Online auf Radsport wetten in Deutschland: Wettanbieter, Quoten und Tour de France

Updated Oktober 2026
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Radsport-Wetten stehen bei deutschen Buchmachern seltener im Rampenlicht als Fußball oder Tennis, sind aber seit Jahren fester Bestandteil des Sportwettprogramms. Eine Etappe der Tour de France, ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei Paris–Roubaix, die Bergwertung beim Giro: alles lässt sich bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis tippen – wenn man weiß, wo die Märkte liegen, was eine Quote über die Marge verrät und welche Livewetten hier überhaupt zulässig sind.

Eine Landstraße zwischen Feldern im Morgenlicht, am Straßenrand lehnt ein Rennrad ohne Aufschrift an einem Pfosten.
Zu den Frühjahrsklassikern im Radsport zählen Lüttich–Bastogne–Lüttich (seit 1892), Paris–Roubaix (seit 1896) und Mailand–San Remo (seit 1907).

Stand: Oktober 16, 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Vergleich der zehn Radsport-Wettanbieter mit GGL-Erlaubnis

Die folgende Tabelle zeigt ausschließlich Anbieter, die auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sortiert nach Whitelist-Status, Inhaber und dem Datum der Ersterlaubnis, wie es die Whitelist-Übersicht für jedes Domain-Datum nennt. Die Erlaubnis steht jeweils hinter der Domain des Anbieters; das ist die einzige Information aus dem Register, die hier eingeht.

Ein Rennradlenker mit Sattel aus der Nähe, im Hintergrund unscharf eine Bergstraße mit Serpentinen.
Die Tour de France wurde erstmals 1903 ausgetragen, Start war am 1. Juli in Montgeron bei Paris; Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO).
Marke GGL-Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 Whitelist-Eintrag Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex (Malta) 09.10.2020
bwin Whitelist-Eintrag bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
NEO.bet Whitelist-Eintrag Greenvest Betting Limited 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist-Eintrag Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Erlaubnis über das Regierungspräsidium Darmstadt ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Betway Whitelist-Eintrag Betway Limited 09.03.2021
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag NetX Betting Limited, Birkirkara (Malta) 19.11.2020
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s (Malta) 06.11.2023
Bet3000 Whitelist-Eintrag I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026

Wer in Deutschland auf Radsport wetten will, sollte zuerst hier nachsehen. Eine .de-Domain allein beweist nichts: entscheidend ist ausschließlich der Whitelist-Eintrag, und der nennt zugleich die ausländische Betreibergesellschaft. Das ist kein Makel, sondern die übliche Konstruktion – Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, Sitz des Veranstalters in einem EU-Mitgliedstaat. Malta-Adressen stehen hier, weil die Behörde des Sitzstaats die Eignung der Gesellschaft geprüft hat.

Was die Tabelle über die zehn Anbieter verrät – und was nicht

Wer hier nur das Erlaubnis-Datum vergleicht, sieht zunächst alt und neu: Sechs Anbieter tragen das Datum 09.10.2020, der Stichtag der ersten Welle nach Inkrafttreten des GlüStV 2021. ODDSET kam zwei Wochen später über das Regierungspräsidium Darmstadt, Sportwetten.de im November 2020. Dahinter liegen drei jüngere Erlaubnisse: Betway im März 2021, MERKUR BETS im November 2023 und Bet3000 im April 2026.

Was die Spalten nicht sagen: das Sportwettprogramm im Radsport selbst. Welche Etappenmärkte ein Anbieter listet, wie tief die Gesamtwertung abgebildet wird und ob es Spezialmärkte auf Trikots, Bergwertung oder Mannschaftswertung gibt es, ist Sache jedes Wettprogramms und ändert sich von Rennen zu Rennen. Wer auf Pogacar auf die Gesamtwertung tippen will, sieht die Quote im Tour-de-France-Wettprogramm – nicht in der Whitelist.

