French Open Wetten 2026 – Anbieter, Quoten und Regeln im Überblick

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Die French Open 2026 sind Geschichte, und die Quoten auf das nächste Roland Garros stehen schon. Wer auf Sandplatz-Tennis wettet, sollte drei Dinge mitbringen: ein Gefühl dafür, wie der Buchmacher den Modus mit Gewinnsätzen und Tiebreak in seine Märkte übersetzt, einen Blick auf die Marge, die in jeder Quote steckt, und die Gewissheit, dass der Anbieter auf der GGL-Whitelist steht. Wer eines davon vergisst, zahlt am Ende drauf – entweder an die Marge, an die Sportwettensteuer oder an einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, der weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen ist.

Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Sand, und der Wettmarkt ist so spezialisiert wie der Belag selbst. Für erfolgreiche French-Open-Wetten sind drei Aspekte entscheidend: der Grand-Slam-Modus und seine Auswirkungen auf die Märkte, die Berechnung der Buchmacher-Marge in den Quoten und die rechtliche Sicherheit bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Informationen zum Turnier finden sich im Kapitel „Das Turnier: Sandplatz, Grand Slam, Paris“, Details zu den Wettquoten unter „Wettmärkte auf Roland Garros“ und der Anbietervergleich folgt unter „Anbieter im Vergleich: zehn Buchmacher mit deutscher Erlaubnis“.

Das Turnier: Sandplatz, Grand Slam, Paris

Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres und das einzige, das auf Sand ausgetragen wird. Gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, Veranstalter ist die ITF. Die Auflage 2026 lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026; die nächste folgt im Mai 2027. Wer 1891 nach Paris reiste, fand die erste Ausgabe als „Championnat de France international de Tennis“ vor – inzwischen werden in Roland Garros um Gesamtpreisgelder in einer Größenordnung gespielt, die das Turnier wirtschaftlich dorthin stellt, wo es sportlich längst steht.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Im Herreneinzel der French Open 2026 setzte sich Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli durch, im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld belief sich auf 61.723.000 €, ein Plus von 9,35 % gegenüber 2025; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Diese Summen gehören in jeden Kontext, in dem über das Turnier gesprochen wird, weil sie erklären, warum die Buchmacher die Märkte so breit aufspannen, wie sie es tun.

Modus und seine Folgen für den Wettmarkt

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung – auf diese Regel einigten sich im März 2022 alle vier Grand-Slam-Turniere. Wer eine Wette auf den Match-Sieger abschließt, wettet damit immer auf einen Modus, der einen fünften Satz erlaubt; wer auf den Satzmarkt geht, muss wissen, dass ein Tiebreak im fünften Satz als 7:6 gewertet wird und nicht als 8:6 oder 9:7. Wer eine Wette auf „Satz X mit Tiebreak“ platziert, sollte sich das vor dem Klick noch einmal ansehen – der Markt heißt bei den meisten Anbietern anders, als die Werbung vermuten lässt.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Rekordsieger der French Open sind Rafael Nadal mit 14 Titeln im Herreneinzel und Chris Evert mit 7 Titeln im Dameneinzel. Diese Zahlen stehen in jeder Vorschau, weil sie als Argument für Quoten auf die Favoriten herhalten müssen; sie stehen hier, weil sie das Missverständnis auflösen, eine Quote sei eine Vorhersage. Ein Rekordtitel ist ein Argument für den Buchmacher, einen Favoriten niedriger anzubieten – und ein Grund für den Wettenden, genau hinzusehen, ob die Quote den Vorteil noch trägt, den sie verspricht.

Wettmärkte auf Roland Garros

Die Buchmacher übersetzen das Turnier in eine Reihe von Märkten, die sich grob in drei Gruppen ordnen lassen: Turnierwetten, Matchwetten und Satzwetten. Jede Gruppe hat ihre eigene Mechanik, und jede Mechanik hat ihre eigene Falle.

Turniersiegerwetten stehen schon vor der ersten Qualifikationsrunde und laufen bis zum Finale. Der Markt kennt nur zwei Zustände – Wette gewinnt, Wette verliert – und die Quote enthält die Marge des Buchmachers, die bei Turniermärkten oft höher ausfällt als bei Matchmärkten, weil das Feld groß und die Ausgänge schwer zu kalkulieren sind. Wer auf einen Außenseiter setzt, zahlt diese Marge in Form einer Quote, die niedriger ausfällt, als das Risiko rein rechnerisch tragen würde.

