Serie A Wettanbieter im Test: Wer in Deutschland legal italienischen Fußball wettet

Updated Oktober 2026
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Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Blick durch ein Stadiontor auf einen grünen Rasen im Abendlicht, ein Ball liegt an der Eckfahne, die Ränge sind leer.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine (zuvor 18); jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai.

Die Frage, welcher Wettanbieter für Wetten auf die Serie A der richtige ist, hat in Deutschland zuerst eine juristische und erst danach eine sportliche Antwort. Wer auf den italienischen Fußball setzt, muss zu einem Anbieter wetten, der im Besitz einer deutschen Erlaubnis für Sportwetten ist. Die Erlaubnis wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erteilt und in einer öffentlichen Liste geführt. Anbieter ohne Listeneintrag sind in Deutschland unerlaubt. Auch wer noch nie eine Wette platziert hat, sollte diesen Punkt vor jeder Kontoeröffnung klären. Was Wetten auf Spielausgang, Torschützen oder Meistertitel kostet, was Langzeitwetten vom Spielausgang unterscheidet und wo die Wettsteuer zuschlägt, behandelt diese Seite in der Reihenfolge, in der ein Leser die Fragen stellt.

Wettarten und Quoten rund um die Serie A

Wer auf die Serie A wetten will, hat es mit einem dicht bestückten Wettprogramm zu tun. Die zentralen Wettarten sind Einzelwetten auf den Spielausgang, Kombiwetten über mehrere Partien, Torschützenwetten und Langzeitwetten auf Saisonziele. Jede dieser Wettarten arbeitet mit Quoten, in denen der Buchmacher seinen Anteil einkalkuliert. Wer Quoten vergleicht, vergleicht deshalb nie nur die Zahl, sondern immer den Anteil, den das Wettunternehmen behält.

Eine Espressotasse steht auf einem kleinen Marmortisch einer Terrasse, daneben ein Notizheft mit handschriftlichen Skizzen.
Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Spielausgang, Doppelte Chance und Handicap

Die häufigste Wette auf die Serie A ist die Drei-Wege-Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg. Bei einer angenommenen Quote von 2,10 auf den Heimsieg, 3,40 auf das Unentschieden und 3,60 auf den Auswärtssieg errechnet sich die Auszahlungsquote des Marktes als Kehrwert der Summe der reziproken Quoten:

Der Buchmacher behält in diesem Beispiel etwa 4,6 % der Einsätze zurück. Wer ein 100 € auf eine Quote von 2,10 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 210 € brutto. Welche Marge am konkreten Spieltag gilt, hängt von der jeweiligen Partie und vom Anbieter ab; das Beispiel unter „Spielausgang, Doppelte Chance und Handicap“ steht für ein typisches Niveau und nicht für eine reale Quote. Wer sein Geld auf mehrere Wetten verteilt, sollte jede einzelne Quote prüfen, denn die Marge summiert sich über die Saison.

Wetten auf die Doppelte Chance (1X, X2, 12) und asiatische oder europäische Handicaps verschieben das Risiko, behalten aber dieselbe Logik: zwei oder drei Ausgänge mit eigenen Quoten, deren Summe über 100 % liegt und so die Marge ergibt.

Kombiwetten: höhere Quote, höhere Marge

Bei einer Kombiwette werden die Quoten der einzelnen Wetten miteinander multipliziert. Aus drei Einzelwetten mit Quoten von 2,10 wird so eine Kombiquote von etwa 9,26. Der Einsatz von 10 € würde bei 9,26 etwa 92,60 € brutto einbringen, wenn alle drei Tipps zutreffen. Diese scheinbare Verlockung verdeckt einen doppelten Mechanismus.

Erstens multipliziert sich nicht nur die Quote, sondern auch die Marge. Jede Einzelwette enthält ihren eigenen Buchmacheranteil; in der Kombination liegen die einzelnen Margen hintereinander, und die kombinierte Marge ist höher als die Marge einer einzelnen Wette. Ein Buchmacher, der auf jeder Einzelwette 5 % Marge nimmt, nimmt auf der Dreier-Kombi mehr als 15 %, ohne dass die Quote dies offenlegt. Zweitens muss jede einzelne Partie eintreffen; verliert auch nur eines der Spiele, ist der gesamte Einsatz weg.