Überblick: Radsport als Wettmarkt

Radsport ist nicht Fußball. Ein Spiel dauert 90 Minuten und ist nach dem Abpfiff entschieden; eine Etappe der Tour de France dauert vier bis sieben Stunden, ein Eintagesrennen zwischen fünf und sieben, und das Ergebnis hängt an einer Handvoll Sekunden in einer Sprintentscheidung, einer Attacke am Schlussanstieg oder einem Defekt am Pavé von Paris–Roubaix. Das hat Folgen für die Wettmechanik.

Was unter „Radsport“ fällt

Zum Radsport im weiteren Sinne gehören Straßenradsport, Bahnradsport, Mountainbikesport, Cyclocross und BMX-Rennsport, daneben Kunstradfahren, Radball und Radpolo. Wettprogramme der lizenzierten Anbieter bilden im Schwerpunkt Straßenradsport ab: die WorldTour, die großen Rundfahrten, die Eintagesklassiker. Bahnradsport taucht bei Sechstagerennen auf; Cyclocross, MTB und BMX stehen sporadisch im Programm, meist nur bei Weltcup-Stationen oder Weltmeisterschaften.

Diese Engführung ist kein Zufall. Lizenzierte Wettanbieter dürfen nur auf Veranstaltungen tippen lassen, die im eigenen Sportwettprogramm genehmigt sind; ohne ausreichende Wettbasis fällt ein Rennen durch das Raster. Wer auf ein lokales Kriterium in der Provinz tippen will, sucht es im WorldTour-Kalender vergeblich.

Geschichte als Lesehilfe für die Quoten

Das erste Eintagesrennen fand am 8. Dezember 1867 in Paris statt, mit rund 100 Startern über etwa 23 km in Richtung Versailles. Das erste Etappenrennen war die Tour de France 1903, Start am 1. Juli in Montgeron bei Paris. Die Frühjahrsklassiker kommen alle aus dieser Gründerzeit: Lüttich–Bastogne–Lüttich seit 1892, Paris–Roubaix seit 1896, Mailand–San Remo seit 1907. Eine Wette auf Paris–Roubaix ist deshalb immer auch eine Wette auf einen Hundertjährigen – die Geschichte erklärt die Quotenlage nicht, sie erinnert aber daran, dass ein Ausfall durch Defekt oder Sturz in diesem Sport seit Jahrzehnten zur Tagesordnung gehört.

Heute wird die UCI WorldTour seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour. Die Saison 2025/26 zählt rund 36 Rennen in dieser höchsten Kategorie. Wer bei einem lizenzierten Anbieter auf Radsport wetten will, sollte im Programm der WorldTour suchen, nicht im regionalen Kalender.

Wie eine Quote entsteht – und was die Marge kostet

Jede Wettquote enthält eine Marge des Anbieters. Sie ist der Anteil, den der Buchmacher von jeder gesetzten Einheit einbehält, und sie steckt bereits in der Quote, bevor ein Tipper sie liest. Wer das übersieht, wettet gegen einen unsichtbaren Gegner.

Rechenweg: Auszahlungsquote und Marge an einem Zwei-Wege-Markt

Für einen fiktiven Zwei-Wege-Markt, etwa Etappensieger ja oder nein, mit zwei ausgeglichenen Quoten von 1,90 zu 1,90 addiert sich die Auszahlungsquote aller möglichen Ausgänge zu:

1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 ≈ 0,9500.

Die Auszahlungsquote – also der Anteil aller Einsätze, den der Markt im Schnitt an die Tipper zurückgibt – beträgt rund 95,0 %. Die Marge des Anbieters ist die Differenz zu 100 %, also rund 5,0 %.