Matchwetten bilden den Kern des Angebots: Sieger des Matches, Handicap auf Spiele oder Sätze, Über/Unter Spiele, Über/Unter Sätze. Bei einem Herrenmatch auf best-of-five ist die Quote auf den Favoriten niedriger als bei einem Damenmatch auf best-of-three, weil das längere Format dem Favoriten mehr Gelegenheit gibt, einen schlechten Satz auszugleichen – und der Buchmacher das in seiner Quote einpreist. Handicapwetten gleichen diesen Vorteil aus, indem sie dem Außenseiter Spiele oder einen Satz gutschreiben; das ist nicht nur eine Spielerei, sondern die ehrlichere Art, einen Klassenunterschied zu be wetten.

Satzergebnisse sind die Märkte, an denen sich der Tennismodus am deutlichsten zeigt. „Sieg im ersten Satz“, „genau drei Sätze“, „Satz mit Tiebreak“ – wer diese Märkte spielt, ohne den Modus zu kennen, wettet gegen sich selbst. Bei 6:6 im fünften Satz entscheidet der Match-Tiebreak, nicht ein durchgespielter Satz; wer auf „Satz fünf mit Tiebreak“ wettet, hat in den meisten Fällen eine falsche Wette platziert.

Was die Quote über den Buchmacher verrät

Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist der Preis, zu dem der Buchmacher bereit ist, eine Wette anzunehmen, und sie enthält seine Marge. Wer das nachrechnet, sieht es: Bei einem ausgeglichenen Match bieten beide Spieler 1,90 – die implizierte Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs liegt bei 52,6 %, zusammen 105,3 %. Die fehlenden 5,3 Prozentpunkte sind die Marge. Sie ist der Preis, den der Wettende dafür zahlt, dass er überhaupt wetten kann.

Je ausgeglichener die Quoten, desto näher liegt die Marge an dem, was der Buchmacher für diesen Markt als angemessen hält. Je einseitiger die Quoten, desto stärker drückt der Buchmacher den Favoriten – und desto weniger sagt die Quote über die echte Wahrscheinlichkeit. Wer auf einen klaren Favoriten setzt, wettet gegen eine Quote, die bereits einen Teil des erwarteten Vorteils eingepreist hat. Wer auf einen Außenseiter setzt, wettet gegen eine Quote, die den Vorteil des Buchmachers überproportional enthält. Das ist kein Zufall und keine Böswilligkeit; es ist die Mechanik des Marktes.

Winamax bewirbt eine „0 % Wettsteuer“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer das liest, sollte zwei Dinge auseinanderhalten: Die Studie misst, wie oft eine Quote die höchste war, nicht wie viel Marge sie enthielt; und die Wettsteuer ist nicht die Marge. Die Wettsteuer zahlt der Buchmacher an das Finanzamt; die Marge behält er selbst. Beides schlägt auf den Wettenden durch, aber auf unterschiedliche Weise.

Rechtliche Lage: Was in Deutschland erlaubt ist

Sportwetten auf Profiturniere dürfen in Deutschland nur Anbieter vermitteln, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder haben. Die Erlaubnis steht im Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, und ist über § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV geregelt. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale), Hansering 15, 06108 Halle. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Sie ist kein Marketing-Instrument und keine Selbstauskunft der Anbieter; sie wird von der Aufsichtsbehörde geführt und laufend aktualisiert.

Die Whitelist der GGL führt im Stand vom 2. Oktober 2026 insgesamt 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei weitere, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis – der Whitelist-Eintrag ist das Kriterium. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wer eine Erlaubnis prüft, prüft die Domain, nicht den Markennamen: Eine Casino-Erlaubnis der gleichen Holding deckt das Sportwettenangebot nicht ab.

Die Erlaubnis deckt nur Wetten auf das, was die GGL als erlaubtes Wettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5 GlüStV). Feste Quoten auf das Ergebnis eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination, sind erlaubt (§ 21 Abs. 1). Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. E-Sports zählt nicht als Sport; zugelassene E-Sports-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportwetten sind nicht geregelt; zur Rechtslage gibt es keine belastbare Aussage.

