Programm und hohe Quotenmargen erwartet, ist bei spezialisierten Online-Anbietern besser aufgehoben.
NEO.bet — der deutsche Newcomer
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben. Ersterlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Sportwetten und einem modernen App-Auftritt. Das Tennis-Programm ist solide; beim Davis Cup sind Wetten auf Einzel, Doppel und Begegnungsausgang Standard.
Die Marke ist im deutschen Markt weniger bekannt als Tipico, bwin oder bet-at-home. Wer NEO.bet ausprobieren will, sollte vor der Anmeldung das aktuelle Wettprogramm prüfen — nicht jede Davis-Cup-Begegnung ist bei jedem Anbieter mit denselben Märkten vertreten.
Für wen: NEO.bet passt, wer einen neueren Anbieter sucht und das Wettprogramm vor dem Bonus bewertet.
Betway — Cash Out und Wettkonfigurator
Betway wird in Deutschland von der Betway Limited betrieben. Ersterlaubnis am 9. März 2021, Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026).
In der Betway-App erscheint beim Cash Out unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol; der Wert der offenen Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Der Wettkonfigurator ist auf Fußballspiele ausgerichtet; die Funktion „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette.
Beim Davis Cup heißt das: Cash Out ist verfügbar, der Wettkonfigurator ist es nicht zwingend — das Programm ist fußballlastig beschrieben. Tennis-Märkte sind regulär verfügbar.
Für wen: Betway passt, wer Cash Out regelmäßig nutzt und bei einer offenen Wette aussteigen will. Wer Konfigurator+ für Fußballkombinationen sucht, ist richtig; für Tennis-Kombinationen gilt das nicht im selben Maß.
Tipico — die deutsche Standardadresse
Tipico wird in Deutschland von der Tipico Co. Limited betrieben. Ersterlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022 (Stand 2. Oktober 2026). Die Tipico-Sportwetten-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt „Tipico Cashout“ zur Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Spiels.
Tipico ist im deutschen Markt die sichtbarste Sportwetten-Marke. Das Wettprogramm ist breit, das Filialnetz ist dicht, die Quote bewegt sich im branchenüblichen Rahmen. Beim Davis Cup sind alle Standardmärkte abgedeckt.
Eine Eigenheit: Vor dem BGH läuft das Verfahren I ZR 90/23, in dem es um die Rückforderung von Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 gegen Tipico geht. Es betrifft den Zeitraum vor der deutschen Erlaubnis und ist nicht gleichbedeutend mit einem Anspruch gegen Tipico heute — es zeigt aber, dass zivilrechtliche Ansprüche gegen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis grundsätzlich denkbar sind.
Für wen: Tipico ist die Wahl, wenn ein bekannter Anbieter mit Filialnetz gesucht ist. Wer den Vergleich mit anderen Whitelist-Anbietern scheut, verpasst oft die bessere Quote auf identischen Märkten.
LeoVegas — der späte Einstieg in den deutschen Markt
LeoVegas wird in Deutschland von der LVSports Limited betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 21. Oktober 2024 erteilt — das ist die jüngste Erst-Erlaubnis unter den zehn Anbietern. Zusätzlich hält der Anbieter eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023 (Stand 2. Oktober 2026).
Die LeoVegas-Gruppe ist ursprünglich im Online-Casino bekannt; der deutsche Markteintritt im Sportwetten-Bereich ist jüngeren Datums. Das Wettprogramm ist solide, der Schwerpunkt liegt erkennbar auf dem Casino-Angebot. Beim Davis Cup sind die Standardmärkte verfügbar; das Programm ist tendenziell nicht breiter als bei reinen Sportwetten-Anbietern.
Für wen: LeoVegas passt, wer ein Casino-Konto mit Sportwetten-Anschluss schätzt und einen Anbieter mit kurzer deutscher Historie akzeptiert. Wer auf ein ausgewiesenes Tennis-Spezialprogramm setzt, ist bei bwin oder Tipico besser aufgehoben.
Was der Vergleich wirklich zeigt
Auf den ersten Blick sind zehn Anbieter viel Auswahl. Auf den zweiten Blick sind sie es nicht — sie teilen dieselbe Rechtslage, dasselbe OASIS, dasselbe LUGAS-Limit und dasselbe Verbot von Live-Wetten auf den nächsten Punkt. Was bleibt, sind Programmbreite, Quoten, Bonusstrukturen und Eigenheiten.
Beim Davis Cup zählt die Programmbreite weniger als bei anderen Sportarten: Der Wettbewerb ist saisonal, das Finalturnier auf acht Mannschaften begrenzt, die Qualifikationsrunden sind klar definiert. Wer ein vollständiges Programm will, sollte vor der Anmeldung prüfen, ob der Anbieter alle drei Begegnungsformen — Einzel, Doppel, Ländervergleich — anbietet. Drei der zehn Anbieter sind im Apotheken-Schema vergleichbar (bwin, Tipico, bet-at-home); die anderen positionieren sich entweder stärker im Casino (888sport, LeoVegas) oder mit spezifischen Funktionen (Betano mit Bet Builder, Betway mit Cash Out).
