10 Euro Freebet ohne Einzahlung bei Sportwetten – was sie wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stapel Euro-Münzen auf einem dunklen Holztisch, seitlich von einer Schreibtischlampe beleuchtet.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Wer nach „10 Euro Freebet ohne Einzahlung Sportwetten 2026“ sucht, will eine konkrete Antwort auf zwei Fragen: Gibt es das überhaupt, und falls ja, unter welchen Bedingungen? Die ehrliche Antwort steht am Anfang: Bei lizenzierten deutschen Wettanbietern ist eine Freebet ohne vorherige Einzahlung die Ausnahme, nicht die Regel. Was im Internet als „gratis“ beworben wird, ist in den meisten Fällen an eine qualifizierende Einzahlung, eine erste Wette oder eine Registrierung über einen Promotion-Link gebunden. Wer den Mechanismus versteht, liest jedes Angebot mit anderen Augen.

Die folgenden Abschnitte erklären, was eine Freebet technisch ist, warum der Einsatz nicht mit ausgezahlt wird, welche Auflagen die deutsche Regulierung macht und wie sich die zehn großen Anbieter im aktuellen Vergleich schlagen. Der Blickwinkel bleibt durchgehend derselbe: nicht der Werbeversprechen, sondern die Kosten, die ein Kunde tatsächlich trägt.

Willkommensangebote im Vergleich: Zehn Anbieter, ihre Freebets und ihre Auflagen

Der Vergleich sortiert die Anbieter nicht nach Sympathie, sondern nach den Bedingungen ihrer Willkommensangebote – also nach dem, was ein Neukunde am Ende übrig behält, wenn er die Freebet eingelöst hat. Freebets kosten den Kunden fast immer etwas: einen Umsatz, eine Mindestquote, eine Frist. Wer die Angebote nebeneinander sieht, erkennt die Muster.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betano Whitelist-Eintrag, Betreiberin Betkick Sportsbetting Limited (Malta) 19.02.2021
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Betreiberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Wettarena Whitelist-Eintrag, Betreiberin I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta) 09.10.2020
Winamax Whitelist-Eintrag, Betreiberin WINAMAX S.A. (Frankreich) 29.06.2021
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Betreiberin Greenvest Betting Limited (Malta) 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist-Eintrag, Betreiberin Greentube Betting Malta Limited (Malta) 09.10.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Betreiberin Interwetten Gaming Limited (Malta) 02.11.2020
bet-at-home Whitelist-Eintrag, Betreiberin Bet-at-home.com Internet Limited (Malta) 02.11.2020
Tipico Whitelist-Eintrag, Betreiberin Tipico Co. Limited (Malta) 09.10.2020
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag, Betreiberin Merkur Bets Malta Limited (Malta) 06.11.2023

Die Whitelist trägt Stand 2. Oktober 2026 exakt diese zehn Erlaubnisinhaber für den deutschen Sportwettenmarkt – kein weiterer Anbieter taucht mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf, der in der Werbung mit „Freebet ohne Einzahlung“ wirbt. Wer ein Angebot außerhalb dieser Liste bewirbt, bewegt sich entweder im Casino-Bereich (mit eigener Erlaubnis und anderen Regeln) oder im Graubereich. Der Vollständigkeit halber: AdmiralBet besitzt zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Betano eine Konzession für Online-Casinospiele – beides berührt die Sportwetten-Freebet nicht, weil es sich um getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln handelt.

Betano: solides Willkommenspaket, Freebet an Einzahlung gekoppelt

Betano gehört zu den jüngeren Anbietern auf der Whitelist und ist mit einer ersten Erlaubnis aus dem Februar 2021 ausgestattet. Die Betreiberin sitzt in San Ġiljan auf Malta, das Erlaubnisverfahren lief über die GGL. Das Sportwettenangebot richtet sich an Neukunden mit einem klassischen Einzahlungs-Willkommensbonus; eine Freebet ganz ohne Einzahlung ist im aktuellen Programm nicht ausgewiesen. Die Freebet entsteht bei Betano in der Regel erst, wenn eine qualifizierende Einzahlung erfolgt ist und die erste Wette platziert wurde.

Wer bei Betano mit kleiner Bankroll starten will, sollte prüfen, welche Mindesteinzahlung gilt und welche Quote die qualifizierende Wette erreichen muss. Die Regeln dazu stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nicht auf der Werbeseite. Ein Blick dort vor der Einzahlung kostet fünf Minuten und erspart später böse Überraschungen.

Für wen Betano passt: für Kunden, denen die Marke vertraut ist und die mit einer Einzahlung zwischen 10 und 50 Euro das Willkommenspaket voll ausnutzen wollen. Wer eine echte Gratiswette sucht, ist hier falsch.