Diese Größenordnung ist für Radsport-Märkte typisch: einzelne Etappen mit klarem Favoriten liegen eher bei 92 bis 93 %, breite Märkte wie „Top 3 der Gesamtwertung“ eher bei 85 bis 88 %, weil die zusätzlichen Ausgänge die Auszahlungsquote weiter drücken. Der Wert ist eine Bandbreite – von Rennen, Markt und Anbieter abhängig – und keine feststehende Zahl. Wer seine Marge kennt, vergleicht Anbieter, indem er denselben Markt bei zweien parallel öffnet und die Quote-zu-Quote-Differenz prüft.

Warum die Marge über Sieg und Niederlage entscheidet

Was die Marge konkret bedeutet: bei einer Marge von 5 % verliert ein Tipper auf lange Sicht 5 Cent pro eingesetztem Euro, bevor die eigene Trefferquote überhaupt zählt. Wer dauerhaft 55 % seiner Wetten trifft, gewinnt gegen eine 5-%-Marge noch ein wenig; wer nur 50 % trifft, verliert trotz „ausgeglichenem“ Buch. Bei einer Marge von 8 %, wie sie in Spezialmärkten vorkommt, liegt die Gewinnschwelle schon bei etwa 54 %. Die Quote trägt die Wahrheit über die eigene Chance, nicht der eigene Bauch.

Tour de France und andere Rennen: was das Wettprogramm hergibt

Die Tour de France ist der Mittelpunkt des Radsport-Wettkalenders. Sie wurde erstmals 1903 ausgetragen, Start am 1. Juli in Montgeron bei Paris; Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). An der Tour nehmen etwa 21 bis 22 Profimannschaften teil, darunter 18 UCI WorldTeams; die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, bis 2017 waren es neun. Meist stehen zwanzig Etappen nach dem Grand Départ auf dem Programm. Wer das Rennen kennt, kennt das Muster der Quoten.

Etappensieger, Gesamtsieger, Trikots

Das Wettprogramm eines lizenzierten Anbieters bildet im Kern drei Ebenen ab: Etappensieger, Etappen-Podium und Tageswertungen, dazu die Gesamtwertung mit Gesamtsieger, Podium und Top-Aussagen. Hinzu kommen Trikotwertungen – Gelb (Gesamtwertung, 1919 von Desgrange eingeführt), Gepunktet (Bergwertung), Grün (Punktewertung) und Weiß (Nachwuchswertung). Erik Zabel gewann das Grüne Trikot sechsmal; Pogačar hält seit 2024 bis einschließlich 2026 fünf Gesamtsiege und steht gleichauf mit Anquetil, Merckx, Hinault und Indurain.

Diese Ebenen unterscheiden sich in der Wettmechanik. Etappensieger ist ein Einzelsiegermarkt mit klar definierten Ausgängen; die Quote spiegelt die Tagesform und die Rollen der Mannschaften. Gesamtsieger ist ein Langzeitmarkt, dessen Quote sich über drei Wochen bewegt, je nach Verlauf der Etappen. Trikotwertungen sind Mischmärkte: das Grüne Trikot wird über Zwischensprints und Etappenplazierungen entschieden, nicht über einen einzigen Tag.

Frühjahrsklassiker und Eintagesrennen

Lüttich–Bastogne–Lüttich, Paris–Roubaix und Mailand–San Remo sind die drei ältesten Eintagesrennen. Sie stehen einzeln im Programm, nicht als Block, und werden mit deutlich kürzerer Vorlaufzeit quotiert als eine Rundfahrt. Wer hier tippt, tippt auf Tagesform, Sturz- und Defektrisiko sowie die Rolle der Mannschaften – die „Story“ einer Klassik entscheidet mehr als die Weltrangliste.

Giro, Vuelta und die zweite Reihe

Die zweite Reihe der Rundfahrten – Giro d’Italia, Vuelta a España – folgt dem Muster der Tour de France, allerdings mit anderer Dominanz der Favoriten und anderer Etappenstruktur. Wer auf den Giro tippt, achtet auf die Bergetappen der dritten Woche; wer auf die Vuelta tippt, weiß, dass die Spitze oft erst in der zweiten Woche sortiert ist. In allen Fällen gilt: die Quote vor dem ersten Etappenstart ist eine Eröffnung, kein Endstand.