Kombiwetten lohnen sich, wenn der Wettende einzelne Spiele mit hoher Sicherheit einschätzt und einen kleinen Einsatz setzt. Sie taugen nicht als Mittel, eine schwache Quote in einen Gewinn zu verwandeln.

Torschützenwetten und Langzeitwetten

Neben dem Spielausgang bieten die Wettanbieter Wetten auf den Torschützen an, sowohl für einzelne Spiele (Wer schießt das erste Tor? Wer schießt irgendein Tor?) als auch für die gesamte Saison (Torschützenkönig). Diese Wetten sind im Kern Einzelwetten; ihre Quoten hängen stark von der Spielpaarung ab und liegen bei Außenseitern oft im zweistelligen Bereich.

Langzeitwetten gehen noch weiter: Sie werden vor der Saison platziert und erst am Saisonende abgerechnet, wenn der Meistertitel, die europäischen Plätze oder der Abstieg feststehen. Der Vorteil liegt in der oft hohen Quote auf Außenseiter, der Nachteil darin, dass das eingesetzte Geld über Monate gebunden ist. Wichtig für die eigene Kalkulation: Der Buchmacher behält auch bei diesen Wetten seine Marge; sie ist im Vergleich zu Spieltagswetten häufig höher, weil das Wetten auf den Meistertitel ein niedriges Wettvolumen hat. Aus der abgeschlossenen Saison 2025/26 lässt sich das illustrieren: Inter Mailand holte den Titel mit 87 Punkten, Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez mit 17 Toren, abgestiegen sind US Cremonese, Hellas Verona und Pisa SC. Wer vor dem ersten Spieltag auf einen dieser Ausgänge gesetzt hat, hätte damit eine Wette gewonnen, deren Quote sich im Sommer zuvor noch im zweistelligen Bereich bewegt haben dürfte.

Spielplan und Regeln der Serie A

Die italienische Meisterschaft wird seit der Saison 2004/05 mit 20 Vereinen ausgetragen, davor waren es 18. Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel gegen jeden anderen Verein. Die Saison beginnt Ende August und endet Ende Mai. Drei Vereine steigen am Ende der Saison in die Serie B ab; aus der Serie B steigen die beiden Erstplatzierten sowie der Sieger der Play-offs zwischen den Plätzen 3 und 6 auf.

Organisiert wird die Serie A von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Fußballverbands FIGC. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele („play-off“) fanden zuletzt in der Saison 2005/06 statt. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19 Titeln.

Saisonablauf und Wettphasen

Über die Saison verteilt verändert sich das Wettprogramm. In den ersten Wochen stehen Spielausgang und Torschützen im Vordergrund. Mit zunehmender Spieldauer gewinnen Langzeitwetten an Bedeutung, weil Tabellenform und Heim- und Auswärtsbilanzen konkretere Aussagen erlauben. In der Schlussphase sind gleichzeitig Livewetten und Spielausgangswetten stark, weil einzelne Spiele über Tabellenplätze, Aufstieg oder Abstieg entscheiden.

Diese Phasen spiegeln sich in der Marge, die der Buchmacher ansetzt. Auf Spielausgangsmärkte konkurrieren viele Wettanbieter mit vergleichsweise engen Quoten, weil das Wettvolumen hoch ist. Auf Langzeitmärkte setzen weniger Spieler, und die Marge ist entsprechend größer.

Wettsteuer und ihre Auswirkung auf die Quote

Auf Sportwetten wird in Deutschland eine Wettsteuer von 5,3 % erhoben, die der Veranstalter der Wette an das Finanzamt abführt. Das Gesetz gibt dem Veranstalter auf, ob er die Steuer selbst trägt oder auf die Wettenden umlegt; die Entscheidung ist Teil seiner Geschäftspolitik und steht in seinen AGB.

Zahlt der Spieler 100 € ein, von denen der Anbieter die Steuer abzieht, liegt der tatsächliche Wetteinsatz bei etwa 94,97 €, und die Wette wird von 100 € auf Basis 94,97 € abgerechnet. Wer die Steuer selbst trägt, gewinnt bei Quote 2,10 rund 199,44 € brutto statt 210 €; die Differenz entspricht der Steuer. Manche Anbieter werben damit, dass sie die Wettsteuer nicht erheben; das bedeutet, dass sie die Steuer aus eigener Tasche zahlen und nicht weitergeben. Beide Modelle verändern die effektive Quote, und beide sind erlaubt.