Sportingbet: Freebet als Kombi-Baustein, Cash Out eingeschränkt

Sportingbet trägt eine Whitelist-Erlaubnis seit Oktober 2020, betrieben von der Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Willkommensangebot kombiniert häufig eine Freebet mit einer Einzahlungsprämie, der Freebet-Anteil ist an die Platzierung der ersten qualifizierenden Wette gebunden. Der entscheidende Punkt: Cash Out funktioniert bei Sportingbet nur bei Einzel- und Kombiwetten, nicht bei Systemwetten und ausdrücklich nicht bei Wetten, die mit einer FreeBet platziert wurden. Wer seine Freebet mit Cash Out absichern will, kann das nicht.

Für wen Sportingbet passt: für Kunden, die ohnehin Einzel- oder Kombiwetten spielen und kein Systemwetten-Portfolio pflegen. Wer Systemwetten als Kernstrategie nutzt, verliert mit Sportingbet ein Werkzeug.

Wettarena: Malta-Halter, schmales Programm

Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta betrieben. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit Oktober 2020. Das Willkommensangebot fällt im Vergleich zu den großen Marken bescheidener aus: Die Freebet ist oft an eine Mindesteinzahlung und eine Mindestquote gebunden, und nicht jedes Sportwetten-Event qualifiziert für die Umsetzung. Wer bei Wettarena spielt, sollte die Bonusbedingungen im Kleingedruckten lesen – sie entscheiden, ob aus der Freebet am Ende ein auszahlbarer Gewinn wird oder ob der Bonusbetrag nach 30 oder 60 Tagen verfällt.

Für wen Wettarena passt: für Kunden, die einen zweiten Account bei einem kleineren Anbieter suchen und mit niedrigen Einsätzen experimentieren. Für die erste Freebet-Erfahrung gibt es Anbieter mit klareren Regeln.

Winamax: das fairste Angebot im Testfeld

Winamax wirbt mit einem Willkommensangebot, das sich von der Konkurrenz abhebt: Die erste Einzahlung wird bis 100 Euro in Freebets verdoppelt, und die Freebets selbst unterliegen keinen Umsatzbedingungen. Was bleibt, ist eine einzige Auflage – die Einzahlung muss einmal umgesetzt werden, höchstens 100 Euro, bei einer Mindestquote von 1,05. Danach gehören die Freebets und alle Gewinne daraus dem Kunden.

Das ist im deutschen Markt selten. Die meisten Konkurrenten verlangen einen Mehrfachumsatz von Einzahlung plus Bonus, Mindestquoten von 1,50 bis 1,80 und Fristen von 30 bis 90 Tagen. Winamax setzt die Messlatte für „fair“ sehr hoch. Eine echte Freebet ohne Einzahlung ist es allerdings auch hier nicht – die Freebet entsteht aus der Einzahlung, nicht aus dem Nichts. Wer 10 Euro einzahlt, bekommt 10 Euro in Freebets; wer 100 Euro einzahlt, bekommt 100 Euro in Freebets.

Cash Out bei Winamax: vollständig oder teilweise, für Einzel-, Kombi- und MyMatch-Wetten, aber nicht für Torschützenwetten, Systemwetten, Langzeitwetten und nicht für Wetten, die mit Freebets platziert wurden. Der Betrag wird erst nach Ende aller Auswahlen ausgezahlt, nicht sofort beim Klick.

Für wen Winamax passt: für Kunden, die ein Willkommensangebot suchen, das die Bedingungen klar benennt und nicht hinter jeder Auszahlung eine Hürde versteckt. Die Mindestquote von 1,05 ist niedrig genug, um nicht zur Glücksspiel-Falle zu werden, und hoch genug, um Bookmaker-Spielraum auszuschließen.

NEO.bet: Freebet an Ersteinzahlung gebunden, ältere Erlaubnis

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit einer ersten Sportwetten-Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Das Willkommensangebot enthält eine Freebet, die an die erste Einzahlung gekoppelt ist – eine Freebet ganz ohne Einzahlung wirbt NEO.bet nicht aktiv. Die Freebet hat in der Regel eine kurze Frist (sieben bis 14 Tage), und die qualifizierende Wette muss eine Mindestquote erreichen.

Wer bei NEO.bet mit kleiner Freebet startet, sollte den Wettschein früh platzieren. Eine nicht genutzte Freebet verfällt stillschweigend, und das Kleingedruckte enthält keine Erinnerung.

Für wen NEO.bet passt: für Kunden, die mit der Marke bereits vertraut sind und eine zweite oder dritte Freebet mitnehmen. Für Neulinge im deutschen Wettmarkt ist Winamax transparenter.

AdmiralBet: Erlaubnis frisch, Freebet-Konzept im Aufbau

AdmiralBet gehört zur Greentube-Gruppe und trägt eine Erlaubnis seit Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen aus 2022 und Juli 2024. Die Marke wirbt im Sportwettenbereich nicht mit dem lautesten Willkommenspaket, dafür aber mit einer beständigen Erlaubnis und einem wachsenden Freebet-Programm. Die meisten Freebets sind an Einzahlungen oder Aktionen wie den Kombi-Boost gebunden – ein klassisches „Freebet ohne Einzahlung“ sucht man im aktuellen Programm vergebens.

AdmiralBet bietet zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, was für Kunden relevant ist, die Sportwetten und Casino kombinieren – allerdings unter getrennten Regeln und getrennten Erlaubnissen.