Livewetten auf Radsport: was in Deutschland erlaubt ist

Livewetten auf Radsport sind in Deutschland enger begrenzt, als es die Werbung mancher Anbieter vermuten lässt. Wer live auf eine laufende Etappe tippen will, tippt innerhalb eines Korridors, den § 21 Abs. 4 GlüStV zieht.

Was live geht – und was nicht

Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf ein „nächstes“ Ereignis gewettet werden, das in dieser Sportart selten vorkommt. Beim Fußball ist das nächste Tor das Standardereignis; beim Tennis der nächste Satz. Beim Radsport ist das Ende einer Etappe oder einer Rundfahrt ein zulässiger Live-Markt. „Nächste Attacke am Schlussanstieg“, „nächster Sturz im Feld“ oder ähnliche Mikromärkte sind in dieser Konstruktion nicht abgedeckt.

Diese Regelung schließt nicht jeden Mikromarkt aus, aber sie schließt mehr aus, als die Marketing-Versprechen mancher Anbieter andeuten. Wer live auf Radsport tippen will, sollte das Wettprogramm des Anbieters gezielt auf „Endergebnis Etappe“ und vergleichbare zulässige Märkte prüfen, nicht auf das, was der Anbieter an auffälligen Stellen bewirbt.

Cash-out als Merkmal des Anbieters

Cash-out ist kein gesetzlich geregelter Markt, sondern eine Funktion jedes Anbieters. Sie erlaubt es, eine offene Wette vor dem eigentlichen Abschluss des Ereignisses zurückzukaufen – ganz oder teilweise – und so einen Teil des Gewinns mitzunehmen oder den Verlust zu begrenzen. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.

Cash-out ist eine Rechenfrage des Anbieters, nicht des Marktes. Der Preis, zu dem der Anbieter die Wette zurücknimmt, enthält seine eigene Marge – wer vor dem Ende aussteigt, gibt einen Teil der Quote her. Für Radsport-Wetten heißt das: bei einer Etappenwette, die 50 km vor dem Ziel klar vorne liegt, ist der Cash-out-Preis oft niedriger als die Endquote es wäre. Wer mit Cash-out arbeitet, akzeptiert diese Differenz; wer ohne Cash-out arbeitet, lässt die Wette bis zum Ziel laufen.

Rechtslage: GGL-Erlaubnis, Whitelist und das, was fehlt

Radsport-Wetten sind in Deutschland nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis zulässig. Das ist die Grundaussage des GlüStV 2021 und der zentrale Unterschied zwischen Markt und Whitelist.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einer Trinkflasche und einem Stift auf einem Tisch.
Die UCI WorldTour wird seit dem Jahr 2011 vom Radsport-Weltverband UCI veranstaltet und gilt als Nachfolgeserie der gescheiterten UCI ProTour.

Wer eine Erlaubnis hat – und wer nicht

Die GGL führt die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Liste mit Stand 02.10.2026 umfasst 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Ob ein Anbieter wetten lassen darf, entscheidet allein der Eintrag auf der Whitelist.

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Folgeerlaubnisse, wie sie etwa AdmiralBet 2022 und 2024 erhalten hat, ersetzen die ursprüngliche Erlaubnis; im Register stehen sie als eigene Daten.

Eine Erlaubnis deckt nur das, wofür sie erteilt ist. Wer auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis steht, darf Sportwetten anbieten; eine casino-, poker- oder slot-Erlaubnis steht daneben und folgt eigenen Regeln. Wer als Spielender prüfen will, ob ein konkreter Anbieter Sportwetten anbieten darf, schaut auf den Eintrag zur Domain des Sportbereichs – nicht auf das Logo der Casino-Marke.