Livewetten auf Tennis: was geht, was nicht

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente“ erlaubt – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Fußball ist die nächste Torwette erlaubt, beim Tennis der nächste Satz. Auf den nächsten Punkt oder das nächste Spiel darf nicht gewettet werden, ebensowenig auf den nächsten Korb im Basketball. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern die Linie, an der die Erlaubnis endet. Wer auf den nächsten Punkt wettet, wettet bei einem Anbieter, der entweder keine Erlaubnis hat oder seine Märkte nicht sauber von der Erlaubnis trennt.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Es gibt keine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette; die einzige Obergrenze ist das monatliche Einzahlungslimit.

Werbebeschränkungen und Bonusregeln

Werbung für Glücksspiel darf nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung des Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Der Staatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe, dem Umsatz oder der Mindestquote nach begrenzt; das kommt aus den AGB jedes Anbieters.

Wer einen Bonus bewirbt, der „100 % auf die erste Einzahlung“ verspricht, sollte die Umsatzbedingungen lesen, bevor er einzahlt. Die Frage ist nicht, ob es einen Bonus gibt – fast alle Anbieter haben einen –, sondern wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, zu welcher Mindestquote, in welcher Frist und mit welchem maximalen Einsatz pro Wette. Wer das im Kleingedruckten überspringt, riskiert, am Ende den Bonus und die Gewinne daraus nicht ausgezahlt zu bekommen.

Offshore, BGH und die Frage der Rückzahlung

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt.

Strafrechtlich kann das Veranstalten solcher Wetten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, das Bewerben nach § 285 StGB mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler sind nicht belegt; weder Entwarnung noch Dramatisierung ist angebracht. Die GGL kann Verbotsanordnungen erlassen, Zahlungen blockieren und Netzsperren anordnen (§ 9 GlüStV).

Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer aus diesen Verfahren eine Garantie ableitet, seine Verluste erstattet zu bekommen, liest die Schlussanträge als Urteil. Das sind sie nicht.

Wer auf einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, hat keine Sicherheit, dass OASIS greift, dass LUGAS sein Einzahlungslimit überwacht, dass sein Geld auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto liegt, dass es im Streitfall eine deutsche Aufsichtsbehörde gibt. Die Whitelist ist kein Vertrauensbeweis; sie ist die Mindestbedingung.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS, das monatliche Limit

Die deutsche Regulierung verbindet Spielerschutz und Spielsuchtbekämpfung mit der Erlaubnis. Wer auf einem lizenzierten Anbieter wettet, ist Teil eines Systems, das drei Dinge erzwingt: ein monatliches Einzahlungslimit, eine Sperrdatei und eine Identitätsprüfung.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg. Die technische Grundlage ist die Limitdatei LUGAS, die jeder Anbieter bei jeder Einzahlung abfragt; eine Einzahlung, die das Limit überschreiten würde, wird abgelehnt. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festlegen – bis 10.000 €, in einer zweiten Stufe bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler –, aber nur gegen einen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist benennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Dritte ist möglich, wenn ein Spielsucht-Verdacht besteht. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Parallelspiel – gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv – ist nach § 6h GlüStV verboten; auch das kontrolliert die Aktivitätsdatei in LUGAS. Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen; wer dort spielt, ist aus diesem System heraus.

Die Identitätsprüfung nach § 6a GlüStV gehört zum Anmeldeprozess. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Wer in dieser Frist nicht verifiziert ist, wird gesperrt. Die Verifizierung verlangt einen Ausweis, einen Adressnachweis und – je nach Anbieter – einen Zahlungsnachweis; Konto, Zahlungsmittel und Spielkonto müssen auf den Namen des Spielers laufen. Anonyme Zahlungsmittel, also Krypto und anonyme Prepaidkarten, sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nicht erlaubt.

Das Spielalter liegt nach § 4 Abs. 3 GlüStV bei 18 Jahren. Spieler­gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6–7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Wer Probleme mit dem eigenen Spielverhalten bemerkt, findet bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Beratung; wer sich sperren lassen will, kann das bei jedem lizenzierten Anbieter oder über die zentrale Sperrdatei tun.