Auch Offshore-Anbieter müssen die Wettsteuer an das deutsche Finanzamt abführen, wenn sie auf dem deutschen Markt aktiv sind. Die Tatsache, dass ein Anbieter die Steuer entrichtet, ist allerdings kein Beleg dafür, dass er im Besitz einer deutschen Erlaubnis ist. Wer wissen will, ob ein Anbieter legal in Deutschland tätig ist, muss die Whitelist prüfen.

Lizenz und Rechtslage: wer in Deutschland wetten darf

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9a Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021). Der GlüStV 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) führt die Erlaubnisinhaber in einer Whitelist (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Im Stand vom 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen, sowie drei reine Pferdewetten-Veranstalter.

Ein Schlüsselbund und eine Lupe liegen auf einem dunklen Holztisch, im Hintergrund unscharf ein Regal mit Büchern.
Für bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Eine .de-Domain allein ist noch kein Nachweis der Erlaubnis. Geprüft werden muss der Eintrag in der Whitelist, der die Konzernmutter und die einzelnen Domänen nennt. Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1 GlüStV), die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erst- und Folgeerlaubnis, nicht das Ablaufdatum.

Die Erlaubnis deckt nicht alle Geschäftsfelder ab, die unter dem gleichen Firmendach betrieben werden. Ein Anbieter kann eine Erlaubnis für Sportwetten und eine weitere für virtuelle Automatenspiele haben; diese Erlaubnisse sind getrennt zu betrachten. Wer auf der Whitelist steht, darf nicht auf alles wetten lassen, was Sport ist. Erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse, die der GGL im Wettprogramm freigegeben sind (§ 21 Abs. 5 GlüStV). Nicht erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse, die überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren bestritten werden. Die GGL ordnet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport ein, ebenso wenig sind Wetten auf E-Sport erlaubt, weil E-Sport nach Lesart der GGL kein Sport im Sinne des Vertrags ist.

Livewetten unterliegen einer zusätzlichen Einschränkung (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten gewettet werden, die im jeweiligen Sport seltene Ereignisse sind: im Fußball auf das nächste Tor, im Tennis auf den nächsten Satz, nicht aber auf den nächsten Punkt. Welche Livewetten im Einzelfall erlaubt sind, ist je nach Sport verschieden. Gewinne werden grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Was die Whitelist über einen Anbieter aussagt

Die Whitelist enthält die offizielle Rechtsfigur, mit der die GGL einen Anbieter als erlaubt führt: seinen Namen, seinen Sitz, das Datum der Erst- und Folgeerlaubnis sowie die zugehörige Domäne. Die Whitelist führt eine Konzernmutter, nicht einen Markennamen. Wer prüfen will, ob bwin legal in Deutschland tätig ist, sucht auf der Whitelist nach der Domäne. Die Whitelist nennt die Konzernmutter als „bwin (Deutschland) Limited“ mit Sitz in Gzira, Malta.

Die Whitelist enthält keine Aussage über die Qualität des Angebots, die Höhe der Quoten, die Auszahlungsgeschwindigkeit oder die Bonusbedingungen. Wer die Liste als Auswahlhilfe nutzt, erfährt nur, ob der Anbieter legal in Deutschland arbeiten darf. Alles andere muss ein Leser am Markt selbst prüfen.

Wettangebote außerhalb der Whitelist

Anbieter ohne deutschen Erlaubniseintrag dürfen in Deutschland nicht legal Sportwetten vermitteln. Sie fallen unter § 4 Abs. 1 GlüStV, der das Veranstalten und Vermitteln öffentlichen Glücksspiels ohne Erlaubnis als unerlaubt einstuft. Auch eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht. Strafrechtlich ist das Veranstalten und Bewerben unerlaubter Sportwetten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Bewerbung nach § 284 Abs. 4 mit bis zu einem Jahr.

In mehreren Fällen haben deutsche Gerichte Anbietern ohne deutsche Erlaubnis die Rückzahlung verlorener Einsätze auferlegt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich gehalten, mit Ausnahme von Fällen, in denen die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorübergehend nicht durchzusetzen. Diese Verfahren betreffen einzelne Kläger und einzelne Anbieter; sie sind keine Garantie, dass jedem Spieler verlorenes Geld erstattet wird.