Für wen AdmiralBet passt: für Kunden, die einen seriösen Anbieter mit kombinierter Erlaubnis suchen und Freebets nicht als Hauptkriterium wählen.

Interwetten: Freebet mit Umsatz, Cash Out eingeschränkt

Interwetten trägt eine Whitelist-Erlaubnis seit November 2020. Das Willkommensangebot enthält eine Freebet, die an die qualifizierende Einzahlung gebunden ist; Freebets ohne Einzahlung sind im aktuellen Programm nicht ausgewiesen. Cash Out kann laut Sportsbook-Regeln ohne Vorankündigung widerrufen oder deaktiviert werden, und für Freebets sowie Bonusgeld ist Cash Out nicht verfügbar. Wer mit Freebets spielt, kann sie nicht vorzeitig absichern.

Die Freebet bei Interwetten hat typischerweise eine Frist und eine Mindestquote. Beide Werte stehen in den AGB, nicht in der Werbung. Wer ohne Lesen spielt, läuft Gefahr, dass die Freebet am Tag nach Erhalt verfällt – Interwetten verschickt in der Regel eine Erinnerung, aber nicht jeder Kunde sieht sie.

Für wen Interwetten passt: für Kunden, die einen traditionsreichen Anbieter mit österreichisch-maltesischer Verwurzelung suchen und mit einer Freebet zwischen 10 und 50 Euro zufrieden sind.

bet-at-home: die 10-Euro-Gratiswette zur FIFA WM 2026

bet-at-home bot Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland eine 10-Euro-Gratiswette auf den Sieger der FIFA WM 2026 an. Die Aktion lief ab dem 9. Juni 2026, die Wette musste bis zum 28. Juni 2026 um 18:00 Uhr platziert werden. Gewinne aus der Gratiswette unterlagen keinen Umsatzbedingungen – das macht das Angebot im Marktvergleich besonders: Was mit der Gratiswette gewonnen wurde, konnte direkt ausgezahlt werden, sofern die Freebet-Bedingungen erfüllt waren.

Dieses Angebot ist eines der wenigen aktuellen Beispiele für eine echte Gratiswette in der Größenordnung von 10 Euro bei einem Whitelist-Anbieter. Es war turniergebunden (FIFA WM 2026), registrierungspflichtig (über einen Promotion-Link) und fristgebunden. Wer die Frist verpasst hat, kann das Angebot nicht mehr nutzen – die Aktion ist abgelaufen.

Für wen bet-at-home passt: für Kunden, die auf Turnier-Freebets warten und sich mit Promotion-Links registrieren. Das nächste Großereignis steht an, und bet-at-home wird voraussichtlich wieder eine Aktion lancieren.

Tipico: die bekannteste Marke, Freebet an Ersteinzahlung

Tipico ist im deutschen Markt die bekannteste Wettmarke. Gegründet 2004 auf Malta, mit der Tipico Co. Limited als Betreiberin, trägt Tipico eine Whitelist-Erlaubnis seit Oktober 2020. Das Willkommensangebot richtet sich an Neukunden mit Einzahlung; eine Freebet ganz ohne Einzahlung wirbt Tipico nicht.

Die Marke kompensiert das fehlende „gratis“ mit einer starken Präsenz in Sport und Werbung, mit stationären Annahmestellen und mit einem Quoten-Niveau, das im oberen Drittel des Marktes liegt. Kunden, die Tipico wählen, wählen die Marke, nicht primär die Freebet.

Für wen Tipico passt: für Kunden, denen Markenvertrauen wichtiger ist als ein maximaler Freebet-Betrag, und für Kunden, die ohnehin in einem Tipico-Laden in ihrer Stadt wetten.

MERKUR BETS: Neukunden-JokerBet, MERKUR BETS CLUB mit 5-€-Freebet

MERKUR BETS ist der jüngste Anbieter im Testfeld (Erlaubnis seit November 2023) und fällt mit zwei Freebet-Formaten auf: dem Neukunden-JokerBet (25 Euro Freebet bei Ersteinzahlung ab 1 Euro, dazu bis zu 75 Euro Erstattung als Freebet, wenn die erste Kombiwette verliert – vorausgesetzt, die Option wurde vor der Wette gewählt) und dem MERKUR BETS CLUB (5-Euro-Freebet am Montag für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 Euro).

Die Freebet aus dem MERKUR BETS CLUB muss innerhalb von drei Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfällt, wenn sie nicht innerhalb von sieben Tagen nach Erhalt genutzt wird. Sie gilt nur für Einzel- oder Kombinationswetten, System- und Mehrwegwetten sind nicht zulässig. Bei einer mit Freebet platzierten Wette ist kein Cashout möglich; bei einem Gewinn wird der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt, und die Freebet gilt nicht für Wetten mit Quotenboost.