Anbieter im Vergleich: zehn Buchmacher mit deutscher Erlaubnis

Die folgende Übersicht zeigt zehn Wettanbieter, deren Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist im Stand vom 2. Oktober 2026 geführt wird. Die Spalte „Erlaubnis seit“ nennt das Datum der ersten Erlaubnis; eine Folgelaubnis ist im selben Eintrag vermerkt, ein Enddatum führt die Whitelist nicht. Die Reihenfolge ist die der Whitelist und keine Wertung.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist Sportwetten Interwetten Gaming Limited, Malta 02.11.2020
ODDSET Whitelist Sportwetten ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Whitelist Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Whitelist Sportwetten Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
AdmiralBet Whitelist Sportwetten Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Winamax Whitelist Sportwetten WINAMAX S.A. 29.06.2021
bet-at-home Whitelist Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet Whitelist Sportwetten DZBT Operations Limited, Malta 22.08.2023
888sport Whitelist Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021
NEO.bet Whitelist Sportwetten Greenvest Betting Limited 09.10.2020

Was die Tabelle nicht zeigt: das Wettprogramm, die Quotenmarge, die Live-Tiefe, die Höhe und Art des Neukundenbonus, die Art, wie die Sportwettensteuer behandelt wird. Diese Punkte stehen in den Abschnitten unten, und sie sind es, die einen Anbieter für French-Open-Wetten von einem anderen unterscheiden. Die Tabelle ist die Lizenz; der Text ist das Urteil.

Interwetten

Interwetten ist auf der Whitelist vertreten; Erlaubnisinhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Das Wettprogramm deckt die vier Grand Slams ab; im Tennis werden Sieger-, Satz- und Spielwetten angeboten. Wer einen Anbieter mit langer deutscher Erlaubnisgeschichte sucht, ist hier richtig – die Erlaubnis ist älter als die der meisten Mitbewerber und wurde ohne Unterbrechung verlängert.

Der Blick in die AGB gehört dazu: Welche Märkte auf welche Turnierphasen laufen, ob Livewetten auf den nächsten Satz angeboten werden, ob der Anbieter die Wettsteuer selbst trägt oder sie vom Einsatz abzieht, sind die Punkte, die vor dem Klick entschieden sein sollten. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft vor einer größeren Wette die Quote und vergleicht sie mit einem zweiten Anbieter – die Marge sitzt in jedem Markt, und sie schwankt von Anbieter zu Anbieter.

ODDSET

ODDSET ist die deutsche Marke des staatlichen Glücksspielkonzerns. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt; Erlaubnisinhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH. Die Marke steht für deutsche Aufsicht in deutscher Hand; das Wettprogramm ist auf das Inland zugeschnitten, die Quoten liegen im Mittelfeld. Wer einen Anbieter mit deutschem Gesellschaftsitz und deutscher Aufsicht sucht, findet ihn hier.

Die Marge ist nicht der einzige Hebel, an dem ODDSET zieht. Auch die Frage, ob die Wettsteuer im Gewinn oder im Einsatz steckt, entscheidet, was eine Quote am Ende wert ist. Die Antwort steht in den AGB.

Sportingbet

Sportingbet bietet im Wettprogramm einen „Konfigurator+“ für Kombiwetten sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Wer auf einen Anbieter mit ausgebautem Live-Bereich setzt, sollte bei Sportingbet in den Livewetten-Kalender schauen, ob die French-Open-Spiele von Anfang an abgedeckt sind – der Konfigurator ist nur so gut wie die Märkte, die er zu kombinieren erlaubt.

Tiptorro

Hinter der App Tiptorro steht die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die Erlaubnis wurde am 30. Juni 2021 erteilt, eine Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die App ist im Apple App Store verfügbar und beschreibt sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Tiptorro richtet sich an Wettende, die unterwegs setzen wollen; das Wettprogramm enthält die üblichen Grand-Slam-Märkte, die Tiefe im Livebereich sollte vor einem größeren Einsatz geprüft werden.