Spielerschutz: Pflichtregeln für lizenzierte Anbieter

Ein lizenzierter Anbieter in Deutschland muss eine Reihe von Schutzregeln einhalten, die im Glücksspielstaatsvertrag und in den Ausführungsbestimmungen der GGL festgelegt sind. Diese Regeln sind nicht verhandelbar; sie sind der Preis der Erlaubnis.

Anmeldung, Verifizierung und ein Konto pro Anbieter

Die Anmeldung bei einem Anbieter erfordert eine vollständige Verifikation mit Ausweisdokument (§ 6a GlüStV). Bis zur Verifikation darf der Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung. Pro Anbieter darf nur ein Konto bestehen. Wer mehrere Konten unter seinem Namen führt, verstößt gegen das Parallelspielverbot.

Einzahlungslimit nach LUGAS

Das übergreifende Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1 GlüStV) beträgt ohne Nachweis 1.000 € pro Kalendermonat und gilt kumulativ über alle Anbieter hinweg, die an die Limitdatei angeschlossen sind. Ein Anbieter kann im Einzelfall ein höheres Limit genehmigen (bis zu 10.000 €, in Sonderfällen bis zu 30.000 €), wenn der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist; eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Offshore-Anbieter sind nicht an die LUGAS-Limitdatei angeschlossen.

OASIS und der Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV). Bei der Anmeldung und bei jedem Login wird der Anbieter abfragen, ob ein Sperreintrag besteht. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Mindestdauer vor; ohne Frist gilt die Sperre mindestens ein Jahr, mit Frist mindestens drei Monate. Während der Sperre ist die Teilnahme an Glücksspielen im Inland verboten. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus; er ist eine Notbremse für Spieler, die während eines Spiels merken, dass sie die Kontrolle verlieren.

Auch der Panikbutton funktioniert nur bei Anbietern, die in das Sperrsystem eingebunden sind. Offshore-Anbieter sind nicht angeschlossen, daher greifen weder OASIS noch der Panikbutton.

Zahlungen und Auszahlung

Einzahlungen und Auszahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers zulässig (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das schließt insbesondere Kryptowährungen und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten Markt aus. Welche konkreten Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und ergibt sich aus seinen AGB.

Spielerguthaben wird auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto geführt. Bei Kontoschließung wird das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).

Prognosen und Strategie: was Tipps zur Serie A leisten können

Wetttipps zur Serie A sind kein Ersatz für eine eigene Beschäftigung mit dem Spiel. Sie können eine Prognose erläutern, sie können eine Einschätzung begründen, sie können Daten aus Tabellenform, Heim- und Auswärtsbilanz und Verletzungslage zusammenführen. Was sie nicht können, ist den Ausgang eines Spiels sicher vorhersagen.

Was eine Prognose zur Serie A enthalten kann

Eine belastbare Prognose zur Serie A stützt sich in der Regel auf die aktuelle Tabellenform, die Heim- und Auswärtsbilanz der beteiligten Mannschaften, die Historie der direkten Vergleiche und die Verletzungssituation. Diese Faktoren fließen in eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeiten ein. Diese Wahrscheinlichkeiten werden dann mit den Quoten der Wettanbieter verglichen; eine „Value-Wette“ liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Buchmacherquote.

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote von 2,50 beträgt 1 ÷ 2,50 = 40 %. Wer ein Spiel sieht, in dem die Heimmannschaft nach eigener Einschätzung mit 50 % Wahrscheinlichkeit gewinnt, hält die Quote 2,50 für überbewertet. Das macht die Wette nicht zur sicheren Wette; die Heimmannschaft kann immer noch verlieren. Es macht sie zu einer Wette, deren Quote nicht im Einklang mit der eigenen Einschätzung steht.

Warum der Ausgang offen bleibt

Auch die beste Prognose irrt sich regelmäßig. Fußballspiele sind durch eine Vielzahl von Zufallsfaktoren bestimmt: Standardsituationen, individuelle Fehler, Entscheidungen des Schiedsrichters, Wetter, Platzverhältnisse. Eine Mannschaft, die in der Heimtabelle auf Platz eins steht, verliert regelmäßig gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller. Wer vor dem Spiel eine faire Quote sucht, sollte sich bewusst sein, dass das Buchmacherangebot die Mehrheit der Wetten absorbiert, die in dieselbe Richtung laufen; der Buchmacher weiß nicht, wer gewinnt, aber er kennt die Verteilung der Wetten und baut seine Quoten entsprechend.