Die Quote entscheidet am Ende, was ein Markt für den Spielenden wert ist. Wer dieselbe Auswahl „Spanien schlägt Großbritannien im Final 8“ bei drei Anbietern vergleicht, sollte die Quote mit der Marge abgleichen — ein Anbieter mit 1,85 bei 4,5 % Marge ist nicht besser als einer mit 1,87 bei 5,5 % Marge. Die Werbeaussage „beste Quote“ ist ein Marketing-Vergleich gegen andere Anbieter, nicht gegen das eigene Haus.
Der Bonus bleibt das größte Werbeversprechen und das kleinste Versprechen. Wer den Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist prüft, bevor er den Bonus annimmt, hat den Werbe-Punkt vom tatsächlichen Aufwand getrennt.
Was Spielende selbst prüfen sollten
Drei Dinge liegen in der Hand des Spielenden und lassen sich nicht vom Anbieter regeln.
- Whitelist-Eintrag prüfen: Wer auf der sicheren Seite sein will, geht vor der Anmeldung auf die Whitelist der GGL und sucht die Domain des Anbieters. Steht sie dort, ist die Erlaubnis bestätigt. Steht sie nicht, ist der Anbieter in Deutschland nicht erlaubt — auch dann nicht, wenn er eine maltesische oder karibische Lizenz vorzeigt.
- OASIS-Abgleich: Wer sich selbst sperren will, nutzt OASIS; wer in OASIS steht, wird bei jedem Whitelist-Anbieter abgewiesen. Die Sperre ist nicht verhandelbar und gilt über alle Anbieter hinweg.
- Einzahlungslimit im Auge behalten: Das Standardlimit von 1.000 € pro Monat gilt anbieterübergreifend. Wer mehr einzahlen will, muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit belegen — eine Selbsterklärung reicht nicht.
Häufige Fragen zum Davis Cup 2026 und zu Wettanbietern in Deutschland
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Austragung und läuft vom 5. Februar bis zum 29. November 2026. Die 1. Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die 2. Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien qualifiziert; Italien ist als Titelverteidiger automatisch Gastgeber.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Bei einem klassischen Davis-Cup-Match mit bis zu vier Einzeln und einem Doppel wird die Begegnung abgebrochen, sobald eine Mannschaft drei Siege hat. Wetten auf den Gesamtsieger der Begegnung werden mit dem dann feststehenden Ergebnis abgerechnet; einzelne Wetten auf die noch ausstehenden Partien werden in der Regel storniert und der Einsatz zurückgebucht, weil die Partie nicht mehr stattfindet. Im Finalturnier mit nur drei Partien gilt Entsprechendes: Wetten auf das Match werden mit dem feststehenden Ergebnis abgerechnet, Wetten auf eine nicht gespielte Partie storniert.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist das einzige zuverlässige Prüfmittel. Sie führt alle Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis mit der Domain auf, für die die Erlaubnis gilt. Steht die Domain dort, ist der Anbieter erlaubt; steht sie nicht, ist er in Deutschland nicht erlaubt — auch dann nicht, wenn er eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorzeigt. Die Whitelist wird auf der Webseite der GGL veröffentlicht; der Snapshot vom 2. Oktober 2026 enthält 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Tennis ist der nächste Satz ein seltener Bestandteil des Spiels und damit erlaubt; der nächste Punkt ist häufig und damit nicht erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt sucht man auf deutschen Plattformen vergeblich.
Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher aus dem Markt zieht, bevor er auszahlt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten von 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95,0 % und damit eine Marge von 5,0 %. Eine niedrigere Marge bedeutet mehr Auszahlung an die Spielenden — sie ist das eigentliche Maß für „beste Quote“, nicht der einzelne Quotenwert. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG), also rund 5,03 % auf einen Einsatz von 100 €. Sie schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19 RennwLottG); ob sie weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen.
Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?
Die Bonussumme ist der Werbewert, die Mindestquote und die Umsatzbedingungen sind der Aufwand. Eine Mindestquote von 1,80 schließt klare Favoritenwetten aus und zwingt zu Außenseitern oder Kombiwetten mit höherer Varianz. Ein Umsatzfaktor von 5× bedeutet fünfmal so viel Einsatz wie Bonus, bevor eine Auszahlung möglich ist. Beispielrechnung: Bei 100 € Bonus und 5× Umsatz sind 500 € Einsatz nötig; bei 10 € pro Wette sind das 50 Wetten, jede einzelne trägt die Marge des Marktes, auf den gespielt wird. Bei 5 % Marge liegt der statistische Verlust bei rund 25 €, bevor ein Cent ausgezahlt wird.
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