AdmiralBet

AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe. Erlaubnisinhaber ist die Greentube Betting Malta Limited; die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 13. Dezember 2022 erteilt, eine weitere am 29. Juli 2024. Die Marke ist im stationären Automatenspiel groß und im Online-Sportwettenbereich im Aufbau; wer einen Anbieter mit drei aufeinanderfolgenden Erlaubnissen sucht, sieht hier, dass die Aufsicht den Anbieter kennt und immer wieder geprüft hat.

Winamax

Winamax ist die jüngste französische Marke im deutschen Markt und der Anbieter, der am lautesten mit Quoten wirbt. Die Erlaubnis datiert auf den 29. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt im Footer der Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Wer diese Werbung liest, sollte sortieren: 45 % Platz-eins-Quoten ist ein Wert für ein Drittel der Spiele, nicht ein pauschaler Quoten-Vorsprung; und „0 % Wettsteuer“ heißt, dass Winamax die Steuer nicht an den Spielenden weitergibt – nicht, dass es keine Steuer gibt. Die Marge bleibt. Der zweite Blick gehört dem Wettprogramm: Winamax TV bietet Live-Streams von allen vier Grand Slams, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Wer Tenniswetten mit Live-Bildern verbinden will, findet hier eine der dichtesten Stream-Abdeckungen im deutschen Markt.

bet-at-home

bet-at-home ist eine der traditionsreichen europäischen Marken. Erlaubnisinhaber ist die Bet-at-home.com Internet Limited; die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Das Wettprogramm enthält die Grand Slams, die Quoten liegen im Mittelfeld der lizenzierten Anbieter. Wer einen Anbieter mit langer Marktpräsenz sucht, ist hier richtig; wer die höchsten Quoten sucht, vergleicht.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wettmarke des Streaming-Anbieters DAZN. Erlaubnisinhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta; die Erlaubnis datiert auf den 22. August 2023 – die jüngste der hier gelisteten Erlaubnisse. DAZN ist vor allem ein Streaming-Anbieter; die Wettfunktion ist eine Erweiterung. Wer beides in einem Konto haben will – Stream und Wette –, findet hier eine interessante Kombination. Der zweite Blick gehört der Tiefe des Wettprogramms und der Marge; beides ist im Aufbau.

888sport

Hinter 888sport steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, notiert an der London Stock Exchange seit September 2005. Erlaubnisinhaber für die deutsche Domain ist die 888 Germany Limited; die Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 15. Dezember 2022. Die Marke ist international aufgestellt, die deutsche Wettlizenz ist solide. Wer einen Anbieter mit börsennotierter Muttergesellschaft sucht, hat hier eine Antwort.

NEO.bet

NEO.bet gehört zur Greenvest-Gruppe. Erlaubnisinhaber ist die Greenvest Betting Limited; die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit hoher Quotierung im deutschen Markt; der zweite Blick gehört dem Wettprogramm für Tennis-Spezialmärkte.

Wettsteuer und Auszahlung: was eine Quote in Euro bedeutet

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des gezahlten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung; das steht in seinen AGB.

Drei Modelle sind auf dem deutschen Markt üblich. Einige Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, bevor die Quote angewendet wird; das senkt den effektiven Einsatz und damit den Gewinn. Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Bruttogewinn ab; das senkt die Auszahlung, lässt den Einsatz aber unberührt. Eine dritte Gruppe trägt die Steuer selbst und gibt sie nicht weiter; das ist das, was Winamax mit „0 % Wettsteuer“ meint. Die Werbung ist ehrlich, soweit sie das eigene Modell beschreibt; sie ist irreführend, wenn sie den Eindruck erweckt, der Anbieter sei deshalb insgesamt günstiger. Die Marge ist eine eigene Größe, und sie addiert sich zur Steuer, wo auch immer die Steuer sitzt.

Bei einer Einzelwette mit Einsatz 100 € und Quote 2,10 sieht die Rechnung so aus: Ohne Wettsteuer zahlt der Anbieter 210 € aus, der Reingewinn ist 110 €. Zieht der Anbieter 5,03 % Steuer vom Einsatz ab, sinkt der Einsatz auf 94,97 € und die Auszahlung auf 199,44 €; der Reingewinn ist 104,47 €. Zieht er die Steuer vom Gewinn ab, bleibt der Einsatz 100 €, die Auszahlung 210 € abzüglich 5,53 € Steuer, also 204,47 €; der Reingewinn ist 104,47 €. Beide Wege kommen rechnerisch auf dasselbe Ergebnis – was sich unterscheidet, ist die Darstellung, nicht die Belastung. Wer Anbieter vergleicht, sollte den effektiven Reingewinn ausrechnen, nicht die Brutto-Quote.