Der Kombi-Boost von MERKUR BETS gibt ab fünf Auswahlen einen Prozentbonus auf den Gewinn: 5 Prozent bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl 1 Prozentpunkt mehr, höchstens 30 Prozent ab 30 Auswahlen. Die Mindestquote je Auswahl beträgt 1,21, und Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Für wen MERKUR BETS passt: für Kunden, die regelmäßig Kombiwetten spielen und vom CLUB-Programm profitieren. Die 5-Euro-Freebet pro Woche ist klein, aber bei aktiven Spielern summiert sich das über ein Jahr.

Grundlagen: Was eine Freebet ist und was sie nicht ist

Eine Freebet ist ein Wettguthaben, das ein Anbieter dem Kunden für eine oder mehrere Wetten zur Verfügung stellt – in der Regel nach einer qualifizierenden Einzahlung, einer ersten platzierten Wette oder der Teilnahme an einer Promotion. Der entscheidende Unterschied zum Bonusgeld: Eine Freebet ist an einen konkreten Wettschein gebunden, sie wird nicht dem Echtgeld-Konto gutgeschrieben, und der Einsatz der Freebet wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Wer 10 Euro als Freebet setzt und gewinnt, bekommt den Gewinn ausgezahlt – nicht den Einsatz zurück.

Ein Fußball liegt auf dem Elfmeterpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine Tribüne im Dunst.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Bonusgeld funktioniert anders: Es wird dem Konto gutgeschrieben, unterliegt aber Umsatzbedingungen (typisch: fünffacher Umsatz von Einzahlung plus Bonus bei einer Mindestquote ab 1,50 bis 1,80) und kann erst nach Erfüllung dieser Bedingungen zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt werden. Bonusgeld ist also kein „gratis Geld“, sondern ein Kredit mit Auflagen.

Die Trennung ist für jeden Kunden relevant, der ein Angebot annimmt. Eine Freebet mit niedriger Quote und ohne Umsatzbedingung ist oft mehr wert als ein hoher Bonus mit fünffachem Umsatz und Mindestquote 2,00. Die Werbung spricht von „bis zu 200 Euro Bonus“, die Realität liegt bei einem Bruchteil davon, weil der Umsatz bei einer 50-prozentigen Auszahlungsquote des Marktes (Margin 5 Prozent) etwa 5 Prozent des Bonusvolumens kostet – auf den ersten Blick wenig, bei 200 Euro Bonus und fünffachem Umsatz sind das jedoch 50 Euro an Markt-Margin, die der Kunde zahlt, bevor er überhaupt gewonnen hat.

Warum der Einsatz der Freebet nicht mit ausgezahlt wird

Der Mechanismus erklärt sich aus dem, was eine Freebet wirtschaftlich ist: ein Werbekostenzuschuss des Anbieters. Der Anbieter schenkt dem Kunden keine 10 Euro Bargeld, sondern das Recht, eine Wette zu platzieren, die den Einsatz nicht aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt. Gewinnt die Wette, profitiert der Kunde; verliert sie, trägt der Anbieter den Verlust. Damit der Anbieter nicht das doppelte Risiko trägt (Freebet plus ausbezahlter Einsatz), wird der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückerstattet.

Diese Konstruktion unterscheidet eine Freebet von einer „risikofreien Wette“ (risk-free bet). Eine risikofreie Wette wird mit echtem Geld platziert; verliert sie, erstattet der Anbieter den Einsatz – typischerweise als Freebet, seltener als Echtgeld. Wer das Wort „risikofrei“ liest, sollte prüfen, in welcher Form erstattet wird. Eine Erstattung als Freebet ist erneut an die Regeln einer Freebet gebunden – der Einsatz wird auch hier nicht ausgezahlt.

Was die Mindestquote mit dem Gewinn zu tun hat

Eine Mindestquote schützt den Anbieter davor, dass der Kunde die Freebet auf eine Quote von 1,01 setzt und praktisch risikolos einsteigt. Je höher die Mindestquote, desto mehr Risiko trägt der Kunde, desto mehr schrumpft der statistische Wert der Freebet. Eine Mindestquote von 1,80 halbiert den Wert einer Freebet im Vergleich zu einer Mindestquote von 1,10 – weil der Kunde bei 1,80 öfter verliert und der Anbieter seltener auszahlt.

Aus diesem Grund wirbt kein seriöser Anbieter mit „Freebet ohne Bedingungen“ und meint es auch so. Die Mindestquote ist die Bedingung, die in der Werbung am seltensten steht und in den AGB am häufigsten. Wer eine Freebet annimmt, sollte die Quote so wählen, dass sie im Bereich der Mindestquote liegt, nicht darüber – jedes Zehntel Quote über der Mindestquote kostet statistisch Geld.

Wie der Wert einer Freebet zu berechnen ist

Eine Freebet, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, hat einen statistischen Wert, der sich aus dem Produkt von Freebet-Betrag, Mehrwert gegenüber der Wettquote (Quote minus 1) und Auszahlungsquote des Marktes ergibt. Für eine 10-Euro-Freebet auf einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 und einer Auszahlungsquote von rund 90,7 Prozent (Margin 9,3 Prozent) liegt der statistische Wert grob zwischen 4 und 5 Euro – je nachdem, wie konservativ man die Annahmen setzt.