Das bedeutet, dass auch die Value-Wette eine statistische Wette bleibt. Sie ist auf Dauer profitabel, wenn der Wettende seine eigenen Einschätzungen im Mittel besser kalibriert als der Buchmacher. Über wenige Spiele hinweg kann sie trotzdem verlieren, auch wenn sie im Durchschnitt gewinnt.

Saisonstrategie: von Spielausgang zu Langzeitwette

Über die Saison verändert sich die Datenbasis. Zu Beginn der Saison sind Informationen aus der Vorsaison verfügbar, aber neue Spielertransfers und Trainerwechsel können das Bild verschieben. In der Hinrunde setzen Wettende oft auf Zwei-Wege-Wetten (ohne Unentschieden) und Handicap-Wetten, weil die Heim- und Auswärtsstärke in den ersten Spielen einer Saison weniger aussagekräftig ist. Mit zunehmender Spieldauer gewinnen Langzeitwetten an Attraktivität, weil die Tabellenlage konkrete Aussagen über mögliche Meisterschaft und Abstieg erlaubt. Wer sich im November für einen Meisterschaftsfavoriten entscheidet, kann eine Quote abgreifen, die im Sommer noch enger war.

Wer auf die gesamte Saison wettet, sollte mit demselben Geld planen wie auf eine einzelne Wette: nur einen Betrag setzen, dessen Verlust verschmerzbar ist. Auch die klügste Saisonstrategie kann an einem Ausrutscher scheitern.

Anbieter im Vergleich: zehn lizenzierte Wettanbieter für die Serie A

Die folgende Übersicht ordnet zehn Anbieter ein, die auf der Whitelist der GGL mit Stand vom 2. Oktober 2026 geführt werden. Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf eine abschließende Bewertung; sie liefert die Zulassungsdaten, an denen ein Leser die Lizenzierung selbst nachvollziehen kann. Alle genannten Anbieter besitzen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
888sport 888 Germany Limited, Gibraltar 30.06.2021
LeoVegas LVSports Limited, Sliema (Malta) 21.10.2024
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportwetten.de NetX Betting Limited, Birkirkara (Malta) 19.11.2020
Tiptorro Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Bet3000 I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026

Die Erst- und Folgeerlaubnis wird in der Whitelist jeweils mit Datum geführt; eine Spalte mit Ablaufdatum enthält die Liste nicht, weil der Glücksspielstaatsvertrag Erlaubnisse auf fünf Jahre erteilt und eine Verlängerung als Folgeerlaubnis eingetragen wird. Anbieter, deren Erst- oder Folgeerlaubnis in den Jahren 2020 oder 2021 erfolgte, haben zwischenzeitlich eine Folgeerlaubnis erhalten.

Was die Lizenz nicht abbildet, ist die operative Praxis: Welche Marge ein Anbieter auf einzelne Märkte setzt, ob er Quotenboosts anbietet, wie schnell er auszahlt und welche Zahlungsmittel er akzeptiert. Diese Punkte stehen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedes Anbieters und sind nicht Teil der Whitelist. Wer sich für einen konkreten Anbieter entscheidet, sollte dessen AGB prüfen, bevor er ein Konto eröffnet.

bwin – breites Wettprogramm mit hoher Liveabdeckung

bwin ist der Anbieter, der in vielen Vergleichen zuerst genannt wird, und das mit einer gewissen Berechtigung: Der Konzern betreibt seit den 1990er Jahren Sportwetten in Europa und ist in Deutschland seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Erlaubnis der GGL aktiv. Die Folgeerlaubnis datiert vom 23. Dezember 2022, die Konzernmutter ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz im maltesischen Gzira. Das Wettprogramm deckt die Serie A über die gesamte Saison ab, von Einzel- und Kombiwetten über Handicap bis zu Torschützen- und Langzeitwetten. Das Livewettenangebot zählt zu den breitesten auf dem deutschen Markt.

Wer bwin mit anderen Anbietern vergleicht, sollte Quoten nicht über die gesamte Saison mitteln. Auf Spielausgangsmärkte setzt bwin in den volumenstarken Topspielen enge Quoten, weil das Wettvolumen den Wettbewerb antreibt. In Nischenmärkten liegt die Marge höher, weil weniger Wettende diese Quoten vergleichen. Wer die Quoten über die Saison vergleicht, sollte einheitliche Märkte heranziehen.