Wie die Buchmacher-Marge entsteht

Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jeder Wette einbehält. Sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt setzen, und dem, was der Buchmacher insgesamt auszahlt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Ausgängen lässt sie sich direkt ausrechnen: Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/Quote Ausgang 1 plus 1/Quote Ausgang 2); die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote.

Ein Beispiel mit zwei ausgeglichenen Quoten von 1,90 auf 1,90: Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/1,90 plus 1/1,90), also 1 geteilt durch 1,0526, also 95 %. Die Marge ist 5 %. Bei jeder Wette von 100 € auf Ausgang 1 und 100 € auf Ausgang 2 nimmt der Buchmacher 200 € ein und zahlt im Erfolgsfall 190 € aus – 10 € Marge. Die 10 € entsprechen genau den 5 % von 200 €.

Die Marge variiert von Markt zu Markt. Sie ist auf den Hauptmärkten eines Tennisturniers – Sieger des Matches, Handicap auf Spiele – typischerweise niedriger als auf den Nebenmärkten – erster Satz, Tiebreak ja oder nein, exaktes Satzergebnis. Sie ist auf den frühen Runden eines Grand Slams höher als auf den späten Runden, weil die Information über die Spieler dünner ist. Sie ist bei Anbietern mit hohem Wettvolumen tendenziell niedriger als bei kleinen Anbietern, weil der Wettbewerb um die Quote schärfer ist. Wer die Marge für eine konkrete Wette schätzen will, rechnet die Auszahlungsquote für die Quoten nach, die der Anbieter anbietet; je näher die Auszahlungsquote an 95 %, desto näher liegt die Marge an 5 %, was im Tennis als solider Wert gilt.

Diese Rechnung steht hier, weil sie das Werkzeug ist, mit dem ein Wettender Anbieter vergleicht, ohne sich auf Werbeversprechen zu verlassen. Winamax verweist auf 45 % Platz-eins-Quoten in einer Studie – die Studie misst Häufigkeit, nicht Marge. Wer die Marge misst, kommt zu einer anderen Zahl und damit zu einem anderen Urteil. Die Werbung und der Befund schließen einander nicht aus, aber sie messen unterschiedliche Dinge.

Welche Wette wann Sinn ergibt

Die Frage „Was soll ich auf Roland Garros wetten?“ hat keine allgemeine Antwort. Sie hat eine Antwort pro Spieler, pro Risikobereitschaft und pro Marktlage. Was sich sagen lässt, ist die Mechanik: Welche Märkte sind breit gestreut, welche eng, welche sind Spezialmärkte, die der Buchmacher nur anbietet, weil er die Marge daran verdient.

Siegwetten auf das Turnier stehen früh und haben hohe Quoten, weil das Feld groß ist. Wer hier setzt, wettet auf ein Szenario, in dem ein Spieler sechs Matches in zwei Wochen durchsteht, ohne verletzt oder überrascht zu werden. Die Marge ist hoch; die Trefferquote ist naturgemäß niedrig. Das ist kein Argument gegen die Wette, aber ein Argument dafür, den Einsatz entsprechend klein zu halten.

Siegwetten auf das Match stehen spätestens am Vorabend und sind liquider. Die Quoten liegen enger beieinander, die Marge ist niedriger, die Information über Form und Belag ist dichter. Wer French-Open-Wetten ernst nimmt, setzt hier den größeren Teil seines Budgets.

Livewetten auf den nächsten Satz sind in Deutschland erlaubt, wenn der Anbieter lizenziert ist; sie sind in den meisten Anbietern verfügbar. Wer live wettet, wettet gegen eine Quote, die der Buchmacher gerade gesetzt hat, oft mit Verzögerung zur tatsächlichen Spieldynamik. Das ist kein Nachteil, den der Buchmacher künstlich erzeugt – es ist die Mechanik jedes Live-Marktes. Wer live wettet, braucht einen klaren Plan, wann er einsteigt und wann er aussteigt; ohne diesen Plan zahlt er die Marge doppelt.