Was Wetten dürfen – und was nicht

Wetten auf Radrennen fallen unter die erlaubten festen Quoten nach § 21 Abs. 1 GlüStV, abgeschlossen als Einzel- oder Kombinationswette. Der Katalog erlaubter Wetten wird vom Anbieter im eigenen Sportwettprogramm gepflegt; ohne Genehmigung im Programm fällt ein Markt heraus.

Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Märkte und Wetten auf Regelverstöße oder ihre Sanktionierung. Auf sozialen oder politischen Ereignissen darf nicht gewettet werden. E-Sports: Die GGL teilt mit, dass Wetten auf E-Sports nicht möglich sind, E-Sports nicht als Sport anerkannt wird – eine lizenzierte E-Sports-Wette gibt es in Deutschland nicht. Über virtuelle Sportarten schweigt das Register; hier ist nichts festgestellt und nichts zu spekulieren.

Wettsteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz

Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 ÷ 105,3). Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie ein Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist Sache seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Wer als Spielender wissen will, wie viel von seinem Einsatz effektiv tippt, prüft das im Kleingedruckten des Wettscheins – nicht in der Werbung.

Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an: gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Wer auf eine lizenzierte Wette Wert legt, prüft die Whitelist, nicht die Steuerquittung.

Offshore: keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung; die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Was fehlt: der Anschluss an OASIS, die Limitdatei LUGAS und der deutsche Rechtsweg.

In mehreren Verfahren haben deutsche Zivilgerichte Anbieter ohne Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit Ausnahme zugesicherter Nichteinforderung durch die Aufsicht. Kein einzelner Spielender kann sich auf dieses Verfahren berufen: es klärt die Rechtslage, es verspricht keine Einzelfallerstattung.

Strafrechtlich steht die Organisation nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, die Werbung nach § 285 StGB mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel wird seltener verfolgt, ist aber nicht straffrei. Wer den deutschen Rechtsweg will, bleibt auf der Whitelist.

Spielerschutz: was Radsport-Wetten besonders macht

Die Spielerschutzregeln des GlüStV gelten für jede Wette, gleich welcher Sportart. Für Radsport-Wetten fallen einige Punkte ins Gewicht, die bei Fußball oder Tennis weniger sichtbar sind.

Alter, Verifizierung und ein Konto pro Anbieter

Spielen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist nur ein Konto zugelassen, mit vollständiger Verifizierung. Vor der Verifizierung darf der Anbieter das Spiel für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Wer diese 72 Stunden mitnimmt, spielt unter eingeschränkten Bedingungen – und das Limit gilt unabhängig vom später verifizierten Status.

Einzahlungslimit: 1.000 € pro Monat, anbieterübergreifend

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, gemessen über alle Anbieter hinweg und durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich; eine Selbstauskunft reicht nicht. Zwischen 10.000 € und 30.000 € dürfen höchstens ein Prozent der aktiven Spielenden eines Anbieters gesetzt werden. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen.

Für Radsport-Wetten zählt jeder Euro Wetteinsatz, auch bei einer Etappenwette über 5 €. Bei einer dreiwöchigen Rundfahrt mit täglicher Etappenwette addieren sich die Einsätze; wer parallel zu Tour de France und Vuelta tippt, sieht sein Monatslimit schneller schrumpfen als gedacht.

OASIS und der Panikbutton

OASIS ist die zentrale Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, geprüft bei Registrierung und Login. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt; ohne Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Diese Werkzeuge greifen nur bei Anbietern auf der Whitelist; Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Zahlungen nur auf eigenen Namen

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut zulässig (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind ausgeschlossen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Stand binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Was die Anbieter im Detail bieten

Im Folgenden die zehn Anbieter aus der Whitelist-Tabelle in der Reihenfolge der Liste – was sie im Radsport abdecken, wo sie stehen und wo sie nicht stehen. Die Erlaubnis-Daten sind die der Whitelist; alles, was das Wettprogramm betrifft, ist qualitativ zu lesen.

bet365

bet365 ist einer der ersten Anbieter auf der Whitelist mit Datum 09.10.2020, Inhaber ist Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Das Wettprogramm ist traditionell breit, mit Etappenmärkten bei großen Rundfahrten und Eintagesrennen. Wer auf Radsport wetten will, wird hier fündig, gerade bei Livewetten auf das Endergebnis.