888sport – solide Grundausstattung, eingeschränkter Mainstream

888sport gehört zur 888 Holdings PLC, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist und von Gibraltar aus operiert. Die deutsche Erlaubnis für 888sport datiert vom 30. Juni 2021 (Ersterlaubnis), die Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Im Vereinigten Königreich zählt 888 zu den etablierten Marken; in Deutschland ist 888sport eine kleinere Adresse als die Platzhirsche, was sich in der Breite des Wettprogramms und in der Tiefe der Livewetten niederschlägt.

Für Leser, die ohnehin einen 888-Account führen (etwa im Casino-Bereich) und ihre Sportwetten beim gleichen Anbieter platzieren möchten, ist 888sport eine naheliegende Wahl. Für Leser, die das beste Angebot für die Serie A suchen, hängt die Antwort von der konkreten Partie und vom konkreten Markt ab.

LeoVegas – jüngere Erlaubnis, mobile Ausrichtung

LeoVegas tritt als LeoVegas auf, betrieben von der LVSports Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die deutsche Erlaubnis für Sportwetten wurde am 21. Oktober 2024 erteilt; eine virtuelle-Automatenspiele-Erlaubnis besteht seit dem 27. Februar 2023. LeoVegas positioniert sich selbst als mobile-first-Anbieter; entsprechend liegt der Schwerpunkt der Benutzeroberfläche auf Smartphone und Tablet.

Wer ein Konto bei LeoVegas führt, sollte beachten, dass die Erlaubnis noch jung ist. Eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist bisher nicht verzeichnet. Das Alter der Erlaubnis sagt nichts über die Qualität des Angebots; es bedeutet lediglich, dass sich der Anbieter noch in der ersten Fünf-Jahres-Periode befindet.

bet-at-home – beständig im deutschen Markt

bet-at-home ist seit dem 2. November 2020 in Deutschland lizenziert; die Folgeerlaubnis datiert vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Eine zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 28. Dezember 2022. bet-at-home deckt die gängigen Fußballmärkte ab, ohne ein besonders tiefes Angebot zu beanspruchen. Im deutschen Wettmarkt gehört der Anbieter zu den beständigen Adressen.

Sportwetten.de – deutscher Markenname mit maltesischem Betreiber

Die Marke klingt nach einem ursprünglich deutschen Anbieter; betrieben wird sie von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Erst-Erlaubnis datiert vom 19. November 2020, die Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der Markenname signalisiert einen klaren Fokus auf den deutschen Markt; die Lizenz und die Konzernstruktur sind mit denen anderer Anbieter vergleichbar.

Tiptorro – Endverbraucher-App aus Malta

Tiptorro tritt als App auf und wird im Apple App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Whitelist weist eine Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 aus, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tiptorro gehört zu den Anbietern, deren Geschäftsmodell stärker auf eine App als auf eine klassische Website setzt.

Betano – breites Wettprogramm mit Live-Streaming

Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben. Die Erst-Erlaubnis datiert vom 19. Februar 2021, die Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Der Anbieter bewirbt im eigenen Marketing Funktionen wie Bet Builder (Kombination mehrerer Märkte eines Spiels), Cash Out und Live-Streaming. Welche Spiele konkret gestreamt werden, hängt von den Übertragungsrechten ab und ist Teil der AGB.

Interwetten – etablierter österreichisch-maltesischer Anbieter

Interwetten ist ein Anbieter mit österreichischer Geschichte; die deutsche Erlaubnis wird über die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta geführt. Erst-Erlaubnis: 2. November 2020; Folgeerlaubnis: 27. Dezember 2022. Das Wettprogramm deckt die üblichen europäischen Fußballigen ab. Interwetten fällt in die Kategorie der Anbieter mit einer langen Historie, deren deutsche Lizenz aber an die heute geltenden Regeln gebunden ist.

NEO.bet – deutscher Anbieter mit Fokus auf Daten

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben. Die Erst-Erlaubnis datiert vom 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet war in der Vergangenheit für ein datengetriebenes Auftreten bekannt, mit Statistiken und Wahrscheinlichkeitsmodellen auf der Anbieter-Website. Wie tief dieses Angebot in die Serie A-Märkte hineingeht, ist Teil der AGB.