Handicap- und Satz-Märkte sind das Feld, auf dem sich Tenniswettende von Fußballwettenden unterscheiden. Ein korrekt gesetzter Handicap auf Spiele gleicht einen Klassenunterschied aus und eröffnet Quoten, die auf dem Sieger-Markt nicht erreichbar wären. Wer den Modus und die Beläge versteht, hat hier den größten Hebel; wer den Modus nicht versteht, zahlt dafür in Form von Wetten, die das Match nicht so gespielt werden, wie der Wettende es erwartet hat.

Wettquoten lesen: ein Beispiel

Wer die French Open 2026 als Referenz nimmt, findet die Endspiele im Markt der Buchmacher. Angenommen, eine Buchmacher bietet vor dem Herrenfinale zwischen Alexander Zverev und Flavio Cobolli den deutschen Spieler mit 1,55 und den italienischen Spieler mit 2,55 an. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch (1/1,55 plus 1/2,55), also 1 geteilt durch (0,6452 plus 0,3922), also 1 geteilt durch 1,0374, also 96,4 %. Die Marge ist 3,6 % – das ist für ein Finale niedrig, weil der Markt liquide ist und die Buchmacher um die Quote konkurrieren. Bei einem Vorrundenspiel zwischen zwei Außenseitern kann dieselbe Rechnung eine Marge von 7 % oder mehr ergeben; das ist der Preis der Unsicherheit.

Eine Wette von 100 € auf Zverev zur Quote 1,55 zahlt 155 € aus, der Reingewinn ist 55 €. Zieht der Anbieter die Wettsteuer vom Gewinn ab, sind es 155 € minus 2,92 €, also 152,08 €; der Reingewinn ist 52,08 €. Zieht er sie vom Einsatz ab, sind es 94,97 € mal 1,55, also 147,20 €; der Reingewinn ist 52,23 €. Die kleine Differenz zwischen 52,08 € und 52,23 € liegt an der Rundung; rechnerisch sind beide Modelle identisch. Was sich unterscheidet, ist die Zahl, die auf dem Wettschein steht.

Diese Rechnung zeigt, warum Werbung mit „bester Quote“ mit Vorsicht zu lesen ist. Eine Quote von 1,55 mag die beste auf dem Markt sein, wenn die Konkurrenz 1,53 bietet; die Marge ist trotzdem 3,6 % und damit Kosten, die der Wettende in jedem Fall trägt. Die Frage ist nicht, ob die Quote die beste ist, sondern ob die Differenz zur Konkurrenz groß genug ist, um den Aufwand des Anbieterwechsels zu rechtfertigen. Bei einer Differenz von 0,02 auf 1,55 ist sie das in der Regel nicht.

Wann sich der Anbieterwechsel lohnt

Wer regelmäßig auf Tennis wettet, kommt an der Frage nicht vorbei, ob ein zweiter Anbieter im Konto sinnvoll ist. Die Antwort hängt von drei Dingen ab: der Marge, dem Wettprogramm und der Live-Tiefe.

Ein Anbieter mit niedriger Marge auf den Hauptmärkten ist die Grundlage. Wer dort die meisten Wetten platziert, spart über das Jahr einen spürbaren Betrag. Winamax bewirbt eine hohe Quoten-Platzierung in einer externen Studie; ob die Studie das eigene Wettverhalten abbildet, ist eine andere Frage. Wer nachprüfen will, vergleicht die Quoten für dieselben Matches über mehrere Anbieter und rechnet die Auszahlungsquote nach.

Das Wettprogramm entscheidet, welche Märkte überhaupt verfügbar sind. Wer auf Satzwetten oder Tiebreak-Märkte setzt, braucht einen Anbieter, der diese Märkte anbietet – sonst hilft die beste Quote auf dem Sieger-Markt nicht. Tiptorro, Sportingbet und Winamax haben in der Regel die größte Tiefe; 888sport und NEO.bet sind im Aufbau. Wer French-Open-Spezialmärkte sucht, sollte vor dem Turnier prüfen, wer welches Programm hat.