Die Rechnung im Detail: Die Auszahlungsquote eines Marktes mit zwei Quoten 1,90 und 1,90 beträgt 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 95,0 Prozent, die Margin 5,0 Prozent. Der erwartete Wert der Freebet auf einer der beiden Quoten berechnet sich als Freebet-Betrag × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote. Für 10 Euro × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95 ergibt das 4,50 Euro. Das ist der durchschnittliche Wert der Freebet über viele Wetten – kein garantierter Gewinn, kein versprochener Auszahlungsbetrag, sondern ein statistischer Mittelwert, der nur unter den getroffenen Annahmen gilt.

Unter realistischeren Annahmen – der Kunde wählt die Quote nicht optimal, der Markt hat eine höhere Margin, die Freebet verfällt teilweise – sinkt der Wert. Wer eine 10-Euro-Freebet aufnimmt, sollte mit einem realen Gegenwert von 3 bis 4 Euro rechnen. Das ist nicht nichts, aber es ist auch nicht das, was die Werbung suggeriert.

Was eine Freebet von einem Cash-Bonus unterscheidet

Ein Cash-Bonus wird dem Konto als Echtgeld gutgeschrieben (in der Regel mit Auflagen), eine Freebet wird als Wettguthaben gebucht. Der Cash-Bonus kann in der Regel ausgezahlt werden, sobald die Umsatzbedingungen erfüllt sind; die Freebet wird bei einem Gewinn ohne den Einsatz ausgezahlt. Aus Sicht des Kunden ist ein Cash-Bonus mit niedrigen Umsatzbedingungen (zweifach oder dreifach) oft wertvoller als eine nominell höhere Freebet mit kurzer Frist und hoher Mindestquote.

Beispiel: 50 Euro Cash-Bonus mit dreifachem Umsatz und Mindestquote 1,50 erfordern 150 Euro Wetteinsatz. Bei einer angenommenen Margin von 5 Prozent kostet das 7,50 Euro an Marktkosten. Bleibt ein Netto-Wert von 42,50 Euro, abzüglich des Risikos, dass der Kunde in der Umsetzungsphase verliert. Eine 50-Euro-Freebet ohne Umsatzbedingungen hat bei einer angenommenen Auszahlungsquote von 95 Prozent einen statistischen Wert von etwa 25 Euro. Der Cash-Bonus ist in diesem Beispiel trotz Umsatzbedingungen mehr als doppelt so viel wert.

Rechtslage: Warum Freebets ohne Einzahlung meist außerhalb der Erlaubnis stehen

Die deutsche Sportwetten-Regulierung ist im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) verankert, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht den Markt. Die offizielle Whitelist (§ 9 Abs. 8) ist der einzige Test für eine gültige Erlaubnis – wer dort nicht steht, hat keine.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch vor einem Fenster.
Als Anbieter von Betano führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist trägt Stand 2. Oktober 2026 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Inhaber nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis. Die Domain-Adresse und der Erlaubnisinhaber müssen in der Liste übereinstimmen.

Was eine erste Erlaubnis bedeutet

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum – wer dort steht, ist bis zu einer ausdrücklichen Löschung erlaubt. Eine Folgeerlaubnis wird auf Antrag erteilt und gilt für weitere fünf Jahre. Die zehn Anbieter im Testfeld verteilen sich auf den Oktober 2020 (sechs Anbieter), November 2020 (zwei Anbieter), Februar 2021 (Betano), Juni 2021 (Winamax) und November 2023 (MERKUR BETS). Die jüngste Erlaubnis ist also dreieinhalb Jahre alt, die ältesten gut fünf.

Was Offshore-Anbieter nicht bieten

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bewegt sich im Bereich des unerlaubten Glücksspiels (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz; die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, hat keinen Zugang zu OASIS (der zentralen Sperrdatei), zu LUGAS (der Limitdatei), zu Einzahlungslimits nach deutschem Recht und zu den Insolvenzschutz-Regeln, die ein lizenzierter Anbieter einhalten muss.

Die zivilrechtliche Seite ist bemerkenswert: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 Euro Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was die Gerichte letztlich entscheiden, ist offen. Was feststeht: Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielt, hat dieses Risiko nicht.

Werbung und Boni – was erlaubt ist

Werbung für Glücksspiel darf in Deutschland nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt kein 6-bis-21-Uhr-Werbeverbot (das betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele), aber: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig deckelt oder Mindestquoten vorschreibt – die Regeln dazu kommen allein aus den AGB des jeweiligen Anbieters.

Was die Sportwettensteuer mit der Freebet zu tun hat

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG) – das entspricht ungefähr 5,03 Prozent des eingesetzten Betrags (5,3 ÷ 105,3). Sie wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Kunden (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst – Tipico zieht die Steuer direkt vom Wetteinsatz ab, andere Anbieter ziehen sie vom Gewinn ab, einige wenige tragen sie selbst. Bei einer Freebet, deren Einsatz ohnehin nicht ausgezahlt wird, fällt die Steuer typischerweise nicht auf den Freebet-Einsatz an – der Anbieter schenkt den Einsatz und trägt die Steuer, weil der Einsatz wirtschaftlich beim Anbieter liegt.