Die Whitelist-Erlaubnis trägt das Datum 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Tiefe der Radsport-Märkte, etwa Spezialwetten auf Trikots, hängt vom individuellen Wettprogramm des Anbieters ab.

bwin

bwin steht mit Inhaber bwin (Deutschland) Limited in Gzira, Malta, ebenfalls mit Erstdatum 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 23.12.2022 auf der Whitelist. bwin pflegt im Fußball die breitesten Programme; im Radsport ist das Programm solide.

Die Stärke von bwin liegt in der Verzahnung von Pre-Match- und Livewetten, gerade wenn ein Anbieter bei Etappenwetten auch Zwischenstände quotiert. Wer bei mehreren Buchmachern vergleicht, wird die bwin-Quoten regelmäßig als eine der drei Referenzen sehen – aber ohne präzise Datenbasis keine Aussage über den Spitzenplatz.

Interwetten

Interwetten, Inhaber Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, Erstdatum 02.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Interwetten ist im deutschsprachigen Markt seit Jahrzehnten präsent und bringt eine Tradition als Wettanbieter mit, die über die Fußball-Top-Ligen hinausgeht. Im Radsport bedeutet das ein Programm, das WorldTour und Eintagesrennen abdeckt.

Konkrete Markt-Tiefe: nicht belegt. Wer bei Interwetten auf die Gesamtwertung setzt, prüft das Programm selbst.

NEO.bet

NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited, Erstdatum 09.10.2020 mit Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich im deutschen Markt mit einem schmaleren Portfolio als die großen Namen, dafür oft mit schärferen Quoten in Nischenmärkten. Im Radsport kann das heißen: weniger Etappen im Detail, dafür gelegentlich ein besserer Preis auf die Außenseiter.

Wer ein Konto hat, sieht die Märkte im Wettprogramm.

AdmiralBet

AdmiralBet, Inhaber Greentube Betting Malta Limited, Erstdatum 09.10.2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe und bringt vor allem im stationären Vertrieb in Österreich und Deutschland Stärke mit. Im Online-Sportwettprogramm ist das Radsport-Angebot Teil des Mainstream-Blocks.

Für Spielende, die ohnehin ein Admiral-Konto aus dem stationären Bereich kennen, ist AdmiralBet eine Brücke zwischen Wettbüro und Online-Wette.

ODDSET

ODDSET, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH, Erlaubnis erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 nach einem Erstdatum vom 18.11.2020. ODDSET ist die deutsche Marke der staatlichen Lotterie-Trägerschaft, mit entsprechend konservativem Auftritt und entsprechend engem, aber verlässlichem Programm. Im Radsport bedeutet das eine Auswahl an Top-Rennen, nicht jeden WorldTour-Termin.

Die Aufsicht liegt bei der GGL, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Für Spielende, die einen konservativen, deutsch verwurzelten Anbieter suchen, ist ODDSET die passende Wahl. Wer viele Märkte pro Rennen will, prüft das Programm vor der Kontoeröffnung.

Betway

Betway, Inhaber Betway Limited, Erstdatum 09.03.2021 mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Betway bringt im Fußball einen Wettkonfigurator mit, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Im Radsport ist das Konfigurator-Konzept weniger relevant als im Fußball, dafür tritt Cash-out in den Vordergrund: der grüne Cash-out-Knopf erscheint unter „Meine Wetten“, der Wert wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.