Die Live-Tiefe entscheidet, was an Match-Tagen geht. Wer auf den nächsten Satz live wetten will, braucht einen Anbieter, der diese Märkte schnell und stabil anbietet. Winamax TV bietet zusätzlich Streams; das ist ein Vorteil, der über die Quote hinausgeht. Wer ohnehin streamt, kann ohne Zeitverlust wetten; wer den Stream woanders holt, hat die typische Verzögerung, die jede Live-Wette teurer macht.

Wer sich für zwei Anbieter entscheidet, sollte darauf achten, dass beide auf der Whitelist stehen und beide das Konto sauber verifiziert haben. LUGAS zählt das monatliche Limit über alle Anbieter hinweg; wer parallel spielt, muss sein eigenes Limit im Blick behalten, sonst lehnt die Limitdatei die zweite Einzahlung ab.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Im Herreneinzel der French Open 2026 setzte sich Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli durch; im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals fanden am Finalwochenende vom 6. und 7. Juni 2026 im Stade Roland Garros in Paris statt. Das Gesamtpreisgeld belief sich auf 61.723.000 €; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?

Die Siegwette ist die einfachste Form: Wer das Match gewinnt, gewinnt die Wette. Die Satzwette setzt auf den Ausgang eines bestimmten Satzes oder auf die Zahl der Sätze, die ein Spieler im Match gewinnt. Die Handicapwette gleicht einen Klassenunterschied aus, indem sie einem Spieler Spiele oder einen Satz gutschreibt; bei einem Handicap von −3,5 Spielen muss der Favorit mit mindestens vier Spielen Differenz gewinnen, damit die Wette hält. Bei Grand Slams auf Sand spielt der Modus mit: Herren auf best-of-five, Damen auf best-of-three, Tiebreak bis 7 und Match-Tiebreak im Entscheidungssatz.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis und auf den nächsten Satz; nicht erlaubt sind Wetten auf den nächsten Punkt oder das nächste Spiel. Das ergibt sich aus § 21 Abs. 4 GlüStV: Livewetten sind nur auf das Endergebnis oder auf eine „vergleichbare Komponente“ erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Komponenten selten sind. Beim Tennis ist der nächste Satz eine vergleichbare Komponente; der nächste Punkt nicht. Wetten, die über die Erlaubnis hinausgehen, sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein Zeichen dafür, dass der Anbieter seine Märkte nicht sauber von der Lizenz trennt.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote. Bei 100 € Einsatz und Quote 1,90 sind es 190 €; der Reingewinn ist 90 €. Die Wettsteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer“ – rund 5,03 % des Einsatzes – wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spielenden. Ob der Anbieter sie weitergibt, ist seine Entscheidung: Manche ziehen sie vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, eine dritte Gruppe trägt sie selbst. Das Ergebnis unterscheidet sich je nach Modell nur in der Darstellung; rechnerisch kommt auf dasselbe heraus.

Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist führt für jeden Erlaubnisinhaber die Domain, den Sitz und das Datum der Erteilung. Eine Erlaubnis für Sportwetten ist getrennt von einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele oder für Pferdewetten; wer auf Tennis wetten will, muss den Eintrag „Sportwetten“ suchen. Die Whitelist wird von der GGL in Halle (Saale) geführt und ist unter glücksspiel-behoerde.de abrufbar. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; das gilt auch für seriös wirkende Marken, die in anderen Ländern lizenziert sind. Im Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Die Regeln dazu stehen in den AGB jedes Anbieters, und sie sind nicht einheitlich. Üblich ist, dass eine Wette auf den Match-Sieger verfällt, wenn ein Spieler vor dem ersten Satz aufgibt; bei Aufgabe während des Matches wird häufig der Stand zum Zeitpunkt der Aufgabe gewertet. Bei Satzwetten, die vor der Aufgabe noch nicht abgeschlossen waren, wird die Wette in der Regel storniert und der Einsatz erstattet. Wer auf einen Handicap-Markt gesetzt hat, sollte prüfen, ob der Anbieter die Wette nach dem aktuellen Spielstand auswertet oder ob sie hinfällig wird. Der Blick in die AGB vor dem Turnier kostet fünf Minuten und ersetzt im Zweifel eine böse Überraschung.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»