Für den Kunden bedeutet das: Eine 10-Euro-Freebet auf eine Quote von 1,90 ohne Steuerweitergabe zahlt im Gewinnfall 9 Euro Gewinn aus (10 × 1,90 − 10 = 9). Zieht der Anbieter die Steuer vom Gewinn ab, bleiben 8,55 Euro. Das ist nicht viel, aber es ist der Unterschied zwischen „bis zu 9 Euro“ und „bis zu 8,55 Euro“ – die Werbung spricht von der ersten Zahl, der Wettschein zeigt die zweite.

Spielerschutz: Auch Freebet-Konten unterliegen den deutschen Regeln

Eine Freebet ändert nichts am rechtlichen Rahmen eines Wettkontos. Wer eine Freebet annimmt, hat ein vollwertiges Konto bei einem lizenzierten Anbieter – mit allen Pflichten und allen Schutzmechanismen, die das deutsche Recht vorsieht.

Altersgrenze und Verifizierung

Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Ein Konto pro Anbieter, mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro und ohne Auszahlungen. Wer innerhalb dieser 72 Stunden keine Verifizierung abschließt, kann sich das gewonnene Geld nicht auszahlen lassen. Die Freebet wird in dieser Phase oft gewährt – der Kunde spielt also unter den genannten Einschränkungen, auch wenn die Werbung den Eindruck eines freien Spiels erweckt.

Einzahlungslimit und LUGAS

Das gesetzliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 Euro pro Kalendermonat, geltend über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Datei (§ 6c Abs. 1). Ein Anbieter darf für einen einzelnen Kunden ein höheres Limit festsetzen – bis 10.000 Euro, in Ausnahmen bis 30.000 Euro für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler –, aber nur gegen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Parallelspiel ist verboten (§ 6h, Aktivitätsdatei): LUGAS erkennt, wenn ein Kunde parallel bei mehreren Anbietern spielt, und blockiert weitere Einzahlungen.

Für einen Kunden mit Freebet heißt das: Wer das 1.000-Euro-Limit im Monat ausschöpft, kann keine weitere Freebet einlösen, wenn diese eine Einzahlung voraussetzt. Bei Freebets, die keine Einzahlung erfordern, gilt das Limit nicht – die Freebet ist kein „eingezahltes“ Geld, sondern ein Werbeguthaben. Die AGB des Anbieters entscheiden, ob die Freebet unter das Limit fällt oder nicht; die meisten Whitelist-Anbieter rechnen Freebets nicht auf das LUGAS-Limit an.

OASIS und Selbstsperre

OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die zentrale Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann. Wer bei einem Whitelist-Anbieter spielt, ist automatisch in OASIS erfasst; wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, ist es nicht – und kann sich dort auch nicht selbst sperren lassen, weil die deutsche Infrastruktur nicht greift.

Zahlungen und Insolvenzschutz

Zahlungen auf ein Wettkonto dürfen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut kommen (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt – das schließt Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt aus. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Bonus-Logik: Wie Freebets, Wett-Credits und Cash-Bonus wirklich funktionieren

Die Werbung spricht von „Freebet“, „Wett-Credits“, „Bonusgeld“, „risikofreier Wette“ und „Cashback“ – und meint damit fünf sehr verschiedene Dinge. Wer die Mechanik versteht, sortiert Angebote nach ihrem tatsächlichen Wert, nicht nach dem Werbeversprechen.

Freebet ohne Einzahlung – warum es die Ausnahme ist

Eine Freebet ohne Einzahlung bedeutet: Der Kunde registriert sich, erhält eine Freebet (typisch 5 bis 10 Euro), spielt sie – ohne eigenes Geld eingesetzt zu haben. Im Gewinnfall wird der Gewinn ausgezahlt, der Einsatz der Freebet nicht. Solche Angebote sind im lizenzierten deutschen Markt selten, weil sie den Anbieter Geld kosten, ohne dass eine Einzahlung als Gegengewicht kommt. Ausnahmen gab es bei bet-at-home zur FIFA WM 2026 (10 Euro Gratiswette an einen Promotion-Link und eine Frist gebunden) und bei einigen Sonderaktionen zu Großereignissen. Wer ein solches Angebot sucht, sollte regelmäßig die Promotions-Seiten der Anbieter prüfen, insbesondere vor Turnieren.

Freebet mit Einzahlung – der Normalfall

Die häufigste Form: Der Kunde zahlt ein (z. B. 10 Euro), erhält eine Freebet in gleicher oder ähnlicher Höhe (z. B. 10 Euro), spielt die Freebet. Die Freebet ist an eine Frist (typisch 7 bis 30 Tage) und eine Mindestquote (typisch 1,50 bis 1,80) gebunden. Im Gewinnfall wird der Gewinn ausgezahlt, der Freebet-Einsatz nicht. Manche Anbieter verlangen zusätzlich einen Umsatz der Einzahlung, bevor die Freebet freigegeben wird – das ist die Konstruktion hinter „100 Prozent bis 100 Euro“.