Cash-out ist für Radsport-Wetten besonders interessant: bei einer Etappenwette, die vorne liegt, lässt sich vor dem Ziel ein Teil des Gewinns mitnehmen. Wer mit Cash-out arbeitet, sollte die Quote bei Abschluss prüfen – der Rückkaufpreis enthält die Marge des Anbieters.

Sportwetten.de

Sportwetten.de, Inhaber NetX Betting Limited, 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta. Erstdatum 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die Marke ist auf den deutschsprachigen Markt zugeschnitten und bringt ein Programm mit, das Radsport in der Breite der WorldTour abdeckt.

Wer auf der Suche nach einer Marke mit klarem Deutschland-Fokus ist, prüft das Wettprogramm direkt.

MERKUR BETS

MERKUR BETS, Inhaber Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die GGL führt die Domain MERKUR BETS mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe und kommt aus dem stationären Automatengeschäft; der Sprung in den Online-Sportwettenmarkt ist jünger als bei den Wettbewerbern.

Das Radsport-Programm ist Teil des Mainstream-Angebots. Für Spielende, die einen stationären Bezug kennen, ist MERKUR BETS eine vertraute Marke in neuem Format.

Bet3000

Bet3000, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta. Erstdatum 22.04.2026 – die jüngste Erlaubnis in dieser Liste. Bet3000 ist im deutschen Markt über Jahrzehnte als stationäre Wettkette bekannt; die Online-Erlaubnis ist neu.

Die Whitelist-Erlaubnis vom 22.04.2026 macht Bet3000 zum neuesten Eintrag im Vergleich; das Radsport-Programm ist entsprechend nicht historisch belegt. Wer die Marke aus dem Wettbüro kennt, findet im Online-Auftritt dieselbe Handschrift, allerdings mit anderer Programmstruktur.

Verdikt der Runde

Wer bei einem lizenzierten Anbieter auf Radsport wetten will, hat zehn Whitelist-Optionen, zwischen denen die Auswahl weniger am Erlaubnis-Datum hängt als am Wettprogramm und an der Quote. bet365 und bwin bringen die längste Online-Geschichte auf der Whitelist mit und damit die größte Wahrscheinlichkeit, auch seltenere Etappen oder Trikotwertungen im Programm zu finden. ODDSET und MERKUR BETS sind die deutschen Marken mit konservativem, Mainstream-orientiertem Auftritt. Betway sticht durch Cash-out heraus. Bet3000 ist der jüngste Neuzugang und entsprechend noch ohne historische Programm-Spur. Wer auf Radsport-Quoten mit niedriger Marge setzt, vergleicht vor einer Wette dasselbe Ereignis bei mindestens zwei Anbietern parallel – nicht die Marken, sondern die Quoten.

Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette: was 5 € auf 8,00 zurückgeben

Eine Wette auf den Gesamtsieger der Tour de France mit der Quote 8,00 und einem Einsatz von 5 € zahlt im Erfolgsfall den Einsatz multipliziert mit der Quote. Die Rechnung:

5 € × 8,00 = 40,00 € Brutto-Rückzahlung.

Davon sind 5 € der Einsatz, der netto ausgezahlte Gewinn liegt bei 35,00 €. Wer die Wette als Kombinationswette mit zwei oder drei Beinen platziert, multipliziert die Quoten der Beine zu einer Gesamtquote, hier 8,00 × 1,50 = 12,00 für eine zweite Wette mit Quote 1,50, und rechnet mit 5 € × 12,00 = 60,00 € Brutto. Der Nettogewinn liegt dann bei 55,00 €.

Die Quote trägt die Wahrscheinlichkeit, nicht die Sicherheit. 8,00 ist die Marke eines Außenseiters; die Marge des Marktes steckt in der Quote und beträgt beim Tour-Gesamtsieger eher 8 bis 12 %, weil viele Ausgänge mitspielen. Eine Wette zahlt nur bei Erfolg; wer auf 8,00 setzt, akzeptiert eine niedrige Trefferwahrscheinlichkeit gegen einen hohen Multiplikator.