Bet3000 – jüngste Erlaubnis im Testfeld

Bet3000 hat die im Vergleich jüngste deutsche Erst-Erlaubnis im Testfeld: Der 22. April 2026 ist das in der Whitelist verzeichnete Datum. Betrieben wird der Anbieter von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Eine Folgeerlaubnis ist in der Whitelist bisher nicht eingetragen. Welche Schwerpunkte der Anbieter im deutschen Markt setzt, ist Teil seiner Geschäftspolitik.

Was die Liste nicht abdeckt

Die Whitelist enthält dreißig Einträge; die hier aufgeführten zehn decken nicht den gesamten legalen Markt ab. Wer einen anderen Anbieter sucht, findet die vollständige Liste auf der Website der GGL. Bei einer Erlaubnis nach § 9a GlüStV ist die Liste abschließend; Anbieter, die nicht auf der Liste stehen, dürfen in Deutschland nicht legal Sportwetten vermitteln. Wer dort nicht steht und dennoch wirbt, fällt in den Anwendungsbereich der GGL-Verwarnung vom 17. September 2026, die Verbraucher ausdrücklich vor einer Teilnahme an illegalen Angeboten warnt.

Häufige Fragen zu Wettanbietern und Wetten auf die Serie A

In Deutschland dürfen nur Inhaber einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder Sportwetten auf die Serie A anbieten. Die GGL führt diese Anbieter in einer öffentlichen Whitelist, Stand 2. Oktober 2026. Offshore-Anbieter mit Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Anjouan sind in Deutschland nicht erlaubt, selbst wenn deren Mutterkonzerne in Europa ansässig sind.

Was sagt die GGL-Whitelist über einen Wettanbieter aus, und wo ist sie einsehbar?

Die Whitelist führt Namen, Sitz des Erlaubnisinhabers, Daten der Erst- und Folgeerlaubnis und die zugehörige Domäne. Sie ist die einzige amtliche Quelle, anhand derer die Legalität eines Anbieters in Deutschland zuverlässig überprüft werden kann. Sie enthält keine Aussage über Quotenqualität, Auszahlungsgeschwindigkeit oder Bonusbedingungen, sondern ausschließlich die Zulassung als Sportwetten- oder Pferdewetten-Veranstalter nach § 9 GlüStV.

Wie funktionieren Langzeitwetten auf den Meistertitel, und wann werden sie abgerechnet?

Langzeitwetten auf den Meistertitel werden vor oder während der Saison platziert und erst nach dem letzten Spieltag abgerechnet. Gewinnt die gewettete Mannschaft die Meisterschaft, zahlt der Buchmacher die Quote auf den ursprünglichen Einsatz; das Übrige, etwa die Qualifikation für die Champions League, ist in der Regel nicht in derselben Wette eingeschlossen. Die Quoten auf Außenseiter sind meist hoch, die Margen auf Langzeitmärkten ebenfalls.

Wie verändert die Sportwettensteuer von 5,3 % Quoten und Auszahlung bei Serie-A-Wetten?

Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird auf den um die Steuer selbst verminderten Einsatz erhoben, ergibt also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Der Anbieter darf die Steuer selbst tragen oder sie auf den Wettenden umlegen; er entscheidet das selbst. Übernimmt der Anbieter sie, bleibt die ausgewiesene Quote unverändert; legt er sie um, sinkt der tatsächliche Einsatz um den Steueranteil und der Gewinn entsprechend.

Welche Livewetten erlaubt der Glücksspielvertrag bei einem laufenden Spiel der italienischen Liga?

Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten gewettet werden, im Fußball etwa auf das nächste Tor, nicht aber auf die nächste Ecke oder die nächste gelbe Karte. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind nicht erlaubt. Cash-Out ist keine Livewette im engeren Sinn, sondern eine Funktion des Buchmachers, die nicht durch den Vertrag geregelt ist.

Was ist eine Value-Wette, und warum lässt sich der Ausgang eines Serie-A-Spiels nie sicher vorhersagen?

Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Gewinnwahrscheinlichkeit die implizite Wahrscheinlichkeit der Buchmacherquote übersteigt. Sie ist auch dann statistisch profitabel, wenn einzelne Wetten verlieren, weil die Quote den Wert der Wette widerspiegelt, nicht die Sicherheit. Ein Spielausgang bleibt trotzdem offen, weil Fußball von vielen Zufallsfaktoren abhängt und die Quoten nur die durchschnittliche Marktmeinung abbilden.

Inhalt erstellt vom Team «tenniswetteninfo»