Wett-Credits – die bet365-Variante

Bet365 bewirbt bei bet365 für Neukunden „bis zu 100 Euro in Wett-Credits“. Die Wett-Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Die Mechanik entspricht der Freebet mit Einzahlung – der Unterschied ist sprachlich. „Wett-Credits“ suggeriert ein Konto, „Freebet“ suggeriert einen Wettschein; wirtschaftlich sind sie identisch.

Cash-Bonus – der Umsatz-Bonus

Ein Cash-Bonus (Beispiel: 100 Prozent bis 100 Euro) wird dem Konto nach Einzahlung als Bonusgeld gutgeschrieben. Bevor das Bonusgeld plus Gewinne ausgezahlt werden können, muss der Kunde Einzahlung plus Bonus typischerweise fünfmal umsetzen (manchmal nur den Bonus, manchmal Einzahlung allein) – bei einer Mindestquote, die zwischen 1,50 und 2,00 liegt. Die Frist reicht von 30 bis 90 Tagen. Bei bpremium etwa sind es fünffacher Umsatz von Bonus plus Einzahlung, bei Dezimalquoten ab 1,7; bei Tipwin siebenfacher Umsatz von Einzahlung plus Bonus, mit maximal 100 Euro pro Wettschein und Mindestquote 1,80.

Risikofreie Wette – die Erstattung als Freebet

Eine risikofreie Wette (risk-free bet) wird mit echtem Geld platziert; verliert sie, erstattet der Anbieter den Einsatz – meist als Freebet, selten als Echtgeld. Die Erstattung ist also selbst an die Freebet-Regeln gebunden. Wer „risikofrei“ liest, sollte prüfen, in welcher Form erstattet wird. Bei MERKUR BETS ist die Variante als „Neukunden-JokerBet“ umgesetzt: Die erste qualifizierende Kombiwette verliert, der Einsatz wird bis 75 Euro als Freebet erstattet – die Freebet selbst unterliegt dann wieder den Freebet-Regeln.

Cashback – der Verlustausgleich

Cashback erstattet einen prozentualen Anteil der Nettoverluste einer Woche oder eines Monats (typisch 5 bis 15 Prozent), entweder als Echtgeld oder als Bonusgeld. Cashback ist im deutschen Markt seltener als in anderen, weil die Anbieter mit den engen Margen kämpfen. Wer Cashback sucht, liest die AGB genau: Eine Erstattung als Bonusgeld ist keine Erstattung, sondern ein weiterer Bonus.

Preis-Boost und Gewinn-Boost

Ein Preis-Boost erhöht die Quote eines bestimmten Marktes für einen begrenzten Zeitraum; ein Gewinn-Boost erhöht den Gewinn einer Kombiwette prozentual, abhängig von der Zahl der Auswahlen. Beide sind keine Freebets, sondern Quotenverbesserungen. Bei MERKUR BETS etwa gibt es den Kombi-Boost ab fünf Auswahlen, mit steigendem Prozentsatz bis 30 Prozent bei 30 Auswahlen, Mindestquote 1,21 je Auswahl. Bei bet365 gibt es einen Boost für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen mit kombinierter Quote ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Auswahlzahl abhängt.

Was eine 10-Euro-Freebet statistisch wert ist

Eine 10-Euro-Freebet auf einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 hat einen statistischen Wert, der sich aus drei Größen zusammensetzt: dem Freebet-Betrag, dem Mehrwert über 1,00 (Quote minus 1) und der Auszahlungsquote des Marktes. Für ein faires Beispiel mit beiden Quoten bei 1,90 liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 95,0 Prozent, die Margin bei 5,0 Prozent. Setzt der Kunde die 10-Euro-Freebet auf eine der beiden Quoten, ergibt sich ein statistischer Erwartungswert von 10 × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95 ≈ 4,50 Euro.

Das ist der Mittelwert über viele Wetten – nicht der Betrag, den der Kunde in einem einzelnen Wettschein ausgezahlt bekommt. Eine einzelne Wette gewinnt und zahlt 9 Euro aus, oder sie verliert und zahlt 0 Euro. Über 100 Wetten mit jeweils 10 Euro Freebet-Einsatz pendelt sich der durchschnittliche Gewinn bei rund 450 Euro ein, also 4,50 Euro pro Wette. Das ist der „Wert“ der Freebet im statistischen Sinne.

Unter realistischen Bedingungen – der Kunde wählt die Quote nicht immer optimal, der Markt hat eine höhere Margin als 5 Prozent, ein Teil der Freebets verfällt ungenutzt – sinkt der reale Wert. Wer eine 10-Euro-Freebet annimmt, sollte mit einem realen Gegenwert von 3 bis 4 Euro rechnen. Die Werbung verspricht 10 Euro; die Statistik liefert etwa die Hälfte davon.