Werbe- und Bonusregeln für Radsport-Wetten

Werbung für Wetten darf in Deutschland nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nicht; diese Sperre betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele. Für Sportwetten gelten eigene Regeln: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Athleten oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Eine Bonushöhe oder ein Mindestumsatz sind im GlüStV nicht geregelt; jede Begrenzung kommt aus den Bedingungen des Anbieters. Wer einen Bonus annimmt, prüft die Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist im Kleingedruckten – nicht im Werbeversprechen. Bonus, Gratiswette, Cashback: jeder Anbieter formuliert seine Bedingungen selbst, und jede Bedingung kann den Werbe-Vorteil aufwiegen oder überwiegen.

Radsport-Wetten ohne deutsche Erlaubnis: was fehlt

Anbieter ohne GGL-Erlaubnis werben in Deutschland mit großen Quoten, schnellen Auszahlungen und Krypto-Zahlungen. Diese Werbung blendet aus, was fehlt: kein Anschluss an OASIS, kein Anschluss an LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren, keine Spielersperre, keine Einzahlungsgrenze, kein Recht auf Auszahlung im Insolvenzfall.

In der Praxis bedeutet das: wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, nimmt das Verlust-Risiko vollständig selbst. Die zivilrechtliche Rückforderung von Einsätzen ist nach mehreren Urteilen deutscher Gerichte möglich und nach dem Vorlagebeschluss des BGH vom 25. Juli 2024 und den Schlussanträgen des EuGH-Generalanwalts vom 19. März 2026 grundsätzlich denkbar. Das ist keine Garantie: jeder Einzelfall steht und fällt mit dem konkreten Anbieter und der konkreten Auszahlungspraxis.

Häufige Fragen

Welche Anbieter sind für Radsport-Wetten in Deutschland erlaubt?

In Deutschland dürfen Radsport-Wetten nur bei Anbietern mit GGL-Erlaubnis platziert werden; geprüft wird das an der offiziellen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt ist, darf Sportwetten anbieten – eine .de-Domain allein reicht nicht.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Das Programm lizenzierter Anbieter bildet im Kern Etappensieger, Etappen-Podium und Tageswertungen ab, dazu die Gesamtwertung mit Gesamtsieger, Podium und Top-Aussagen sowie Trikotwertungen (Gelb, Gepunktet, Grün, Weiß). Die konkrete Tiefe hängt vom Anbieter und vom Renntag ab.

Welche Livewetten sind bei einem Radrennen in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden Radrennens sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf in dieser Sportart seltene Ereignisse zulässig – kein Mikromarkt auf die nächste Attacke oder den nächsten Sturz. Cash-out ist keine gesetzliche Regel, sondern eine Funktion des Anbieters.

Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Gesamtsieg-Wette?

Rückzahlung = Einsatz × Quote. Bei 5 € Einsatz und Quote 8,00 ergibt das 40,00 € Brutto, davon 5 € Einsatz und 35,00 € Nettogewinn. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einer Gesamtquote.

Was zeigt die GGL-Whitelist, und warum ist OASIS für Radsport-Wetten relevant?

Die Whitelist führt die Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis mit Domain und Erlaubnis-Datum; sie ist das einzige Mittel, eine legale Erlaubnis zu prüfen. OASIS ist die zentrale Sperrdatei, die jede Anmeldung und jeder Login abgleicht; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, der Panikbutton 24 Stunden. Beide Werkzeuge greifen nur bei Anbietern auf der Whitelist, nicht bei Offshore-Marken.

Wie wirkt sich die Wettsteuer auf die Quote aus?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags, geschuldet vom Veranstalter. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, steht in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen – nicht in der Werbung.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»