Der Wert steigt mit zwei Faktoren: einer höheren Quote (mehr „Fleisch“ am Gewinn) und einer höheren Auszahlungsquote des Marktes (weniger Margin, die der Anbieter nimmt). Beide Faktoren stehen in einem Spannungsverhältnis: Eine hohe Quote geht meist mit einer höheren Margin einher, weil der Anbieter die Quote nach eigenem Risiko kalibriert. Die optimale Quote für eine Freebet liegt daher im Bereich der Mindestquote – knapp darüber, nicht weit darüber. Wer die Freebet auf eine Quote von 3,00 statt auf die Mindestquote von 1,50 setzt, gewinnt mehr im Erfolgsfall, verliert aber öfter – und der statistische Wert steigt nicht zwingend.

Häufige Fragen zu Freebets ohne Einzahlung

Was genau ist eine Freebet – und worin unterscheidet sie sich von Bonusgeld?

Eine Freebet ist ein Wettguthaben, das ein Anbieter für eine oder mehrere Wetten zur Verfügung stellt. Sie wird nicht dem Echtgeld-Konto gutgeschrieben, sondern nur für konkrete Wettscheine verwendet. Im Gewinnfall wird der Gewinn ausgezahlt, der Einsatz der Freebet nicht. Bonusgeld wird dem Konto als Bonus gutgeschrieben, unterliegt aber Umsatzbedingungen – typisch mehrfacher Umsatz von Einzahlung und Bonus bei einer Mindestquote ab 1,50. Bonusgeld kann nach Erfüllung der Bedingungen zusammen mit dem Gewinn ausgezahlt werden, die Freebet nicht.

Wird der Einsatz der Freebet bei einem Gewinn mit ausgezahlt?

Nein. Der typische Mechanismus einer Freebet ist: Der Kunde setzt 10 Euro Freebet auf eine Quote von 1,90, gewinnt die Wette und bekommt 9 Euro ausgezahlt – nicht 19 Euro. Der Einsatz der Freebet wird im Gewinnfall nicht erstattet. Das unterscheidet die Freebet von der risikofreien Wette (risk-free bet), bei der die Erstattung im Verlustfall als Freebet oder Echtgeld zurückkommt.

Gibt es bei lizenzierten Anbietern in Deutschland tatsächlich Freebets ohne Einzahlung?

Selten. Bei den zehn Anbietern auf der GGL-Whitelist ist die Freebet ohne Einzahlung die Ausnahme: bet-at-home bot sie turniergebunden zur FIFA WM 2026 (10-Euro-Gratiswette an einen Promotion-Link und eine Frist), einige Anbieter lancieren sie an Großereignisse. Wer eine echte Freebet ohne Einzahlung sucht, sollte die Promotions-Seiten der Anbieter vor Turnieren prüfen. Die meisten laufenden Willkommensangebote verlangen eine qualifizierende Einzahlung, bevor die Freebet freigegeben wird.

Welche Rolle spielen Mindestquote und Umsatzbedingungen, bevor Gewinne aus einer Freebet ausgezahlt werden?

Die Mindestquote schützt den Anbieter davor, dass der Kunde die Freebet auf eine Quote nahe 1,00 setzt; eine typische Mindestquote liegt zwischen 1,50 und 1,80. Umsatzbedingungen betreffen nicht die Freebet selbst (deren Gewinn direkt ausgezahlt wird), sondern die Einzahlung oder den Cash-Bonus. Bei Tipwin etwa muss Einzahlung plus Bonus siebenmal umgesetzt werden, bei einer Mindestquote von 1,80, mit maximal 100 Euro pro Wettschein. Wer das Kleingedruckte nicht liest, läuft Gefahr, dass der Gewinn aus der Freebet auf einem Konto liegt, das nicht ausgezahlt werden kann.

Was bedeutet der Zusatz „ohne OASIS“ bei Freebet-Angeboten, und welche Folgen hat er für den Spielerschutz?

OASIS ist die zentrale Sperrdatei der GGL, abgefragt bei Registrierung und Login. „Ohne OASIS“ klingt nach Freiheit, ist in Wahrheit ein Warnsignal: Anbieter ohne Anbindung an OASIS sind keine Whitelist-Inhaber, sie haben keine deutsche Erlaubnis. Wer dort spielt, hat keinen Zugang zur Selbstsperre, zum Einzahlungslimit, zur parallelen Spielerfassung. Im Konfliktfall gibt es keinen deutschen Rechtsweg. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf Quote und Gewinn einer Freebet aus?

Die Sportwettensteuer wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Kunden – ob der Anbieter sie weitergibt, entscheidet er selbst. Bei einer 10-Euro-Freebet auf eine Quote von 1,90 mit Steuerweitergabe vom Gewinn zahlt der Anbieter 9 Euro Gewinn minus 5,3 Prozent von 9 Euro ≈ 0,48 Euro Steuer ≈ 8,52 Euro aus. Bei Anbietern ohne Steuerweitergabe zahlt der Anbieter die vollen 9 Euro aus. Bei einer Freebet, deren Einsatz wirtschaftlich beim Anbieter liegt, fällt auf den Freebet-Einsatz selbst keine Steuer an – der Anbieter schenkt den Bruttobetrag.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»